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FreD -
Frühintervention bei erstauffälligen Jugendlichen

Ein Modellprojekt zur Drogenprävention.

Fred in Augsburg

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Der Bund erprobte das Konzept "Frühintervention bei erstauffälligen Jugendlichen" in den Jahren 2000 bis 2002 in acht Bundesländern. Mit Erfolg. Das Ziel war, erstauffälligen Drogenkonsumenten Hilfe anzubieten, nicht weiter in die Drogenszene abzurutschen. Hier besteht noch die Chance, dass sich Verhaltensweisen nicht verfestigen. Man bespricht die Lebenssituation, versucht die Sozialkompetenz zu stärken und informiert über gesundheitliche Folgen des Drogenkonsums. Oft verweisen Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht an "FreD". Das Projekt ist in Augsburg seit 2005 in der Erprobung und bei der Drogenhilfe Schwaben angesiedelt. Fördermittel stellt der Freistaat Bayern zur Verfügung. Zuvor war es in München und in Freising? sehr erfolgreich. Das Ziel ist Hilfe vor Bestrafung. Erforderlich: das gute Ineinandergreifen von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendrichtern und der Suchthilfe.

Zielgruppe von "FreD" sind Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren, wobei etwa 80 Prozent der Teilnehmer männlich sind, was zeigt, dass in unserer heutigen Gesellschaft vor allem Männer immer mehr mit persönlichen Problemen zu kämpfen haben. "Fred" ist genau dort angesiedelt, wo Prävention in Repression übergeht. Oft ist "FreD" die Möglichkeit für Gerichte, Jugendliche vor härteren Strafen zu bewahren und ihnen die Möglichkeit zu geben, Schlimmeres zu verhindern. Bei Teilnahme an diesem Kurs wird das Strafverfahren eingestellt oder die Teilnahme wirkt sich strafmindernd aus.

Im Jahr 2006 hatte "`Fred" 125 Teilnehmer, wovon 16 freiwillig kamen. 106 blieben bis Ende des Kurses.

"FreD" muss im Gesamtzusammenhang der Gesundheitspolitik im Freistaat gesehen werden: Das Gesundheitsministerium stellt fest, dass viele Jugendliche mit Cannabis in den Drogenkonsum einsteigen. Es hält an der Formel fest: "Wer Cannabis-Konsum verharmlost oder ihm zu gesellschaftlicher Akzeptanz verhilft, bringt junge Menschen um ihre Chancen." In Bayern soll es keine Liberalisierung bei Cannabis geben. Jeder Ausstiegswillige soll aber Hilfe und Beratung finden. Deshalb hat man trotz der Einsparnotwendigkeiten für einen ausgeglichenen Haushalt in der Suchthilfe nicht gespart und den Haushaltsansatz im Jahr 2006 erneut um 100.000 Euro auf 5,8 Millionen Euro erhöht.

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