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Gebhardt, Jürgen

Es gibt wenige Menschen in Augsburg, die eine solch raue Blues-Stimme haben wie Jürgen „Gebi“ Gebhardt. Das sei schon deswegen gesagt, weil Gebhardt zur Augsburger Musik-Szene gehört wie das Salz zur Suppe.

Leben und Wirken

Wie Gebi zur Musik kam

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Aufgewachsen ist er in Oberhausen im Ulmerhof? und später zog er mit seiner Familie in die Holzbachstraße. Er ging in eine Schriftsetzerlehre bei der Druckerei Heiligensetzer? in Lechhausen. Bei der Augsburger Allgemeinen wurde er zum Gebrauchsgrafiker ausgebildet. Eine Weile betätigte er sich bei dem Augsburger Monatsmagazin Szene als Mitherausgeber und Gestalter.

Dann tauchte Jürgen Gebhardt voll in die Musik ein. In der legendären Musik-Kneipe „Pflop?“ an der Bahnbrücke nach Göggingen legte er als DJ die Platten auf.

Als Tontechniker zog er mit Volkslieder- und Schlager-Musikstars wie dem singenden bayerischen Schauspieler Maxl Graf („Fensterputzer Kare“), dem Jodelkönig Sepp Viellechner („Ein Bajuware kennt keinen Stress“) und dem Orchester Joseph Augustin durch die Lande. Als ein Tonmeister ausfiel, übernahm Gebhardt kurzerhand die Stellung als Tonmeister. Er kann sich noch an Fred Bertelmann erinnern, der mit seinem Schlager vom „Lachenden Vagabund“ einen Hit hatte. Den musste er manchmal auf einen Stuhl hinter den Vorhang setzen und wenn sein Part kam, dann ließ Gebhardt den Vorhang aufgehen. Und er kann sich noch an wilde Tour-Nächte erinnern, in denen er mit einigen Beteiligten nach der Veranstaltung im Aquarium eines Hotels saß und zwischen den staunenden Fischen Sekt trank.

Extrem weit gefächert sind seine Wirkungsfelder vom Referenten für die Drogenhilfe bis zum Hand-, Basket- und Fußballer in den Augsburger Stadtauswahlen. Viele kennen ihn auch als unverwüstlichen Freizeitschafkopfer im „Thing“. Am liebsten tummelt er sich bei seinen nächtlichen Ausflügen in Augsburgs Musiker-Kneipen.

Als Drummer und Sänger wirkte er bei einigen Augsburger Bands wie „Tortilla Flat?“, „Taraxacum“, „Botho-Bum-Band“ und „The Apron“ mit. Seit rund fünfzehn Jahren ist er Mitglied bei der Rockcombo „Sunday In Jail?“, die nicht nur Songs covern, sondern auch eigene Werke auf der Bühne präsentieren.

Musikalisches Wirken

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Seit der Gründung im Jahr 1984 ist er als Vereinsmitglied und Vorstand bei KuKi?, der wichtigsten und größten Organisation Augsburger Bands und Musiker, die die Subkultur zwischen Lech und Wertach maßgeblich mitprägt. Hervorgegangen ist KuKi? aus Miau?, der Musikerinitiative Augsburg und Umgebung. Als dann die Proberäume in den tiefen Kellern des Kitzenmarktes bei der Ulrichskirche? bezogen werden konnten, änderte sich der Name daher in KuKi?, was bedeutet: Kultur im Kitzenmarkt. 1996 zog KuKi? dann mit seinen Bands in die Räume der ehemaligen Reese-Kaserne im Augsburger Stadtteil Kriegshaber. Seit 2007 hat der Verein seinen sitz im neu geschaffenen Kulturpark West.

Im November 2009 feierte KuKi? dann seine 25jährige Existenz mit der Veranstaltung „Open House“, bei der die Musiker für die Öffentlichkeit ihre Türen öffneten und auch auf nahe gelegenen Bühnen wie am neuen Konzertplatz „Kradhalle“ oder in der Kneipe „Bombig“ auf die Bühne dem Publikum sämtliche Soundsorten von Punk bis Samba in die Ohren bliesen.

Geschäftsführer bei KuKi

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Inzwischen ist „Rockin’ Gebi“ halbtags als Geschäftsführer bei KuKi? eingestellt. Die Verwaltungsarbeit mit den aktuell 105 Proberäumen und den rund 1000 Musikern ist nicht mehr ehrenamtlich zu schaffen. Zusammen mit seiner singenden Buchhalterin Susi kümmert er sich nun um sämtliche Probleme der weiblichen und männlichen Musiker.

Jetzt sitzt er in einem tiefer gelegenen Büro in einem großen Gebäude, das KuKi? vom Kulturpark West angemietet hat. Neuen Mietern erklärt er die Verhaltensregeln, damit es keinen Ärger gibt, bespricht mit Handwerkern das Gitter, das vor die Fenster kommt, organisierte von der Scherneck-Brauerei einen Getränkeautomat, leiht den Bohrer aus, kümmert sich um die Termine für den Sperrmüll, kontrolliert Fenster und Türen, die beim Proben zu sein müssen, managt die Schlüsselausgabe, kalkuliert die Heizungskosten, trifft Macher und Kollegen des Kulturpark West und des Umlands, erklärt die Kautionen, knüpft am Musikernetzwerk und organisiert ab und zu ein kleineres oder größeres KuKi? -Festival.

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