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Fischerholz

eine Siedlung in Augsburg Oberhausen-Nord? an der Grenze zu Gersthofen

Allgemeines

Das Fischerholz in Oberhausen-Nord? wird in etwa von der Marie-Juchacz-Straße?, dem Langweider Weg, der Äußeren Uferstraße? und dem Westendorfer Weg? begrenzt.

Das Fischerholz hat in Augsburg den Ruf, dass hier zum Einen diejenigen leben, die niemand zum Nachbarn haben will, und zum Anderen diejenigen, die sich nicht in ein "normales" integrieren lassen. Viele der Bewohner des Gebietes beziehen Harz IV und andere Sozialleistungen. Das heutige Gesicht erhielt die Siedlung ab den 1970er Jahren.

Die Aussage "Der kommt ja aus dem Fischerholz" bedeutete in Augsburg viele Jahrzehnte, dass es sich um einen Angehörigen der Sinti und Roma handelt, die hier lebten.

Geschichte

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zählte man auch einen Teil der heutigen Schönbachsiedlung zum Fischerholz. Seit 1963, als die Schönbachsiedlung ihren Namen erhielt, endet der Süden des Fischerholzes am Langweider Weg.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich im Fischerholz Sinti und Roma nieder. Zwar hatte die Stadt Augsburg hier nur einen Platz für Wohnwagen genehmigt, doch duldete sie feste Gebäude. Mit der Zeit verschlechterten sich die hygienischen Verhältnisse im Fischerholz so sehr, dass die Stadt Augsburg 1976 den Fischerholz-Bewohnern zehn Billig-Wohnblocks für 650.000 DM errichtete und eine Beratungsstelle einrichtete.

Noch in den 1990er Jahren waren die Zustände im Fischerholz prekär. Die billig errichteten Wohnblocks, in denen man für 55 Quadratmeter 160 DM zahlte, faulten und schimmelten vor sich hin. Für 50 Bewohner gab es einen Wasseranschluss und acht Toiletten. Kein Wunder, dass hier der soziale Aufstieg so gut wie unmöglich war und das Fischerholz als Abstellplatz für Menschen galt, die in einer leistungsorientierten Gesellschaft keinen Platz hatten.

2013 zeigte sich der Stadtrat Dieter Benkard? entsetzt und meinte, die Menschen dort lebten wie auf einer Müllkippe. Er forderte, die "menschenunwürdigen Unterkünfte" im Fischerholz zu schließen. Das gab der Stadt den Anstoß, wieder mehr für das Fischerholz zu tun.

Details

An der Äußeren Uferstraße? stehen 20 städtische Obdachlosenwohnungen?. Elektrizität wird hier gegen Vorkasse geliefert. Hier ist für viele Menschen in Augsburg Endstation auf dem Weg nach unten. Nur wenige schaffen es mit Unterstützung etwa von Wohlfahrtsverbänden?, wieder in eine Wohnung in einem anderen Stadtviertel? zurückkehren.

Vom Fischerholz kann man schnell an das Mündungsdelta von Wertach, Stadtbach? und Lech gelangen. Hier liegt eine breite Kiesbank, wo man die meiste Zeit des Jahres den Mündungsarmen der drei Gewässer nahe kommen kann. Im Osten gegenüber liegt die Wolfzahnau, ein teilweise noch unberührtes Stück Natur im Norden Augsburgs. Hier liegt auch das gründerzeitliche Wasserwerk Wolfzahnau? über dem Stadtbach?. Noch etwa 50 Meter weiter im Osten sieht man die Wohnblöcke der Firnhaberau, die man aber nur über etwa zehn Kilometer Straße erreichen kann.

Lage


Weblinks


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