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Freudenberg Haushaltsprodukte Augsburg AG

eine Unternehmung der Unternehmensgruppe Freudenberg.

Allgemeines

Die Unternehmensgruppe Freudenberg mit Hauptsitz in Weinheim ist ein Zulieferer für die Automobil-, die Maschinenbau-, die Textil-, Bau- und Telekommunikationsbranche. 2009 hatte die Gruppe weltweit etwa 32.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von etwa 4.200 Mio €. Die Produkte der Firma sind in der Öffentlichkeit wenig bekannt - mit Ausnahme der Haushaltssparte, für die auch der Augsburger Standort produziert.

Zur Unternehmensstruktur schreibt die deutsche Wikipedia (Stand 2010): "Freudenberg ist ein Familienunternehmen. Die Führungsgesellschaft Freudenberg & Co. gehört 300 Nachkommen des Unternehmensgründers Carl Johann Freudenberg. Sie ist eine der größten Kommanditgesellschaften Deutschlands. Die Gesellschafter haben einen Gesellschaftsvertrag abgeschlossen, der im Juli 2001 für 30 Jahre verlängert wurde. Die Organisation des Unternehmens ist an die einer Aktiengesellschaft angelehnt ... Die Geschäftsleitungen der verschiedenen Geschäftsfelder berichten an die Unternehmensleitung. Unterhalb der Geschäftsleitungen sind die verschiedenen Unternehmen der Freudenberg Gruppe angesiedelt. Diese Unternehmen haben entweder die Geschäftsform GmbH oder KG. Zu den 100% Freudenberg-Unternehmen gesellen sich zahlreiche Mehr- und Minderheitsbeteiligungen mit verschiedenen Partnern."

Die Geschäftsfelder der Firma sind Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte und Spezialitäten und Sonstiges.

Der Augsburger Standort

Überblick

Der Augsburger Standort gehört zum Geschäftsbereich Haushaltsprodukte, in dem Freudenberg ein führendes Markenartikel-Unternehmen ist. Die Sparte ist bekannt für Reinigunsartikel, Reinigungssysteme und Wäschepflegeprodukte. In diesen Geschäftsfeldern ist das Unternehmen in fast allen Ländern, in denen es tätig ist, Marktführer und tritt an den Endkunden heran. Verwendete Markennamen sind z. B. "Vileda", "O´Cedar" oder "Wettex". Diese Position hat sich die Firma durch detaillierte Marktkenntnisse, Innovationen, neue und effektive Produkte sowie eine starke Kundenorientierung erarbeitet. Die Firma betreibt weltweite Markt- und Kundenforschung und hat Innovationszentren in allen Regionen der Welt sowie in 30 Ländern ein eigenes Vertriebsnetz. Die Haushaltsprodukte-Sparte von Freudenberg erwirtschaftete 2009 mehr als 626 Mio. Euro und beschäftigte etwa 2.300 Mitarbeiter, von denen in Augsburg etwa 300 in den Produktionsbereichen Tücher, Wischmop, Schwämme und Abrasiv-Produkte tätig waren. Die meisten der in Augsburg produzierten Artikel werden unter dem Markennamen "Vileda" weltweit angeboten.

Vileda stellt Haushalts-, Reinigungs- und Wäschepflegeprodukte her und bietet ein umfangreiches Sortiment von Haushalts- und Reinigungsartikeln an. Das Unternehmen ist Marktführer im Bereich mechanische Reinigung und wurde 1935 gegründet. Dabei geht aber die Vorgeschichte noch weiter und auf das im 19. Jahrhundert gegründete Unternehmen Freudenberg zurück, das sich aus kleinen Anfängen bis in die 1930er Jahre zu einer der größten Gerbereien Europas entwickelte. Die 1935 entstandene Idee eines Werkstoffs Kunstleder wurde bei Freudenberg zur Verfahrensreife entwickelt und patentiert. Mit dem neuartigen Fenstertuch kam 1948 das erste nicht gewebte Tuch auf den deutschen Markt – die Marke Vileda („Wie Leder“) war geboren. Dem Vileda-Haushaltstuch folgte 1965 der Glitzi-Topfreiniger und 1985 der Vileda-Wischmopp.

Das Geschäft der Geschäftsgruppe Haushaltsprodukte gliedert sich in die Bereiche Consumer (rund 85 Prozent des Umsatzes) und Professional.

Geschichte

Seit 1949 arbeitet Freudenberg Augsburg eng mit der Firma Martini GmbH & Co. KG zusammen, die den Martinipark, einen Business-Park im ehemaligen Augsburger Textilviertel betreibt, in dem die Augsburger Produktionsstätte von Freudenberg angesiedelt ist. Im Jahr 1949 wurde die Augsburger Haushaltsprodukte-Produktion unter dem Namen FREMA als Joint Venture zwischen der Unternehmensgruppe Freudenberg und der Martini GmbH & Co. KG gegründet. Seit 1991 ist die Martini GmbH & Co. KG ausgestiegen und die Firma gehört zu 100% der Unternehmensgruppe Freudenberg.

Ende Dezember 1999 wurde der Standort Augsburg nach der internationalen Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 zertifiziert und legt seitdem auf den effizienten und überlegten Einsatz von Rohstoffen und Ressourcen großen Wert.

2001 wurde auf einer neu errichteten Halle des Standorts Augsburg eine Photovoltaikanlage installiert.

