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Frauenpolitik

Allgemeines

Ein wichtiges Thema der Frauenpolitik ist die Gleichstellung von Mann und Frau. Schritte dazu waren die Einführung des Frauenwahlrechts 1919, die Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern 1949 im Grundgesetz, das Gesetz von 1977, das die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit der Ehefrau ohne Einwilligung des Ehemannes ermöglichte und das Gewaltschutzgesetz von 2002.

Allerdings braucht es immer noch Schritte, um eine echte Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu erreichen. Zum Beispiel beim Zugang zu Führungspositionen, bei der gleichen Bezahlung von Männern und Frauen, im Niedriglohnsektor und in der Teilzeitarbeit, wo beide Male überwiegend Frauen beschäftigt sind.

Frauenpolitik in Augsburg bedeutet, gegen die Geschlechterungerechtigkeit in der Stadtregierung und in der Stadtverwaltung anzugehen, wo viel weniger Frauen als Männer führende Posten bekleiden. Selbst im Stadtrat von Augsburg sitzen etwa dreimal mehr Männer als Frauen. Vorbild könnte hier die Universität Augsburg sein, die 2012 eine Universitäts-Chefin bekam. Aber immer noch gibt es auch in Augsburg keine Chancengleichheit für Frauen. Auch beruflich nicht, denn noch gibt es nicht in allen Augsburger Firmen Gleitzeit, Homeoffice, betriebliche Kinderbetreuung, Eltern-Kind-Arbeitszimmer ...

Geschichte

2013 erhob der "Fortschrittsbericht der Bundesregierung", dass über die Hälfte der Frauen, die nicht arbeiten, das gerne täten und etwa 20 % der teilzeitbeschäftigten Frauen gern mehr arbeiten würden, wenn es genug Kinderbetreuungsmöglichkeiten gäbe.

Details

Augsburg hat eine Beauftragte zur Gleichstellung von Frauen und Männern. In der Stadtverwaltung ist die gezielte Förderung von Frauen nach wie vor notwendig. 2017 arbeiteten insgesamt ca. gleich viele Frauen bei der Stadt Augsburg wie Männer, aber immer noch galt der Grundsatz: Je höher die Ebene, desto geringer der Frauenanteil. Auch wenn sich in den letzten 5 Jahren die Anzahl der Amtsleiterinnen von 4 auf 8 verdoppelt hat, liegt der Frauenanteil im hervorgehobenen Führungsbereich insgesamt immer noch bei nur 20%. Hinzu kommt, dass überwiegend Frauen in Teilzeit, in befristeten Beschäftigungsverhältnissen sowie in den unteren Lohngruppen arbeiten sowie zudem weniger und niedrigere Leistungsprämien an Frauen vergeben werden.

Auch Arbeitsplatzbeschreibungen müssen im Hinblick auf Teilzeitarbeit und Homeoffice stärker umgestellt werden. Die Stadt hat ein großes Reservoir von Frauen im sog. Mittelbau. Perspektiven entwickeln sich beispielsweise wenn keine Angst davor besteht, eine Führungsstelle aufgrund der Arbeitsbelastung überhaupt anzustreben. Teilzeitmodelle und Homeoffice sind hier die Schlüsselworte, um die Flexibilität zu gewährleisten, die für Frauen als Familienmanagerinnen nötig ist.

Adresse

Beauftragte zur Gleichstellung von Frauen und Männern
Rathausplatz 1
86150 Augsburg

Tel. 0821/3242138
Fax. 0821/3246253
E-Mail: [email protected]

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