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Fiebig, Gerald

Augsburger Autor, DJ, Audiokünstler und Veranstaltungsmacher.

Leben und Wirken

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Geboren wurde Gerald Fiebig 1973.

Er wohnt in Augsburg.

In Augsburg und Brighton studierte er Vergleichende und Französische Literaturwissenschaft sowie Philosophie.

Heute arbeitet er als Buchredakteur und Verlagslektor in München und Augsburg (seit 1999), Betreiber des Musikfanzines und Labels Gebrauchte Musik?, Mitglied der Hausmusik-Gruppe Jesus Jackson und die Grenzlandreiter?, Geräuschkomponist und Lyriker. Als Arbeitsschwerpunkte nennt er Fieldrecording, elektroakustische Improvisation und Site-specific Performance.

Seit 2003 tritt er in wechselnden Konstellationen auf, seit 2006 besonders als Duo für elektroakustische Improvisation? mit Gerhard Zander?.

Seit 2007 veranstaltet Gerald Fiebig zusammen mit Martin Schmidt? die echokammer?, eine Veranstaltungsreihe für Grenzbereiche von akustischer Kunst, Musik und Literatur.

Werk

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Gerald Fiebig schreibt Gedichte, Erzählungen und Romane. Seine Texte sind in zahlreichen Büchern veröffentlicht. Daneben erscheinen sie in zahlreichen Zeitschriften (etwa "Gegner", "EDIT" und "ndl") und Anthologien.

Von 1991 bis 2001 war er Mitherausgeber der Literaturzeitschrift zeitriss.

Seit 1992 wirkt er im Geräuschpop-Projekt die grenzlandreiter? mit, zusammen mit Mathias Huber?. Mit Mathias Huber? und Jürgen Jäcklin? betreibt er seit 1998 das LoFi-Pop-Projekt Jesus Jackson und die grenzlandreiter?.

Seit 2006 wurden mehrere Arbeiten auf Festivals wie „Synthèses“ (Bourges/Frankreich), LAB30 (Augsburg), dem „Erlanger Hörkunstfestival“, „Zeppelin“ (Barcelona/Spanien) und „Puente Sonoro“ (Manizales/Kolumbien) aufgeführt. Ebenfalls 2006 führten die grenzlandreiter? die Klangperformance „Akustisches Denkmal für Walter Klingenbeck“ im Rahmen der Reihe „Ortstermine – Kunst im öffentlichen Raum“ in München auf.

Ab 2007 folgen Hörspielarbeiten für verschiedene freie Radios und Mitarbeit in der Hörspielredaktion von Radio LORA?, München.

2007 sendete der Bayerische Rundfunk? das Kurzhörspiel „grenzen los trommel“ von Gerald Fiebig und Ibrahim Kaya.

Neben einigen auf dem eigenen Label gebrauchtemusik.de veröffentlichten Alben mit dem Pop-Projekt Jesus Jackson und die grenzlandreiter? erschienen die CDs „The Medium is the Massacre“ (die grenzlandreiter?, 2001) und „Dissecting-table“ (Gerald Fiebig/Pille Weibel, 2003) auf Mandarangan Recordings/Chicago.

Im Juni 2008 erschien Gerald Fiebigs erste Soloveröffentlichung „Public Transport. Musique anecdotique in memoriam Luc Ferrari“ auf dem Label fieldmuzick.

Seit September 2008 zeigen Gerald Fiebig und Gerhard Zander? ihre Arbeiten auch auf youtube.

Die Texte von Gerald Fiebig bieten Sprachkunst, die sich nicht auf Anhieb erschließt, gerade so aber fesselt. Seine Lyrik ist voller Witz und Wut. Die Texte stellen sich der Wirklichkeit, wie sie ist. Und das eigenwillig und in einer unverkennbaren Art. Es gibt keine Harmonie in seinen Bildwelten, seiner kantiken Rhythmik. Der Alltag tut weh.

Gerald Fiebigs Texte sind stark von seiner Arbeit am Mischpult inspiriert, Sampling ist eins der eingesetzten Stilmittel. So fließt alles in den Texten zusammen, gemixt zu einem Alptraum, der Wirklichkeit heißt.

Preise und Ehrungen

1995 erhielt er den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur als Mitglied der Redaktion der Literaturzeitschrift Zeitriss zusammen mit den Redaktionskollegen Jürgen Jäcklin?, Horst Thieme und Matthias Wagner?.

2002 Nominierung für den Dresdner Lyrikpreis.

2004 Preis der Literaturzeitschrift TORSO für Texte über Musik, Kompositionspreis des Sound-Art-Net-Work (neben Gerhard Zander? und den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Literatur.

2005 Vorauswahl zum Leonce-und-Lena-Preis.

2007 wurde die gemeinsame Arbeit mit Gerhard Zander? "Kennzeichnung von Zusatzstoffen" für den Preis des Institut de Musique Electroacoustique de Bourges nominiert.

2008 wurde Christoph Schwarz beim Leipziger Hörspielsommer 2008 als Bester Autor ausgezeichnet. Für das beurteilte Hörspiel "Letzte Bilder" von Christoph Schwarz erarbeitete Gerald Fiebig das Sound-Design.

2013 Kunstförderpreis der Stadt Augsburg in der Sparte Bildende Kunst

Veröffentlichungen

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  • kriechstrom, Gedichte, 1996
  • rauschangriff, Gedichte & Remixes, 1998 (vergriffen)
  • erinnerungen an die 90er jahre, Gedichte, 2002
  • normalzeit, Gedichte, 2002
  • tracks & blauer dunst, Sprech-CD, 2002
  • Soundtracks, Erzählung, 2003
  • zweistromland, Gedicht, 2004 (zusammen mit Ibrahim Kaya)
  • geräuschpegel, Gedichte, 2005
  • schall & rauch, CD mit vertonten Gedichten, 2005

Weblinks


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