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Gebietsreform

Allgemeines

Die Gebietsreform in Bayern machte aus 143 Landkreisen 71 Landkreise, begleitet von hitzigen politischen Diskussionen. Bayerischer Innenminister war damals Dr. Bruno Merk.

Ziel der Reform war es, die kommunalen Verwaltungseinheiten leistungsfähiger und schlanker zu machen. Dabei setzte man an der zwischenzeitlich eingetretenen wirtschaftlichen Entwicklung an und bildete die neuen Einheiten der Verwaltung diesen Strukturen nach. Man wollte die Beziehungen zwischen Umland und Stadt verwaltungstechnisch besser abzudecken.

Geschichte

Umfangreiche Gebietsveränderungen gab es in Bayern vor allem an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und in den 1930er-Jahren. Allerdings beschränkten sich diese Reformen meist auf das Umfeld von Großstädten.

1968 berief Dr. Bruno Merk eine Arbeitsgruppe zum Thema Kommunalverwaltungsreform. Sie arbeitete das Konzept für ein Gesetzt zur "Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung".

1972 wurde die Gebietsreform in Bayern durchgeführt. Sie war in der bayerischen Geschichte eine besonders spektakuläre Gebietsreform, weil sie die bayerischen Gebietskörperschaften flächendeckend verändert hat. Es gab zwei Abschnitte der Neugliederung Bayerns. Der erste Schritt war die Neuordnung der kreisfreien Städte und Landkreise. Die Landkreise wurden von 173 auf 71 reduziert. Die 48 kreisfreien Städte wurden auf 25 erniedrigt. In der zweiten Phase wurden knapp 7.000 bayerische Gemeinden auf etwa 2.000 reduziert. Das bedeutete den Wegfall vieler Privilegien und politischer Mandate, was nicht jedem gefiel. Dennoch wurde die Reform im Jahr 1978 beendet, wenn es auch noch bis in die 1980er Jahre juristische Nachspiele Nachspiele gab, weil Gemeinden gegen die Reform klagten.

2012 feierten die Bayern 40 Jahre Gebietsreform.

Details


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