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Galerie Norek

Eine Augsburger Galerie, die von Agata Norek gegründet wurde und in den Augusta Arcaden liegt.

Allgemeines

Die Galerie Norek stellt die Werke der Künstlerin Agata Norek aus. Dazu gehören neben Bildern auch Buchunikate und dreidimensionale Objekte. Die Galerie organisiert nicht nur Vernissagen, sondern auch andere kulturelle Aktionen.

Die Galerie hat etwa 200 Quadratmeter und erstreckt sich über zwei Räume, ist hell, gut beleuchtet und besitzt ein schönes Ambiente. Während der Öffnungszeiten ist die Künstlerin persönlich anwesend, beantwortet Fragen und macht eine Führung durch die Galerie. Es besteht auch die Möglichkeit, unabhängig von einer aktuellen Ausstellung die Buchunikate anzuschauen.

Geschichte

Zum ersten Mal geöffnet wurde die Galerie Norek am 16. August 2008. Die offizielle Eröffnung war am 11. September mit einer Vernissage ("Punkt S."). Vorgestellt wurden Agata Noreks monochromatischen Arbeiten aus den Jahren 2001 und 2002. Die Vernissage wurde durch Sybille Schiller von der Augsburger Allgemeinen eröffnet und von einem kleinen Konzert umrahmt.

Am 12.Dezember 2008 fand in der Galerie bei Kerzenlicht und Glühwein ein Weihnachtsevent mit der Kindergruppe Ychtis und ihren Adventsliedern statt.

Am 14. Februar 2009 feierte man eine Faschingparty unter dem Motto "Black & Red". Zu diesem Anlass wurde die Installation "Cazador-del-sol" (Sonnenfänger) von Rene Hildebrand? zusammen mit Bildern von Agata Norek ausgestellt.

Am 17. April 2009 Vorführung von Iaido, der japanischen Schwertkampfkunst.

Im April 2009 wurde die Galerie durch einen weiteren Raum auf über 200 Quadratmeter vergrößert. Im Hauptraum wurde die Ausstellung „Zeugen vergangener Kämpfe“ eingerichtet, im Nebenraum die Ausstellung „Punkt S.“ (Bilder aus 2001 und 2002) zusammen mit Buchunikaten und „Vaginalen Ikebanen“ (2003) eröffnet.

Details

Die Galerie Norek bietet neben der Kunst der Künstlerin Agata Norek auch Zeichen- und Malkurse an, Kunst am Bau, in Kooperation mit Architekten die Innenausstattung von Gebäuden. Die Galerie berät in Fragen der Kunst und sie nimmt Aufträge zu Kunstwerken entgegen.

Zu ihrer Ausstellung "Zeugen vergangener Kämpfe" schreibt Agata Norek:

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In die Tiefe zu gehen, das eigene Unbewusste entdecken und anschauen... Bedeutet manchmal die Drachen zu treffen, dem Teufel ins Auge zu schauen. Wer hält so einen Blick aus? Keiner. Man muss schreien, um die Grenze des Wahnsinns nicht zu überschreiten. Obwohl man so oft an der Grenze schon war. Aber was, wenn einer nicht schreien kann oder nicht darf? Dann fällt man runter und runter und runter und noch mal runter. Immer eine Schicht weiter und tiefer. Dann scheint er die Situation nicht mehr und nie wieder retten zu können.

Oder man kann auch weinen. Das hält den Teufel ab. Eine echte Träne ist Gift für ihn.

Und man muss gewinnen. Was bleibt übrig? Aufhören und die Grenze des Todes überschreiten? Aus Angst vor ihm? Oh nein... Auf dieser Welt herrscht die Hölle. Aber nebenan existiert auch die Hoffnung.

