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Fuggersches Doppelanwesen

ein ehemaliges Anwesen der Brüder Ulrich?, Georg? und Jakob Fugger in der heutigen Augsburger Fußgängerzone

Allgemeines

Das frühere Doppelanwesen der Fugger lag in der Augsburger Fußgängerzone zwischen Annastraße, Philippine-Welser-Straße und Mettlochgässchen. Doppelanwesen nennt man das ehemalige Fuggerhaus, weil es sich aus einem Hauskomplex am ehemaligen Heumarkt? (heute Philippine-Welser-Straße 18-20) und einem Gebäude am ehemaligen Rindermarkt? (heute Annastraße) zusammensetzte.

In diesem Fuggerschen Doppelanwesen befand sich die berühmte Goldene Schreibstube? von Jakob Fugger dem Reichen. Erst als dieser erste große Familien- und Geschäftssitz zu klein wurde, kaufte Jakob Fugger die Fuggerhäuser am ehemaligen Weinmarkt? (heute Maximilianstraße.

Geschichte

In den Jahren von 1488 und 1707 war das Gebäude Eigentum der Familie Fugger. Hier hatte Jakob Fugger, der größte deutsche Kaufmann, seine „Goldene Schreibstube". Nachdem die Fugger die Geschäftsleitung in den Stadtpalast in der Maximilianstraße verlegt hatten, blieb es Wohnhaus der Fugger.

1807 erwarb die Firma Kröll das Gebäude und baute es 1899 und 1925 um. Den Umbau 1899 übernahm Jean Keller, der Architekt des Kurhauses?. Er baute aus zwei Fuggeranwesen einen einheitlichen Komplex.

Nach der Zerstörung 1944 im Zweiten Weltkrieg wurde es in den Jahren 1947 bis 1949 wiederaufgebaut und befand sich lange im Besitz der Familie Nill. Der Wiederaufbau erfolgte in dem Stil der damaligen Nachkriegsarchitektur. Allein die beiden Spätgotischen Portale an der Annastraße und der Philippine-Welser-Straße? blieben erhalten und zieren die ansonsten kunstlosen Neubau-Fassaden. Beide Portale besitzen einen korbbogenförmigen Abschluss, über dem das Fuggersche Lilienwappen mit zwei flankierenden und schildhaltenden Löwen als Steinmetz-Arbeit prangt.

Als man im Herbst 1968 den zkweiten Stock des Hauses Philippine-Welser-Straße 20 umbaute, entdeckte man dort mittelalterliche Wandgemälde und legte sie frei. Historiker datierten die Fresken auf das frühe 15. Jahrhundert und ließen sie restaurieren.

Details

An die Fugger erinnert heute nur noch die Gedenktafel an der Ecke zum Mettlochgässchen und das Lilienwappen der Fugger an den Portalen des heutigen Gebäudes.

Ehemalige Lage


Weblinks


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