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Förderwerk Sankt Elisabeth Augsburg

Eine Einrichtung zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration von Behinderten oder benachteiligten Menschen, die von der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augburg e. V.? getragen wird.

Allgemeines

Das Berufsförderungswerk macht Angebote zur beruflichen Diagnostik, Qualifizierung und Unterstützung und versucht Konzepte für Beeinträchtigte und Behinderte zu entwickeln und umzusetzen, wobei diese Menschen selbst an der Gestaltung dieser Konzepte beteiligte sind.

Junge behinderte und benachteiligte Menschen sollen unterstützt werden, sinnerfüllt und möglichst selbstverantwortlich leben zu können, um sich in die Berufs- und Arbeitswelt und die Gesellschaft eingliedern zu können. Nationalität, Religion oder Konfession der Jugendlichen spielen dabei keine Rolle.

Geholfen wird hier jungen Menschen ohne Berufsausbildung, die vorher eine Förderschule oder mit mäßigem Erfolg die Hauptschule besucht haben. Ihnen wird eine Berufsausbildung im Berufsbildungswerk angeboten. Zuvor können sie, falls nötig, zur Berufsfindung oder Berufsvorbereitung kommen. Auch jungen Auszubildenden aus Betrieben der Region wird geholfen, wenn sie vorher eine Förderschule besucht haben und mit dem Lerntempo in der regulären Berufsschule Problem haben: Sie können die Prälat-Schilcher-Berufsschule besuchen. Und Menschen, die seit längerer Zeit keinen Arbeitsplatz finden, werden für die Arbeit trainiert.

Geschichte

Im Jahr 1921 gründete die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. in Dürlauingen? im Landkreis Günzburg das so genannte Nikolausheim, wo Pionierarbeit bei der Ausbildung junger Menschen mit Lern- und Mehrfachbehinderungen geleistet wurden. Daraus entstand nach dem Zweiten Weltkrieg bundesweit das erste Berufsbildungswerk im Jahr 1978, als man aufgrund der vorhergehenden Erfahrungen das Berufsbildungswerk Augsburg gründete und in angemieteten Räumen mit der Ausbildung begann.

In den Jahren danach baute man den Gebäudekomplex in der Fritz-Wendel-Straße?, der 1981 eröffnet wurde.

Im Jahr 1992 gab man der Berufsschule den Namen Prälat-Schilcher-Berufsschule. Damit wollte auf die Verdienste des ehemaligen Direktors der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V. bei der Gründung des Berufsbildungswerks Augsburg hinweisen.

Weil die Angebote der Einrichtung immer mehr über das Berufsbildungswerk Augsburg hinausgingen, fasste man alle Angebote zusammen und gab 1997 dieser Institution den Namen Förderwerk Sankt Elisabeth Augsburg.

Die TÜV Management Service GmbH zertifizierte das Qualitätsmanagementsystem zum ersten Mal am 22.10.1999. Seither wurde das Qualitätsmanagementsystem im Förderwerk St. Elisabeth jedes Jahr überprüft vom TÜV Management Service rezertifiziert.

Im September 2014 stellte das Förderwerk Sankt Elisabeth einen Kürbis mit dem Namen "La concha" vor, der 753 Kilogramm schwer war. Der dort gezüchtete Kürbis war das fünftschwerste Exemplar in Europa, das viertschwerste in Deutschland und hatte einen Umfang von mehr als 5,50 Meter.

Details

Die Maßnahmen des Förderwerks werden normalerweise von der Bundesagentur für Arbeit, andere Rehaträgern, kommunalen Arbeitsgemeinschaften bzw. bei schulischen Maßnahmen vom Freistaat Bayern? im Rahmen seines schulischen Bildungsauftrags getragen.

Das Förderwerk St. Elisabeth ist nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert und arbeitet nach anerkannten Qualitätsstandards. Das Förderwerk St. Elisabeth war unter den ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland, die ihre Arbeitsabläufe und ihre Organisation von externen Gutachtern überprüfen ließen. Die Prälat-Schilcher-Berufsschule war die erste Schule im Regierungsbezirk Schwaben, die diese Überprüfung vornehmen ließ und damit das entsprechende Zertifikat vorweisen konnte. Die Qualität der Arbeit im Förderwerk St. Elisabeth ist also formal festgelegt durch das Qualitätsmanagementsystem (QMS) der Einrichtung, das ständig weiterentwickelt wird.

Das Förderwerk ist eine Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft und weiß sie sich deshalb dem christlichen Menschenbild und den Grundwerten, die christlichem Denken und Handeln entsprechen, verpflichtet.

Berufswahl, berufliche Qualifizierung und Eingliederung sieht das Förderwerk in einem Zusammenhang mit der individuellen Lebensgeschichte. Darin ist der Beruf nicht Selbstzweck, sondern Hilfe zur Selbstverwirklichung, so dass darin Sinn gefunden werden kann, sich der Mensch soziale Anerkennung schafft und eine persönliche Erfüllung findet.

Die Angebote reichen von schulischer Zusatzförderung in Kleingruppen bis zu psychologisch-therapeutischen Einzelmaßnahmen. Um Angebote zu einer individuellen Qualifizierungsplanung zusammenzustellen, muss zunächst der Bedarf ermittelt werden. Das geschieht zum einen durch erfahrene Mitarbeiter im Umgang mit den Jugendlichen im Arbeitsgeschehen, zum anderen durch die so genannte Eignungsanalyse, ein umfangreiches Diagnosesystem, das ein Qualitätsmerkmal der Einrichtung ist und bei der Belegung durch die Agentur für Arbeit als wichtiges Argument dient. Das Erreichen der Ausbildungsreife ist oberstes Ziel aller Maßnahmen im Förderwerk ihre Merkmale sind Gegenstandsbereich der Diagnostik.

Die Angebote an die Jugendlichen haben eine unterschiedliche Intensität und eine unterschiedliche Dauer, je nachdem, welche Fähigkeiten vorhanden sind und wie die individuelle Förderung aussehen muss.

Man bildet im Förderwerk nicht nur in anerkannten Berufen aus, sondern setzt sich auch für die Anerkennung und Schaffung von Berufen speziell für Behinderte ein (Beispiel „Beikoch“). Das Förderwerk hat eigene Werkstätten und kann bei Bedarf Jugendliche in einem zur Einrichtung gehörenden Heim unterbringen.

Das Förderwerk St. Elisabeth hat folgende Teileinrichtungen und führt folgende Maßnahmen durch:

Adresse

Förderwerk St. Elisabeth
Fritz-Wendel-Straße? 4
86159 Augsburg

Tel. 0821/59790
Fax. 0821/5979115
info(@)sanktelisabeth.de

Berufsbildungswerk
im Förderwerk St. Elisabeth
Fritz-Wendel-Straße? 4
86159 Augsburg

Tel. 0821/59790
Fax. 0821/5979115
info(@)sanktelisabeth.de

Prälat-Schilcher-Berufsschule
Fritz-Wendel-Straße? 2
86159 Augsburg

Tel. 0821/5979 231
Fax. 0821/239
info(@)praelat-schilcher-berufsschule.de

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