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Energieversorgung

Ein Sammelbegriff für die Erschließung von Energiequellen, die Wandlung in nutzbare Energieträger und den Energietransport zum Verbraucher.

Allgemeines

Bei der Energieversorgung geht es um die Energiequellen-Erschließung, um die Überführung in verwendungsfähige Energieträger und um den Energietransport in die Haushalte von Verbrauchern. In erster Linie verstehen wir heute darunter die Bereitstellung von Elektrizität, aber auch die Versorgung mit Gas oder Wasser kann hier im weiteren Sinn verstanden sein.

Die Energiequellen können dabei von der Sonnenenergie über Biomasse, Windenergie, Wasserkraft, Kernenergie, Erdwärme, Erdrotation (Gezeitenkraftwerk) und fossile Brennstoffe reichen.

Fälschlicherweise sprechen wir davon Energie zu verbrauchen. Im Gegensatz zu den Energieträgern wie Holz oder Gas, die "verbraucht" werden, können wir Energie nicht "verbrauchen", sondern nur wandeln. Dahinter steht der physikalische Energieerhaltungssatz. Die Gefahr unseres menschlichen Umgangs mit Energie liegt also eigentlich nicht darin, dass irgendwann die Energievorräte zu Ende wären, sondern darin, dass wir mit unseren Energieversorgungssystemen eine natürlich gewachsene "Energieordnung" schnell in Unordnung bringen. Da wir bei unserer Energieumwandlung sehr verlustreich vorgehen, bringen wir Unordnung in die natürlichen Systeme. Das hat der österreichische Physiker Ludwig Boltzmann nachgewiesen. Während wir z. B. nur ein Drittel der Energieträgerpotenziale nutzen, erhöhen die restlichen zwei Drittel ungenutzter Energie die Unordnung im Ökosystem der Erde. Das muss man wissen, wenn die Energieversorger sich um "saubere" Energie bemühen und versuchen, z. B. Strom immer umweltfreundlicher herzustellen. Ganz klar ist also, dass unseren Energieversorgern sehr hohe gesellschaftliche und politische Verantwortung zufällt.

Wie in ganz Deutschland allgemein wird auch in Augsburg Energie hauptsächlich durch ein kommunales Stadtwerk zur Verfügung gestellt - neben einem regionalen Tochterunternehmen eines großen so genannten Regelzonenbetreibers. Als umweltbewusster Augsburger Bürger setzt man darauf, dass dieses kommunale Stadtwerk den Anteil von erneuerbaren Energien bei der Bereitstellung von Strom kontinuierlich ausbaut. In Deutschland lag er laut Wikipedia 2007 schon bei 13,2 Prozent im Durchschnitt.

Geschichte

2006 wurden in Augsburg 85 Mio. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist.

2011 speiste man 144 Mio. Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien in das Augsburger Stromnetz.

Ab Herbst 2012 mussten in Augsburg und der Region Augsburg mehrere zehntausend Solaranlagen nachgerüstet werden, weil elektronische Steuerungen in Altanlagen automatisch abschalteten, wenn die Frequenz im Stromnetz 50,2 Hertz überschritt. Eine solche gleichzeitige Abschaltung führte zum sofortigen Wegfall von mehreren Gigawatt Leistung, was die Stabilität im Stromnetz gefährdete. Deshalb musste man die Wechselrichter austauschen, die erzeugten Gleich- in Wechselstrom wandeln. Allein im Netzgebiet der Lechwerke AG betraf das etwa 25.000 Photovoltaikanlagen. Im Gebiet der Allgäunetz GmbH? ging man von etwa 3.000 betroffenen Anlagen aus.

Ebenfalls im Herbst 2012 startete das Solardachflächenkataster Augsburg. Dieses Kataster zeigt jedem Hausbesitzer, ob sich seine Dachfläche für eine Solaranlage eignet und was er zu beachten hat.

Details

Einzelne Firmen

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