2006 wurde dem Augsburger Unternehmen der Augsburger Zukunftspreis verliehen. In der Begründung hieß es: "Bei der Produktion ihrer Vliesstoffe und Abrasive achtet das Unternehmen auf verschiedene Aspekte im Umgang mit umweltrelevanten Stoffen. Um eine Umweltbelastung zu minimieren, arbeitete man in den letzten Jahren vor allem an den Problemgebieten Lärm, Abfall, Abwasser und Abluft, Boden- und Brandschutz, Energieverbrauch und Gefahrstoffe. Bei der Energieversorgung kann FHP den Bedarf zu rund 80 % durch umweltfreundlicheres Erdgas decken. Zudem versucht das Unternehmen, die Verwendung gefährlicher Chemikalien zu reduzieren oder substituieren. Durch einen internen Ausschuss werden alle Maßnahmen ständig kontrolliert. Mittels Projekten wie „We All Take Care“ werden die rund 400 Mitarbeiter/innen und die Nachbarschaft in die Entwicklung miteinbezogen und die Werte der FHP weitergegeben. Erreicht wird dies u.a. durch Kurzgespräche mit den Mitarbeitern und ein jährliches Umweltquiz. Auch Mitarbeitern von Fremdfirmen wird die Philosophie von FHP mittels Schulungen näher gebracht."

Im Geschäftsjahr 2007 wurden unter anderem dreidimensionale Wischtücher aus dem Material Novolon eingeführt. Hierzu wurde am Standort Augsburg eine neue großtechnische Produktionsanlage in Betrieb genommen. Mit demselben Material wurde eine neue Mop-Generation ausgestattet. Daneben wurden ein neues trapezförmiges Flachwischsystem und ein auf bionischen Prinzipien beruhendes, patentiertes Wringsystem entwickelt.

Im Januar 2010 wurde der Grundstein zu einem neuen etwa 5 Mio. € teuren Logistikzentrum der Augsburger Produktionsstätte gelegt. Das neue Logistikzentrum wurde durch die in den letzten Jahren ständig anwachsende Produktion in Augsburg notwendig. Es kann mehr als 11.000 Paletten aufnehmen und ist auf dem modernsten technischen Stand.

Details

In Augsburg werden jährlich etwa 40 Millionen Quadratmeter Vliesstoffe hergestellt, woraus etwa 120 Millionen Tücher entstehen, die sich in Farbe, Form und Einsatzbereich unterscheiden. Unabhängig vom Verwendungszweck hat Vileda bei jedem Vliesstoff und -tuch den Anspruch, eine konstant hohe Qualität zu liefern. Vor allem die Viscose, die im Produktionsprozess mit Synthesefasern gemischt wird, ist entscheidend für Saugfähigkeit, Stabilität und Farbgebung. Faktoren wie Schnittlänge, Feinheit der Faser oder Reißfestigkeit sind wichtig für die Qualität des Vliesstoffs. Je besser die Qualität der Faser, desto effektiver ist auch die Verarbeitung.

Seit Jahrzehnten beliefert die österreichische Firma Lenzing AG Freudenberg in Augsburg mit Fasern. Die Forschungsabteilungen von Freudenberg Haushaltsprodukte und Lenzing arbeiten eng zusammen und tauschen sich regelmäßig über Technologien und Trends aus. So soll die Entwicklung und Einführung innovativer Produkte beschleunigt werden, was z. B. beim Vileda-Allzwecktuch umgesetzt wurde. So hat man die Produkteigenschaften durch ein thermisches Prägeverfahren weiter verbessert. Eine vergrößerte strukturierte Oberfläche mit Pick-up-Poren erlaubt es, mehr Wasser und Schmutzpartikel aufzunehmen. Die Firma Lenzing liefert die angeforderte Viscose in verschweißten Ballen von jeweils etwa 350 Kilogramm. Die Fasern gelangen über Rohrleitungen in die eigentliche Produktion und werden dort geöffnet und kardiert. In einem mehrstufigen Vernadelungsverfahren wird aus den Fasern schließlich der fertige Vliesstoff. Nach dem Falten, Schneiden und Verpacken wird dieser in alle Welt versandt – als fertige Tücher oder als Rollenware zur Weiterverarbeitung.

Mit zwei riesigen Dampfkesseln, die ständig jede Stunde etwa 16 Tonnen Wasserdampf erzeugen, wird den gefertigten Haushaltstüchern Feuchtigkeit entzogen. Mit den Dampfkesseln werden Trockner betrieben, die zur Trocknung der Haushaltstücher eingesetzt werden. Nach der Trocknung werden die Tücher zurechtgeschnitten und zum Schluss automatisch in verkaufsfertige Tüten verpackt. Der eine Dampfkessel stammt von 1982, der andere von 1999 (Stand 2010).

Vileda-Produkte sind Markenprodukte, die es nicht im Discount zu kaufen gibt. Man setzt stattdessen auf Vertriebsschienen wie Großflächen-, Super- und Baumärkte. Kern der Augsburger Geschäftspolitik bleibt die Marke.

Die Augsburger Tochterfirma der Unternehmensgruppe Freudenberg gehört zum Netzwerk KUMAS?.

Adresse

Freudenberg Haushaltsprodukte Augsburg KG
Postfach 10 16 47
Provinostraße 52
86153 Augsburg

Tel. 0821/5588-0
Fax. 0821/5588-285

Weblinks


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