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FCA

Eigentlich FC Augsburg. Auch FC Lummerland genannt, weil die Augsburger Puppenkiste eine Kooperation mit dem Verein hat.

Allgemeines

Seit dem Aufstieg des FCA in die 2. Bundesliga im Jahr 2006 ist der Verein auf dem Weg nach oben und ein wichtiges Thema in Augsburg. Der Verein trägt als eine Art Werbeträger die "Marke" Augsburg über die Stadt und die Umgebung hinaus. Die Erfolge der ersten Saison 2006/2007 in der 2. Bundesliga sind beachtlich, so dass das Image des Vereins positiv für Augsburg wirkt. Weitere Vorteile des Aufstiegs in die Bundesliga für Augsburg sind z. B. die höheren Steuern, die aufgrund gestiegener Erträge fällig werden, oder die Schaffung von direkten und indirekten Arbeitsplätzen.

Der Verein will sich im Profi-Fussball etablieren, hat ein neues Stadion gebaut und versucht die wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen. Dazu wirbt man um Sponsoren, Mäzene, Investoren und nicht zuletzt um Mitglieder. Etwa 950 Mitglieder hatte der Verein Ende 2006.

Geschichte

1960er Jahre

1969 fusionierte der TSV Schwaben Augsburg? mit dem BC Augsburg? zum FCA.

Nachdem Helmut Haller aus Italien zurückgekehrt war und beim FCA spielte, hätte der Verein 1974 fast die Bundesliga erreicht.

1994 schaffte der Verein mit Armin Veh? als Trainer die Bayernliga? -Meisterschaft.

2000 bis 2010

Im Jahr 2000 übernahm Walther Seinsch den Posten des Vereinschefs.

2001 spielte der Verein in der viertklassigen Bayernliga?. Es gab nur wenige Fanclubs.

Im Juli 2009 wurde der neue Hauptsponsor sc24.com bekanntgegeben. 2009 wechselte Simon Jentzsch zum FCA, der Torwart, der mit einer starken Augsburger Abwehr ein wichtiger Mosaikstein des Erfolgs 1. Bundesliga wurde.

Im Jahr 2009 plante der FCA im Schnitt 17.500 Zuschauer für die impuls arena. Diese Planzahl wurde jedoch nicht erreicht. An Dauerkarten einschließlich Logen und Business-Seats wurden etwa 6.000 verkauft.

Anfang Februar 2011 beklagten der damalige Manager Andreas Rettig? und der damalige Trainer Jos Luhukay das brutale Spiel in der Bundesliga und den DFB, der aus ihrer Sicht nichts gegen die Gefährdung der Spielergesundheit unternähme. Es passiere im Grunde nichts bei brutalen Fouls und oft ließe man es zu, dass nach dem Spiel durch Verharmlosung der Gewalt in den Medien Opfer zu Tätern gemacht würden.

Ein Highlight der Vereinsgeschichte war am 11. Februar 2010 im DFB-Pokal der Sieg über den Bundesligisten 1. FC Köln in der ausverkauften impuls arena.

Im Halbfinale um den DFB-Pokal unterlag der Verein dem Erstligisten Werder Bremen am 23. März 2010 mit 0:2.

Im Mai 2010 führte der FCA die Elektromobilität ein. Zum einen bekamen die Fans die Möglichkeit, ihre E-Bikes oder E-Roller direkt vor der SGL Arena? an einer Elektro-Ladestation vollzutanken. Zum anderen begann der FCA selbst umweltfreundlich mit Elektroautos zu fahren. Die Stadtwerke Augsburg, das Autohaus Augsburg, die Andreas Schmid-Logistik? und Siemens? unterstützten das Projekt.

