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Fujitsu Siemens

Allgemeines

Die Fujitsu Technology Solutions GmbH liegt in Sichtweite der Universität Augsburg und grenzt an den Innovationspark an. Sie ist ein Werk der japanischen Fujitsu-Gruppe. Fujitsu war 2010 das viertgrößte IT-Unternehmen der Welt und machte einen 48 Mrd. US$. Es betreibt weltweit etwa 80 Rechenzentren in 16 Ländern. Jährlich gab die Firma für Forschung und Entwicklung mehr als 2,5 Milliarden $ aus (Stand 2009). Dabei kooperiert die Firma mit externen Technologiebereichen, Beratern und akademischen Einrichtungen. Am Standort Augsburg ist die Entwicklung für IA-Server konzentriert, wobei deutsche Ingenieure von japanischen Experten unterstützt werden. Dazu fließen nach Augsburg große Summen an Forschungsgeldern.

In Augsburg werden Mainboards, Komplett-PCs und Notebooks gefertigt. Laut Eigenwerbung ist das Werk eine der effizientesten Produktionsstätten auf der ganzen Welt. Hier können etwa 9.000 Mainboards pro Tag hergestellt werden. In zwei unterschiedlichen Werkshallen werden unterschiedliche Aufgaben erledigt.

Geschichte

1927 legte auf dem Gelände des jetzigen Fujitsu-Werkes der Arbeiterradfahrerbund "Solidarität" ein Stadion mit Radrennbahn an. Noch vor dem Krieg kam von einem anderen Verein eine Pferderennbahn auf dem Gelände hinzu. Und in den 1950er Jahren lag hier ein großes Sportgelände mit Sportstätten verschiedenster Vereine.

1990 wurde das traditionsreiche deutsche Computerunternehmen Nixdorf von Siemens übernommen. Schon wenige Jahre später erlahmte das Computergeschäft von Siemens, so dass ein Partner gesucht wurde.

1999 kam es zur Fusion von Siemens mit Fujitsu. Seit dieser Zeit heißt die Computersparte Fujitsu Siemens. Fujitsu Siemens durfte allerdings nur in Afrika, im Nahen Osten und in Europa Computer verkaufen. So konnte die Firma nie wachsen, um mit Konkurrenten aus anderen Erdteilen mitzuhalten, was zu mäßigen Umsätzen und Gewinnen führte.

Im November 2008 wurde bekannt, dass der Verkauf des Siemens-Anteils an Europas größtem Computerhersteller perfekt ist. Der japanische Konzern Fujitsu übernahm den 50-Prozent-Anteil von Siemens. Angeblich mussten die Japaner für die beiden Standorte in Augsburg und Sömmerda (Thüringen) 400 bis 500 Mio. Euro zahlen.

Zum Zeitpunkt des Verkaufs beschäftigte Fujitsu Siemens weltweit etwa 10.500 Mitarbeiter, davon 6.000 in Deutschland. Es war der letzte bedeutende deutsche Computerhersteller.

Im Januar 2009 gab der Augsburger Computerbauer bekannt, dass er von den etwa 2.500 Beschäftigten ohne Kündigungen 150 Arbeitsplätze am Standort sozialverträglich abbauen werde. Gleichzeitig bot die Firma auch 2009 wieder schwerbehinderten Jugendlichen die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen und bildete Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Mechatroniker/in, Fachinformatiker/in für Systemintegration und Industriekaufmann/-frau Werkslehre aus.

Im Februar 2014 übernahm Vera Schneevoigt die Leitung des Augsburger Fujitsu Werks.

Details

Die eine Fertigungshalle steht für Rechner mit niedrigen Stückzahlen zur Verfügung. Hier baut ein Mitarbeiter praktisch einen gesamten PC zusammen. In der anderen Fertigungshalle werden PCs mit hohen Stückzahlen am Band gebaut. Nach dem Zusammenbau wird der PC noch getesten, dann aber sogleich versandt, denn es gibt keine Lagerhallen für die PCs.

Etwas Besonderes ist das Testzentrum für die Produktentwicklung. Verschiedene Prüflabore beschäftigen sich mit den verschiedensten Produktqualitäten: elektromagnetische Verträglichkeit, Schall, Verschleiß, Verpackung, Mechanik, Thermographie, Geräuschentwicklung, Produktsicherheit etc.

Im Augsburger Werk werden schon seit 2010 0-Watt-PCs gebaut. Ein solcher PC war der der ESPRIMO E/P9900, der neben der 0-Watt-Funktion mit weiteren Stromsparoptionen – wie geschaltetem Monitorausgang und einer Energiesparverwaltung – ausgerüstet war. Die Systemmanagementfunktion der Intel® vPro™ Technologie bot die einfache Administration in komplexen IT-Infrastrukturen. Der Desktop-PC erfüllte bei einer Stromversorgung mit einem Wirkungsgrad von bis zu 89 % die Kriterien der ENERGY STAR® 5.0-Zertifizierung.

Logistik

Der Komplettanbieter für integrierte Logistiklösungen Andreas Schmid Logistik? wickelt die Logistik für Fujitsu Technology Solutions am Standort Augsburg ab. Dies bedeutet heutzutage weit mehr als nur ein Teil von A nach B zu bewegen. Individuelle Lösungskonzepte, wie ein auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittenes skalierbares Lagerkonzept oder die Anpassung des Ressourceneinsatzes, sind unabdinglich. Dies erfordert entsprechende IT-Lösungen. So hat das Unternehmen mittlerweise eine eigene Softwareabteilung mit 70 Mitarbeitern. In eng ineinandergreifender Zusammenarbeit mit Fujitsu Technology Solutions sorgt so Andreas Schmid Logistik für einen effizienten Ablauf aller logistischen Prozesse im Unternehmen und trägt damit entscheidend zum reibungslosen Ablauf in der Produktion bei. Kontraktlogistik nennt sich dieses Geschäftsmodell, bei der eine arbeitsteilige Kooperation zwischen einem Unternehmen und einem Logistikdienstleister hergestellt wird.

Adresse

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