Man kann steigen, die Stufen hoch klettern. Obwohl es verdammt schwer ist und der Boden matschig und rutschig ist. Wie in einer echten Hölle. Keiner hat gesagt, dass es leicht auf dieser Welt wird. Die ganze Mühe bedeutet oft auch wieder mit dem Gesicht im Dreck zu liegen. Und wer hat dazu Lust und Kraft?

Die Überwindung von Situationen, die uns an den Rand geschoben haben, ist eine harte Lektion. Es bedeutet manchmal übermenschlichen Kräfte in sich finden zu müssen. Einen Helden in sich entdecken zu müssen. Einen Spidermann, würde mein Sohn sagen.

Aber wenn man schon so lange gelitten hat, dass es noch weiter einfach nicht mehr geht, in diesem Augenblick, in dem plötzlich ein bisschen Wind in die Segel kommt, muss man aufstehen. Wenn man diesen Moment erreicht, ist es so weit, dass man sich nicht mehr nur angreifen lässt. Man will dem Teufel entgegengehen, man muss eine Ausrüstung zusammenbauen und vorbereiten. Jeder Krieg braucht Waffen. Jeder muss seine eigenen Waffen finden. Vielleicht muss man auch die Strategie des Kämpfens ändern?

Manchmal kommt der Feind plötzlich, der Kämpfer muss sofort und automatisch reagieren. Man nimmt alles, was kommt, und steckt es in eines von mehreren Monstersaugen. So habe ich meine Holzstacheln, Glassstücke in die Hand genommen. Um ihn zu bekämpfen. Und um mich noch besser zu schützen, habe ich diese Materialien auf meine privaten Schilder gebaut. Als Beweise meiner Triumphe und meiner Verluste.

Die Satellitenschüssel, die ich mit verschiedene Stoffen, Materialien, Ideen überdeckt habe, um das Monster zu bekämpfen und auf Entfernung zu halten. Dies ist meine Ausrüstung, um dem Dämon, der vieles sein kann, gegenüber zu treten. Er kennt inzwischen meine Zähne. Die Stacheln, die mich schützen, meine Soldaten: Nägel und heilige Bilder. Und meinen Zorn. Manchmal versuchte ich ihn mit Schönheit zu verblenden. Das funktioniert auch. Ein anderes Mal zwingt mich eine spontane Reaktion, ihm Blätter oder Steine ins Gesicht zu werfen, so dass er nichts mehr sieht.

Der Kampf bringt Kraft. Ich habe sehr viel gelernt. Ich kann mich schon wehren aber meine Bilder bewahren die Spuren des Kampfes – Feuer, Hass, Schläge und Hitze. Angebrannte Streichhölzer, eingebrannte Löcher oder rausgekratzte Narben. Meine Begleiter. Meine Waffen, die ich nie wieder verlieren mag. Die Zeugen meiner vergangenen Kämpfe.

Wer weiß, vielleicht mache ich eines Tages einen Schild für den Dämon, der für ihn zum Spiegel wird. Wie in einem Märchen, in dem die Bestie sich selbst plötzlich in einem hässlichem Bild erkennt und damit für immer verschwindet.

Ich bedanke mich bei Frau Clarissa Pinkola Estés. Ihre „Wolfsfrau“ war ein Kompass, eine Taschenlampe für mich, die mir in totaler Dunkelheit geholfen hat den Ausgang zu finden - nachdem ich viele Jahre im Labyrinth des Monsters verbracht habe.

Ich habe die Erde von meinen Rock entfernt, meine Kleidung geglättet, den Dreck aus meinem Gesicht gewischt und die Haare von meiner Stirn gepustet. Auf Stöckelschuhen gehe ich weiter.

Öffnungszeiten

Nach telefonischer Vereinbarung.

Adresse

Galerie Norek
Augusta-Arcaden? (Ludwigspassage)
Ludwigstraße 2
86152 Augsburg

Nebeneingang Kesselmarkt/Obstmarkt

Tel. 0821/2483747 und 0160/94813461

E-Mail: agatanorek(@)aol.com

Weblinks


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