2011 bis 2015

Am 8. Mai 2011 schoss Stephan Hain? den FCA gegen den FSV Frankfurt in der 85. Minute in die 1. Bundesliga. Es war das letzte Heimspiel der Saison - gegen den FSV Frankfurt. Damit wurde der FCA der 51. Verein, der es in der bis dahin 48-jährigen Geschichte der 1. Bundesliga schaffte, in dieses deutsche Fußball-Oberhaus zu gelangen. Als der FCA in die erste Bundesliga aufstieg, konnte er zwar prägende Spieler wie Uwe Möhrle?, Michael Thurk?, Sascha Mölders? oder Nando Rafael? vorweisen, hatte jedoch keine Stars. Und mit etwa 30 Millionen Etat hatte er am wenigsten Geld in der Ersten Liga. Der Aufstieg des FCA in die 1. Bundesliga bedeutete viele positiven Auswirkungen auf die Stadt (u. a. im Tourismus, im Stadtmarketing, im Selbstbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger etc.). Von 3.000 Mitgliedern schoss die Clubmitgliedschaft innerhalb einer Woche auf über 5.000 Mitglieder.

Nachdem der FCA zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die 1. Bundesliga aufgestiegen war, gab der Verein im Mai 2011 die Umstellung des Preissystems auf ein Brutto-Preismodell bekannt, in dem nur noch bei Internetbestellungen oder Bestellungen über die Ticket-Hotline Versandgebühren fällig werden, sonst aber keine Vorverkaufs-Gebühren mehr anfallen. Ebenfalls im Mai 2011 gab der Verein bekannt, dass es bei ausgewählten Spielen einen „Top-Zuschlag“ und beim Ticketkauf an der Tageskasse eine Gebühr geben sollte.

Nach dem Aufstieg des FCA in die 1. Bundesliga begann man im Verein Strukturen zu schaffen, die losgelöst von handelnden Personen wie etwa Andreas Rettig? oder Walther Seinsch funktionieren sollten. Bis dahin war es vor allem die Arbeit dieser beiden Personen, die den FCA innerhalb kurzer Zeit vom Amateurfußball in den Profifußball katapultierten.

Bis Juli 2011 hatte der Verein schon 17.500 Dauerkarten für die erste Erstliga-Spielzeit abgesetzt und stoppte den Verkauf der Karten. Und als die Einzelticketverkäufe starteten, brachen die Telefonleitungen zusammen und Fans standen schon um ein Uhr in der Nacht vor der Geschäftsstelle des Vereins, um Tickets zu erhalten. In der Aufstiegssaison musste der FCA einen Verlust von knapp drei Mio. Euro hinnehmen.

Im April 2012 übernahm Dieter Märkle die Leitung der FCA-Jugend und Fred Klaus das Training der A-Junioren. Sortimo verlängerte seinen Sponsorenvertrag mit dem FCA bis 2017.

Laut BILD vom 9. Mai 2012 erhielt Jos Luhukay eine Nicht-Abstiegsprämie von 85.000 € für den Klassenerhalt, während an die Mannschaft 1.007.000 € an Punktprämien ausgeschüttet worden sein sollen. Mit 32 Mio. € Etat hatte der FCA in seiner ersten 1.-Bundesliga-Spielzeit den niedrigsten Etat der Liga.

Zur Zeit des Aufstiegs in die 1. Bundesliga besaß der FCA in Fußballdeutschland ein positives Image, weil sich seine Fans nicht durch Rowdytum hervortaten und er in das hektische Fußballgeschäft etwas Ruhe abseits der dort geltenden Gesetze einbrachte. Kratzer bekam dieses Image erst durch das Ausscheiden des Managers Andreas Rettig? und des Trainers Jos Luhukay. Im Mai 2012 fand der FCA in Markus Weinzierl aus Regensburg? den Nachfolger für den früheren Cheftrainer Jos Luhukay, der am 30. Juni 2012 sein Traineramt beim FCA abgab.

