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Freifunk Augsburg

augsburg.freifunk.net ist eine noch junge Initiative, die den Gedanken von Freifunk.net auch in Augsburg verbreiten möchte.

Hintergrund

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Auch in Augsburg gibt es freie Funknetze, die privat betrieben werden und fast kostenloses Surfen, Chatten, Telefonieren oder Onlinegames möglich machen. Damit entfällt die Unterordnung unter die Beschränkungen kommerzieller Anbieter.

Durch das Zusammenwirken vieler Augsburger soll unter Verwendung handelsüblicher WLAN-Hardware und spezieller Software ein möglichst stadtweites, freies Computer-(Funk-)Netzwerk entstehen, das den Teilnehmern selbst gehört.

Dadurch wird es unter anderem möglich, lokal Daten und Informationen zu übertragen (lokale Webseiten, Radio, Streams, lokale Tauschbörsen etc). Auch die Nutzung eines DSL-Anschlusses durch mehrere Teilnehmer ist möglich.

Das Ziel ist die Verbreitung lokaler Netzwerke, die Förderung lokaler Sozialstrukturen, die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Verhinderung der digitalen Spaltung der Gesellschaft. Es ist über Freifunk Augsburg möglich kostenlos über WLAN Daten auszutauschen, zu telefonieren, ein lizenzfreies Community-Radio aufzubauen und zu hören sowie Web-TV zu sehen.

Vom eigenen WLAN-Netz zum Community-Netz über Stadtteile, Städte und Regionen ist es also nur ein kleiner Schritt.

Technische Grundlagen

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Man kann solche freien Netzwerke auf verschiedene Weise aufbauen. In Freifunk Augsburg hat folgende Variante gewählt: Man bringt handelsübliche WLAN-Geräte in den ad-hoc-Modus und verwendet zusätzlich das proaktive Routingprotokoll OLSR (Optimized Link State Routing). In einem ad-hoc Netzwerk ohne OLSR könnte z.B. A nur mit B kommunizieren. A weiß nichts von C und D. In einem ad-hoc Netzwerk mit OLSR werden ständig Routen ausgetauscht, A weiß somit, dass er C oder D über B erreichen kann und benutzt dann also B als Relaystation. Um das Protokoll nutzbar zu machen, wurden von den Freifunk-Entwicklern einige Änderungen am originalen OLSR vorgenommen. Unter anderem wurden Mechanismen zum Bestimmen der Linkqualität zwischen einzelnen Nodes eingebaut und die Verteilung der Routinginformationen verbessert.

Normalerweise beträgt die Reichweite von WLAN höchstens einige hundert Meter, oft funktioniert es schon durch zwei Wände nicht mehr. Andererseits sind bei freier Sicht und mit guten Antennen durchaus auch mehrere Kilometer machbar. Leider ist Freifunk noch nicht besonders verbreitet in Augsburg. Auf der Freifunk-Webseite gibt es zwei Karten, die die Standorte von Freifunkern in Augsburg zeigen. In deren Nähe sollte man sich mit dem Freifunknetz verbinden können. Da einige Nodes aber an sehr günstigen Standorten hängen, wie z. B. auf dem BLLV-Studentenwohnheim? in Haunstetten oder am Hotelturm, kann Freifunk Augsburg theoretisch mindestens zig-Tausend Augsburger erreichen, sogar über Augsburgs Grenzen hinaus ist eine Verbindung möglich. Wer z. B. aus Richtung Norden, Osten oder Süden die oberen Stockwerke des Hotelturms sehen kann, hat sehr gute Chancen, das Freifunk-Signal zu empfangen. Am BLLV-Wohnheim strahlt ein Node Richtung Norden und deckt damit große Teile von Haunstetten ab.

Viele weitere Infos, was Freifunk ist, wie Freifunk eingerichtet werden kann, finden sich auf der Webseite der "Freifunker". Es gibt dazu auf der Seite auch hilfreiche Links und Tools. Außerdem trifft man sich regelmäßig zum Austausch.

Geschichte

Die Freifunk-Bewegung startete 2000 in London, kurz darauf in Berlin. Seit 2003 gibt es die Webseite freifunk.net, kurz darauf wurde eine Software veröffentlicht, die leicht zu installieren ist und seitdem zur Verbreitung der Freifunknetze in Deutschland beiträgt.

