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Friedrich-Prinz-Fonds

Eine Stiftung des Augsburger Unternehmers Friedrich Prinz.

Allgemeines

Der Friedrich-Prinz-Fonds wurde aufgelegt, um verschiedene Ziele zu erreichen. Es sollte der Siebentischwald als öffentliche Erholungsfläche erhalten werden, indem Geld zu ihrer Pflege zur Verfügung gestellt wurde. Außerdem sollte die Herstellung, der Erhalt, die Pflege und der Erwerb von Anlagen und Bauwerken (oder Teilen davon) gefördert werden, die zur Aufwertung der Stadt oder zur Annehmlichkeit von Bürgern dienen. Dabei stehen historische Gebäude im Vordergrund, die stadtgestalterisch oder im Sinne der Denkmalspflege restauriert oder modernisiert werden.

Geschichte

Der Friedrich-Prinz-Fonds wurde 1902 im Testament von Friedrich Prinz aufgelegt. In dieser am 31. Oktober 1902 aufgesetzten letztwilligen Verfügung heißt es zu den Zielen seines Fonds wörtlich, er solle "... zur Herstellung von Anlagen und Bauwerken edelsten Stils, die zur Zierde der Stadt oder zur Annehmlichkeit ihrer Bewohner dienen und dabei alle Gesellschaftsklassen berücksichtigen" verwendet werden. Die Stadt Augsburg setzte er dabei als Universalerbin seines Nachlasses ein.

Am 1. April 1952 trat eine Stiftungssatzung in Kraft, die der Augsburger Stadtrat zur Verwaltung des Stiftungsvermögens erließ.

Im Zuge der Verwaltung der fiduziarischen Stiftung lobt die Stadt Augsburg jedes Jahr einen Teil der Vermögenserträge beim Augsburger Fassadenpreis aus - wohl ganz im Stiftersinn, der zur Verschönerung Augsburgs beitragen wollte.

Zum 100-jährigen Bestehen des Friedrich Prinz-Fonds erschien 2014 ein Buch von Franz Häußler zu Augsburger Gedenktafeln mit dem Titel „Gedenktafeln erzählen Augsburger Geschichte“. In dem Buch erläuterte er mehr als 280 Gedenktafeln und –inschriften, illustriert mit 530 Abbilungen.

Details

Bei Auflegung der Stiftung waren die Stiftungsziele recht ungewöhnlich. Zwar war es Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchaus üblich, dass sich Unternehmer oder andere wohlhabende Bürger mit Stiftungen für ihre Städte einsetzten, doch standen dabei meist die Verbesserung von hygienischen oder sozialen Gegebenheiten auf der Agenda. Die bauliche Gestaltung oder die Schaffung von Erholungsflächen in der Stadt waren damals noch ungewöhnliche Ziele, wenn sie auch durch die Enge der Stadt angezeigt waren, die durch Landflucht und Industrialisierung ausgelöst wurde.

Das Augsburger Stadtlexikon von 1998 nannte eine Summe von 200.000 DM, die jährlich ausgeschüttet werden konnte.

Weblinks


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