Im Dezember 2012 spendete ein Unternehmer aus Lamerdingen? aus Verbundenheit mit dem Verein seit Kindertagen dem FCA 1 Mio. € zur Nachwuchsförderung. Nachwuchsspieler trainierten noch 2012 auf der Paul-Renz-Sportanlage?, die von der Stadt Augsburg unterhalten wird, aber nicht mehr den Bedürfnissen entsprach. Verbunden war die Spende mit Plänen für ein FCA-Nachwuchsförderzentrum. Man rechnete mit Baukosten von etwa 2,5 Mio. € für den Bau an der Donauwörther Straße, für den es damals schon eine Genehmigung gab.

Im Juni 2013 berief der US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann den damaligen FCA-Spieler Michael Parkhurst in die US-Mannschaft für den Gold Cup im Juli 2013. Ende Juni 2013 hatte der exklusive Vorverkauf von Dauerkarten für FCA-Vereinsmitglieder schon 17.000 Jahrestickets absetzen können.

2013/14 startete der FCA mit Partnerschulen das Projekt "Ganztagesklasse-Sport", eine auf den Alltag seiner Nachwuchssportler abgestimmte Förderung.

2015 zeichnete der Deutsche Fußballbund das Verbundsystem von Leistungsfußball und Schule in Augsburg mit dem Zertifikat "Eliteschule des Fußballs" aus. Im gleichen Jahr gab der FCA in einer Pressemitteilung an, insgesamt 13.500 Mitglieder und 76 Fanclubs zu haben.

Details

Sponsoren

Saison 2009/2010: Hauptsponsor war der Online-Sportshop SC 24?.com aus Krumbach.

Fankultur

Dass sich nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga eine unübersehbare Fankultur beim FCA entwickeln würde, hatten die meisten Beobachter des Vereins nicht gedacht. Noch in der 2. Bundesliga fielen die Fans des FCA in anderen Stadien kaum auf. Nach dem Aufstieg in die oberste Liga begleiten Tausende Fans ihren Verein in andere Stadien und unterstützen ihren Verein auch dann, wenn er nicht wie erhofft spielt. Die FCA-Fans gehören zu den angenehmsten der Liga. Schmähgesänge und Schlägereien sind bisher nur wenige zu berichten. Augsburger Fans heben sich von Proll-und-Prügel-Fans anderer Vereine (noch) wohltuend ab.

FCA-Lieder

Bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga waren Lieder über den FCA recht rar. In den 1970er Jahren gab es eine Single der Dino Saval Singers?. 2001 gab es eine Platte von den FC Allstars, später kam die Hymne „Rot Grün Weiß“ heraus. 2011 brachte selbst der Musikverein Wehringen eine Blasorchesterpartitur von „Rot Grün Weiß“.

Nachwuchsförderung

Der FCA nimmt neben der sportlichen auch die schulische Laufbahn seiner Nachwuchsspieler sehr ernst und hat deshalb mit allen Augsburger Bildungswegen Kooperationen geschlossen, um den Nachwuchsspielern beste Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Fußball und Schule? zu bieten. Das umfasst etwa Trainingsstunden am Vormittag, Sonderunterricht, Hausaufgabenbetreuung, aber auch psychologische Betreuung.

Die Mitgliedsbeiträge von Mitgliedern des FCA kommen zu 100 Prozent der Nachwuchsförderung des Vereins zugute.

Fußballschule für den Nachwuchs, Fuggereibesuch für die Familie: Ab 2017 bot der FC Augsburg in Kooperation mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH Ferientage in Fußballcamps in und um Augsburg an. Zusätzlich zur Tagesbetreuung in der Fußballschule des Bundesligisten organisiert die Regio Augsburg Tourismus Gmb H? die Übernachtung für die ganze Familie und das Freizeitangebot für Eltern und Geschwister. Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren lernen von 10 bis 16 Uhr bei Trainingseinheiten im Fußballcamp Tricks und Techniken der Bundesliga-Stars. Professionelles und individuelles Traininig, Mittagessen und Betreuung zwischen den Übungszeiten sowie ein paar Überraschungen warten auf Nachwuchsfußballer. Der größte Anreiz für potenzielle Fußballprofis ist natürlich die Chance auf ein Probetraining in einer der Jahrgangsmannschaften des FC Augsburg. Die Erwachsenen (oder auch die Geschwister) haben an diesen Tagen die Möglichkeit, in aller Ruhe Augsburg und die Region zu erkunden. Für sie steht Freizeit statt Fußballcamp auf dem Programm.

