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Festival der 1000 Töne

Ein Multikulti-Festival mit einer interkulturellen Veranstaltungsreihe in Augsburg.

Allgemeines

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Das Festival der 1000 Töne beschließt jedes Jahr den offiziellen Augsburger Kulturkalender mit rund 30 Veranstaltungen und hat eine lange Tradition. Das Festival will die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, die Augsburg als multikulturelle Stadt prägen, auf die Bühne bringen. Heterogenität soll als Bereicherung erlebt werden. Auf dem Festival soll vor allem der Themenkomplex "Orient und Okzident" in den Vordergrund gerückt werden.

Das Festival der 1000 Töne will die Friedensstadt Augsburg thematisieren und ist neben dem Festival der Kulturen und dem Hohes Friedensfest das wichtigste Projekt der Stadt Augsburg als Teil der Friedens- und Interkulturprojekte. Wie die anderen Friedensaktionen soll es zeigen, dass Augsburg offen ist für die Kulturen der Welt.

Die Stadt bemüht sich mit diesem Festival, den inhaltlichen Kern des Augsburger Religionsfriedens neu zu interpretieren. Es geht ihr darum, eine europäische Friedensstadt zu werden, in der "Parität" und "Partizipation" nicht nur Schlagworte sind, sondern in der heterogenen Bürgerschaft Wirklichkeit werden. Im Festival soll das sinnlich zu erfahren und in Diskussionen erarbeitet werden. Deshalb stehen im Veranstaltungsprogramm künstlerische, kulturpolitische, soziokulturelle und theoretisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Stadtgesellschaft auf der Agenda. „Migration ist keine Gefährdung der Kultur, sondern die Quelle von kultureller Entwicklung“, lautet die These des Festivals im Gegensatz zu manchen negativen Überzeichnungen von Zuwanderungsherausforderungen.

Geschichte

2010 lag der Schwerpunkt des Festivals auf der künstlerischen und kulturellen Auseinandersetzung mit dem Thema "Orient & Okzident" und den europäischen Fantasien, Vorurteilen und (Alp)Träumen des Morgenlands. Seit der Antike bis in die Gegenwart wurde die Vorstellung des Orients in Musik, Malerei und Architektur, aber auch in populärer Kultur, Massenmedien, Politik und Wissenschaft durch Bilder, Vorstellungen und Ideologien gespeist, die zwischen einer Welt von geheimen Wünschen, verbotener Erotik, exotischer Abenteuerromantik und politischem Chaos, religiöser Tyrannei und fundamentalistischem Terror schwanken. Die über Jahrhunderte hinweg bis heute ideologisch aufgeladene Faszination in Form des westlichen "Orientalismus", insbesondere in der Kunst, Wissenschaft und in den Popularkulturen, stand im Mittelpunkt. Dabei wurden auch die vielfältigen jüdischen, christlichen und muslimischen Kulturen des Mittelmeerraums und des Balkans, ihr Austausch, ihre Konflikte und Konfrontationen und insbesondere ihre Verschmelzungen im Prozess der großen Migrationen und der Globalisierung betrachtet. Ebenfalls im Jahr 2010 richtete das Festival mit "Transkult – Urban Cultures" der Vielfalt der heutigen Stadtgesellschaft und ihren jeweiligen Ausdrucksformen ein eigenes Podium ein.

Details

Das Festival ist eine künstlerische Plattform unterschiedlicher kommunaler Kulturinstitutionen, aber auch eine Art Netzwerk bürgerschaftlicher Kulturinitiativen mit und ohne Migrationshintergrund. Gemeinsam wird auf dem Festival nach Perspektiven und Konzepten von Kunst und Kultur in der multikulturellen Stadt gesucht. Dadurch ist das Festival ein Symbol für die Forderung nach interkulturellem Dialog, gesellschaftspolitischer Inklusion und Anerkennung des Unterschiedlichen.

Inhaltlich gefüllt wird das Festival durch Konzerte aus Pop, Klassik, Hip Hop, Weltmusik, Crossover, durch Theater, Kabarett, Tanz, Literatur, Performances, Workshops und Tagungen. Ein breiter Programmmix, der globale Trends in Augsburg erden will. Er vermittelt zwischen den vielfältigen kulturellen und sozialen Wirklichkeiten in Augsburg. Lokale interkulturelle künstlerische und soziokulturelle Potentiale werden hier aufgegriffen und gefördert. Der Kulturbegriff hinter dem Festival ist dynamisch. Das bedeutet, er dokumentiert nicht nur musikalische Traditionen, Folklore und ethnische oder kulturelle Besonderheiten, sondern sehr stark den Wandel der Kulturen und der Künste. Versucht wird das damit, dass populäre großstädtische Crossover-Musikformen und "subkulturelle" Jugendszenen in den Dialog mit der institutionalisierten "Hochkultur" gesetzt werden. So wird die Kulturleistung der modernen Stadt aus den Nischen geholt und veröffentlicht, damit so eine "Zivilisierung der vielen Differenzen" stattfinden kann. Das Vielfältige soll hier gesellschaftliche Anerkennung und kulturelle Inklusion finden, damit die zentrifugalen Kräfte der segmentierten Stadt nicht zu Abgrenzung, sondern zum Miteinander führt. Kultur dient hier als Mittel zur Teilhabe und als demokratische Kraft bei der friedlichen Gestaltung der Vielfalt.

Das Festival findet immer im Herbst statt und ist ein Veranstalternetzwerk aus Kulturhaus Kresslesmühle in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg?, dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg Schwaben, dem Kulturamt?, Projektbüro für Frieden und Interkultur, Theater Augsburg, dem Philharmonischen Orchester Augsburg?, dem Jungen Theater Augsburg, der Kurhaustheater GmbH?, der bayerischen kammerphilharmonie, der Fachstelle für Integration und Interkulturelle Arbeit im Referat Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten der Stadt Augsburg, dem Popkulturbeauftragten der Stadt, dem Projekt MEHR MUSIK!, dem Theaterpädagogischen Zentrum im Kulturpark West, dem KarmaN e.V. - Verein zur Förderung interkulturellen Austauschs?, dem Kültürverein Augsburg, der Interkulturellen Akademie Augsburg? und dem Internationalen Kulturzentrum Augsburg e. V.?.

Langjähriger Festivalleiter ist Hansi Ruile, dem es immer wieder gelingt, Musik-, Theater-, Kabarett-, Tanzaufführungen, Lesungen, Tagungen und Workshops zusammengetragen. Diese finden an unterschiedlichsten Spielorten statt: von der Synagoge bis zum Bayerischen Textil- und Industriemuseum (tim). Weitere prominente Spielstätten sind der Goldene Saal im Renaissancerathaus, der Rokokosaal der ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz? am Dom?, der Kleine Goldene Saal des ehemaligen Jesuitenkollegs? und die Kongresshalle.

Ein beliebter und traditionsreicher Veranstaltungspunkt sind die Klezmernächte in der Synagoge.

Die 2010 eingerichtete Plattform "Transkult" präsentiert vor dem Hintergrund der aktuellen Wirklichkeiten die Vielfalt der Kulturen, nicht nur in nationaler, ethnischer und religiöser Hinsicht und alle ihrer Verschmelzungen, sondern auch die vielen künstlerischen Ausdrucksmittel der unterschiedlichen Milieus, Szenen und Lebensstile in einer globalisierten Welt jenseits der kulturellen Globalisierung der Massenmedien.

Weblinks


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