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Gebäude der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Die Fassade der Bibliothek ist dem Münchener Architekten Martin Dülfer zuzurechnen. Auch wenn sie im historischen Eklektizismus gehalten ist, kann man doch auch Tendenzen des Jugendstils? an ihr erkennen, was nicht verwundert, ist doch Martin Dülfer ein Wegbereiter dieses Stils gewesen.

Granitblöcke sind die Basis des Gebäudes. Auf ihnen ruhen die Betonpfeiler für die Eisenstützen. Der Dachstuhl ist eine Eisenkonstruktion ohne Stützen und wurde schon beim Bau in weiser Voraussicht für eine zukünftige Nutzung hergerichtet.

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Ansichtskarte der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, gelaufen 1939; zur Verfügung gestellt von Thomas Werthefrongel, Stadtbergen.

Das Äußere

Das Gebäude der Staats- und Stadtbibliothek ist ein stattlicher neubarocker Bau, den der Stadtbaurat? Fritz Steinhäußer? zusammen mit dem Münchener Architekten Martin Dülfer geschaffen hat. Auch der Oberingenieur Josef Schempp soll beim Entwurf zur Seite gestanden haben.

Hinter der neubarocken Fassadenverkleidung verbirgt der Nutzbau eine Hochbaueisenkonstruktion der MAN, die dem Bau große Festigkeit und Stabilität gibt.

Die Hauptfassade der Bibliothek ist nach Osten gerichtet, der Bau erstreckt sich von Norden nach Süden und richtet sich parallel zur Schaezlerstraße aus. Von hier wirkt die Fassade imposant: Kolossale Pilaster in ionischer Ordnung gliedern den Außenbau. Dazu kommen neun riesige rundbogige Fenster, die über zwei Stockwerke reichen. Sie stehen über kleineren Fenstern, die Licht in die Räume im genuteten Hochparterre fallen lassen.

Dass der verputzte Bau Würde ausstrahlt, liegt unter anderem auch an den mittelachsigen Portal- und Eckrisaliten. Die kurvierte Portalarchitektur wird durch einen Gibel abgeschlossen. Wenn man dies und die riesigen Fenster betrachtet, wird man an den Wiener Hofbibliotheksbau von Fischer von Erlach erinnert.

Das Innere

Tritt man durch das Portal in das Innere der Bibliothek, empfängt den Besucher ein Vestibül und ein dreiarmiges Treppenhaus mit dreischiffigem Stützensystem. Wenn man um die Hochbaueisenkonstruktion weiß, kann man sie unter den Stuckdekorationen erahnen. Im Vestibül sieht man zwei Erinnerungstafeln. Die eine erinnert an den Besuch des Papstes Pius VI. im Jahr 1782, die andere an den Besuch von König Max I. Joseph? im Jahr 1819.

Im Erdgeschoß des Baus befinden sich Nutzräume wie etwa die Verwaltungs- und ehemaligen Archivräume sowie der Lesesaal. Darüber erheben sich vier Geschoße, in denen sich die Buchmagazine und -repositorien befinden. Die riesigen Fensterarkaden spenden diesen Magazinen viel natürliches Licht. In der Mittelachse der Bibliothek befinden sich zwei Zimelienräume mit Galerieumgang, die genau übereinander liegen und außen durch die Doppelpilaster des Gebäudes bezeichnet werden.

Der Bau wurde so entworfen, dass er feuersicher ist. Deshalb hat man nur Eisenbeton mit Rabitzgewölbe und Gipsornamente verwendet. Um die Klimaschwankungen in den nicht beheizbaren Magazinen auszugleichen, hat man für eine gute Luftzirkulation gesorgt. Außerdem sorgte man für die Bequemlichkeit des Personals, indem man die Zwischengeschoße der Magazine nicht höher als zwei Meter errichtete, weshalb man auf Leitern verzichten konnte.

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