Erfolge

Stadion

Die Entscheidung ist gefallen: Nach München und Nürnberg hat Augsburg die dritte moderne bayerische Fussball- und Sportarena bekommen: die impuls arena. Finanziert wurde das Multi-Millionen-Projekt durch verschiedene Kapitalgeber: den Freistaat Bayern?, die Stadt Augsburg und private Investoren, von denen etwa 25 Millionen Euro stammen. Die Unterstützung für das Projekt in der Politik, Wirtschaft und Bevölkerung war groß.

Dennoch: Viele - auch Augsburger - kritisierten den Neubau eines Stadions. Vor allem störte der hohe Anteil der öffentlichen Finanzierung. Das Land Bayern gab 5 Millionen Euro als Zuschuss, fünfzehn Millionen Euro nahm der FCA als Kredit auf, die Stadt Augsburg trug Kosten von 13,5 Millionen Euro für die Erschließung des Geländes und Infrastrukturmaßnahmen. Darüber hinaus bürgte die öffentliche Hand für ein Gesamtrisiko von etwa 25 Mio. Euro - bei einem Gesamtvolumen der ersten Ausbaustufe inklusive Infrastrukturmaßnahmen von 58 Mio. Euro. Dieses Geld, so die Argumentation, wäre für Kindergärten, Schulen und andere Maßnahmen sinnvoller ausgegeben worden. Es gab sogar Menschen, die von einem Skandal sprachen, dass die Stadt eine Bürgschaft von 12 Mio. Euro für das Stadion übernahm. Sobald die Zinsen für die 12 Mio. Euro Kredit nicht mehr bedient werden, wird die Bürgschaft fällig.

Auch ein Partner des Regenbogen-Regierungsbündnisses übte Kritik an der Entscheidung für eine städtische Bürgschaft: Die FBU? war der Meinung, das Risiko sei zu hoch für die Stadt und sei von der ebenfalls regierenden SPD heruntergespielt worden.

Andere sahen das Positive am Stadionneubau und argumentierten, dass damit immer höhere Unterhaltskosten für das marode Rosenaustadion gespart werden könnten, das alte Stadion eingeebnet und als Baugrund in hervorragender Lage verkauft werden könnte. Dieser positiven Argumentation stimmte auch der Augsburger Stadtrat zu, der mit einer Mehrheit von 44 Stimmen (auch Stimmen der oppositionellen CSU) für die Bürgschaft stimmte.

Eine Auswahl von Gründen, warum das Stadion gebaut wurde:

  • Seit Jahren lag ein Gutachten vor, dass Bundesliga-Fussball im alten Rosenaustadion wegen der Verkehrsbelastung und der mangelnden Parkplätze für unmöglich erklärte.
  • Eine Renovierung des Rosenaustadions hätte Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht.
  • Die im Zusammenhang mit dem Stadionneubau zu schaffenden Parkplätze können als Park- & Ride-Parkmöglichkeiten für die City-Belebung genutzt werden.
  • Das neue Stadion hat einen großen Wert als Standortfaktor.

Wichtige Infos und Anschrift

Mitgliedsbeitrag: Erwachsene 80,- € pro Jahr, Jugendliche 65,- € pro Jahr und für Rentner 35,- € pro Jahr. Vorteile für Vereinsmitglieder: Reservierung von zwei Karten für das Heim- und das Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München; Vorkaufsrecht bei allen Heim- und Auswärtsspielen mit begrenzter Kapazität, auch beim DFB-Pokal; volles Stimm- und Mitspracherecht auf jeder Mitgliederversammlung des FCA (ab 18 Jahren).

Weblinks


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