Anfang 2006 lernte Manuel Munz? beim Chaostreff Augsburg? die ersten beiden Mitstreiter kennen und die Gruppe beschloss, in Augsburg selbst aktiv zu werden. Im Juni 2006 ging die Internetseite augsburg.freifunk.net online und es wurden erste Access Points installiert, unter anderem auch einer auf einem hoch gelegenen Balkon am Hotelturm, was damals ein großer Schritt für Freifunk Augsburg war.

Seit August 2008 gibt es Einschränkungen bei der freien Augsburger Surferei. Bis dahin waren die meisten Nodes so konfiguriert, dass sie automatisch an unbekannte Gäste IP-Adressen vergaben und diese nach dem Akzeptieren der Nutzungsbedingungen (keine Garantie, keine Haftung, kein rechtswidriges Verhalten...) ins Freifunknetz und auch ins Internet kamen. Auf den Access Points wird darauf hingewiesen, dass Freifunk nicht Umsonstfunk bedeutet, dass von jenen, die nehmen, also auch erwartet wird, dass sie etwas zurückgeben. Leider kann man nicht gerade behaupten dass das so funktioniert hat. Die meisten Gäste wollten ins Internet und sich nicht mit Freifunk beschäftigen. Internet über ein Mesh wie Freifunk zu teilen, ist eine tolle Idee und auch eine wichtige Triebkraft zur Verbreitung solcher Netze. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Last nicht auf einigen wenigen verbleibt, wie es in Augsburg bis 2008 leider lief. Die Freifunker haben dann zunächst versucht durch eine Drosselung der Geschwindigkeit für Gäste Anreize zum Mitmachen zu schaffen, was nicht wirklich funktioniert hat, um dann im August Internetzugang für Gäste komplett abzustellen. Gäste können (derzeit) nur interne Seiten im Freifunk Augsburg sowie einige ausgewählte Seiten besuchen.

Angebote des Augsburger Freifunk-Netzes

Freifunk Augsburg bietet eine Plattform zur Vernetzung in Form der Freifunk-Homepage und diverser Kommunikationskanäle. Die Dienste von Freifunk Augsburg werden von Einzelnen angeboten. 2008 liefen mehr oder weniger dauerhaft: Streams mit freier Musik (z. B. Creative Commons), die auch über HTTP und FTP erreichbar ist. Über FTP können hier eigene Alben hoch geladen werden, die dann ebenfalls gespielt werden. Es gibt auch eine Webproxy, über die man im Tor-Netzwerk und anonym im Internet surfen kann. Der Augsburger Blog Aggregator sammelt Beiträge von Blogs rund um Augsburg ein und gibt sie, auch freifunkintern erreichbar, in übersichtlicher chronologischer Reihenfolge wieder. Weitere Dienste findet man im internen Freifunk-Wiki. Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, eigene Dienste im Netzwerk anzukündigen. Diese findet man dann unter dem Menüpunkt „Dienste“ auf fast allen Access Points. Die Augsburger Freifunker sind über ein VPN auch mit anderen Städten verbunden, in denen es Freifunk gibt, können also auch auf deren Dienste zugreifen.

Planungen

Geplant ist ein Domain Name System (DNS) innerhalb des Freifunk-Netzes aufzubauen. Momentan arbeitet man hier vor allem mit IP-Adressen. Das ist nicht besonders benutzerfreundlich. Desweiteren wird die neue Freifunk-Firmware auf Basis von OpenWrt Kamikaze bald fertig, damit werden dann wesentlich mehr Geräte unterstützt werden. Am Hotelturm soll demnächst eine Webcam installiert werden, damit mehr Leute die unlaubliche Aussicht von dort genießen können.

Kontakt

Derzeit treffen sich die "Freifunker" einmal im Monat donnerstags ab 19:00 Uhr in den Räumen des Augsburger Computer Forums e. V. (ACF):

Augsburger Computer Forum e. V.?
Frölichstraße 6
86150 Augsburg

Tel. 0821/4443021

Das Treffen ist öffentlich und jeder Interessierte ist herzlich eingeladen.

Weblinks


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