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Familienbad

auch Plärrerbad genannt, weil es direkt am Augsburger Plärrer liegt

Allgemeines

Das Familienbad Augsburg wird von Familien, aber auch von Schulen? und Vereinen genutzt. Weil es von Schulen? genutzt wird, gibt es bei Sanierungen durch die Regierung von Schwaben Zuschüsse.

Geschichte

Das Familienbad Augsburg geht auf das Jahr 1826 zurück. Damals ordnete der bayerische König an, dass seine Soldaten das Schwimmen erlernen sollten. In Augsburg erhielten die Offiziere zu diesem Zweck einen Platz an der ehemaligen Wolfshalle, "einem Hochwasserablass des Senkelbachs". Hier erbaute das Militär ein Schwimmbecken.

1827 Einweihung der ersten Augsburger Badeanstalt mit dem Namen "Militärschwimmschule des königlich bayrischen Infanterieregiments Prinz Carl".

Ab 1848 nutzte man den Bereich, der das ehemalige kostenlose Freibad darstellt und heute das Beach-Volleyballfeld trägt, als Männer- und Knabenschwimmschule.

1912 erweiterte man den bisher für die Männer bestimmten Schwimmbereich zum "Familienbad".

Das heutige Familienbad wurde 1959 erbaut.

Im Jahr 2003 wollte die Stadt Augsburg das Familienbad aus finanziellen Gründen schließen. Dagegen erhob sich aus der Bürgerschaft Widerstand, den Rainer Schönberg von den Freien Wählern? und andere organisierten. Man sammelte 13.000 Unterschriften gegen die Schließung und drohte mit einem Bürgerbegehren, was die Stadtregierung zum Umdenken und zur Sanierung des Familienbades veranlasste. Immer deutlicher wurde, dass das Bad saniert werden musste.

Im August 2011 wurden etwa 300 Plastikstühle aus dem Bad entwendet, die für eine Veranstaltung des Freiluftkinos gedacht werden.

Im Oktober 2012 machte der damalige Stadtkämmerer? Hermann Weber? (Neue CSM) dem Stadtrat einen Sanierungsvorschlag für das Plärrerbad. Er bezifferte die Kosten auf 3,7 Mio. €. Vom Freistaat Bayern? sollte ein Zuschuss von 1,5 Mio. € kommen, weil das Bad von Schulen? genutzt wird. Blieben 2,2 Mio. € Kosten für die Stadt Augsburg. Das Geld aufzubringen lohne sich, denn das Bad verursache hohe Energiekosten. Durch eine Sanierung und energetische Verbesserung könne man in 20 Jahren 2,9 Mio. € einsparen. Später wurde von 4,6 Mio. € Sanierungskosten gesprochen.

In den Jahren 2013 und 2014 wurden Gespräche über die Gesamtkosten der Sanierung des Familienbades und Zuschüsse vom damaligen Sportreferenten? Peter Grab (Pro Augsburg) und dem früheren Finanzreferenten Hermann Weber? (CSM?) mit der Regierung von Schwaben geführt.

Schon im Juni 2014 wies die Regierung von Schwaben darauf hin, dass die von der Stadt angegebenen Gesamtkosten von 4,6 Millionen € nicht einzuhalten sein dürften. Aus baufachlicher Sicht seien bei einer technisch so anspruchsvollen Sanierung, wie hier gegeben, weitere Mehrkosten nicht auszuschließen. Da die Förderobergrenze fast erreicht sei, müsse die Stadt das weitere Kostenrisiko alleine tragen.

Juni 2016 stellte sich heraus, dass die energetische Sanierung des Plärrerbads die Stadt Augsburg etwa 800.000 Euro teurer kam als ursprünglich angesetzt. Dieser Betrag muss von ihr allein gezahlt werden. Die Baumaßnahme kostete Augsburg statt der von Hermann Weber? bezifferten 3,7 Mio. € bis 2016 etwa 5,4 Millionen. Der Stadtrat genehmigte die Mehrkosten, die von anderen Haushaltsstellen aufgefangen werden sollten. So sollte Geld, das für die Sanierung des Kanu-Bundesleistungszentrums nicht ausgeschöpft wurde, für die Sanierung des Familienbades fließen. Nach Recherchen der Augsburger Allgemeinen waren die Mehrkosten auf schlechte Ausschreibungsergebnisse, eine Anhebung des Wasserstandes um 60 Zentimeter und ein entsprechender Beckenumbau sowie die Ausserachtlassung von 5,7 Prozent anteiliger Mehrwertsteuer für die Schulnutzung bei der Planung zurückzuführen.

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