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Elias-Holl-Platz

Ein Augsburger Platz direkt hinter dem Rathaus, der nach dem berühmten Augsburger Stadtbaumeister Elias Holl benannt ist. Gehört zum Stadtbezirk Jakobervorstadt Süd?.

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Der Elias-Holl-Platz in Augsburg, Panoramabild von Florian Übleis. Zum Betrachten bitte klicken!

Allgemeines

Der Elias-Holl-Platz liegt im Rücken des Augsburger Rathauses. Man kann ihn entweder rechts des Rathauses über eine steile Treppe oder über eine kleine Treppe hinter der Kirche St. Peter am Perlach erreichen. Steht man auf dem Platz, wird man von der Rückfassade des Rathauses überwältigt. 57 Meter ragt sie wuchtig vor dem Betrachter auf. Eine breite Treppen-Balustrade liegt vor der Fassade. Die achteckigen Türme des Rathauses und der grazile Perlachturm dominieren den Blick.

Auf dem Elias-Holl-Platz steht auch das Elias-Holl-Denkmal und erinnert an die vielen Werke des Augsburger Stadtbaumeisters. 2014 schloss die Stadt eine Umgestaltung des Platzes ab. Früher säumten Platanenreihen die Fläche, davon ist heute nur noch wenig Grün auf dem Platz erhalten geblieben. Lange Jahre fiel den verantwortlichen Stadtarchitekten nichts ein, wie sie den Platz dauerhaft zu einem Juwel in der Altstadt von Augsburg machen könnten. Hin und wieder fanden zwar Veranstaltungen auf dem Platz statt, doch wirkte die Bedeckung des Platzes marode. Das ist heute anders. Zur Terrasse des Ratskellers hin hat man eine Sitzstufentreppe mit Geländern errichtet und an der Seite des Platzes führt eine Rampe barrierefrei in das Verwaltungsgebäude II. Von dort können Rollstuhlfahrer mit einem Aufzug auch zur Oberstadt? Augsburgs gelangen, ohne Treppen überwinden zu müssen. An den Seiten des Elias-Holl-Platzes stehen heute rustikale Bänke, von denen aus man die Aussicht auf die idyllische Altstadt von Augsburg genießen kann. Auf der Terrasse des Ratskellers spannen sich im Sommer Sonnenschirme und laden in den Biergarten ein. im Sommer oder eine Gartenbepflanzung könnten dem Platz nicht schaden.

Leider ist auf dem ganzen Platz außer den wenigen Platanen, die der Umbau 2014 übrig ließ, kein Grün zu sehen. Das mag für die Stadtreinigung nach Veranstaltungen auf dem Platz praktisch und kostengünstig sein, da man nur mit der Kehrmaschine über die Granitplatten fahren muss. Viele Bürger aber hätten sich an ein paar Stellen des Platzes etwas Grün fürs Auge gewünscht. Dennoch gilt der Elias-Holl-Platz als innerstädtische Erholungsfläche.

Geschichte

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In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts plante man hinter dem Augsburger Rathaus ein weiteres Verwaltungsgebäude zu bauen.

1882 legte man dazu den Platz frei. Bis dahin stand hier ein Gefängnis und versperrte die Sicht auf die hintere Rathausfassade. Aufgrund von Bürgerprotesten blieb der Platz unbebaut und erhielt den Namen des berühmten Augsburger Stadtbaumeisters.

1971 wurde in dem Haus Elias-Holl-Platz 6 von der Künstlervereinigung Augsburg Die Ecke die Ecke Galerie eröffnet.

Ab 1985 fand auf diesem Platz das interessanteste Freiluftspektakel Augsburgs statt: La Piazza.

Im Sommer 2014 erwachte der Elias-Holl-Platz teilweise aus seinem Dornröschenschlaf, als die Erneuerungsarbeiten an dem Platz abgeschlossen wurden.

In Kooperation mit MAN Diesel & Turbo SE fand am 18. Juli 2015 zur 150-Jahre Feier der Augsburger Philharmoniker ein Open Air-Konzert auf dem Elias-Holl-Platz statt.

Weil der Elias-Holl-Platz seit seiner Sanierung immer wieder regelwidrig zugeparkt wurde, ließ die Stadt Augsburg im Oktober 2016 Granitblöcke am Platzrand aufstellen, um das Beparken des Platzes zu erschweren und nur das Parken auf markierten Flächen zuzulassen.

Details

Wenn man sich umblickt, fallen viele alte Bürgerhäuser auf, deren malerische Giebel und Erker eine andere Zeit aufziehen lassen und zum Verweilen einladen. Zunächst sollte man an der Ostfassade des Rathauses das große Steinrelief der so genannten "Wilden Männer" suchen. Es war schon am alten gotischen Rathaus der Stadt angebracht und dann zeitweilig in der Augsburger Bibliothek eingearbeitet, bevor es hier am neuen Rathaus präsentiert wurde.

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Elias-Holl-Platz 2: Auffällig ist zum Beispiel das Bürgerhaus mit der Nummer 2, ein dreigeschossiger Giebelbau, der 1577 erbaut wurde und mehrere Veränderungen hinter sich hat; der Ausleger z. B. stammt aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Haus steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute das Restaurant Die Ecke.

Elias-Holl-Platz 4: Bei diesem Gebäude handelt es sich ebenfalls um ein Bürgerhaus, das einen viergeschossigen Mansarddachbau mit einem Flacherker aufweist. Es ist im Kern ein Haus aus dem 16. Jahrhundert und zeigt einen geschweiften Giebel aus dem 18. Jahrhundert. Es diente einem Handwerker und hat einen korbbogigen Ladeneinbau. An der Fassade sieht man barocke Stuckfelderungen. Hinten hat das Haus einen kleinen Hof mit einem Zwerchhaus. Die Anlage wurde 1988 saniert.

Elias-Holl-Platz 6: Auch dies ist ein Bürgerhaus, der Giebelbau ist fünfgeschossig und hat einen hohen Flacherker. Auch dieses Haus geht ins 16. Jahrhundert zurück. Das Handwerkerhaus beheimatet heute die Künstlervereinigung Augsburg Die Ecke mit der Ecke Galerie. Ein kleiner Zierpfeiler mit Stern dient als Giebelschmuck, der Ladeneinbau ist korbbogig, es gibt eine mittelachsige Halle im Erdgeschoss, die ein Stichkappengewölbe aufweist und einen Zugang zu einer Wendeltreppe hat. Der Innenhof ist lichtschachtartig und hat ein Salettl.

Elias-Holl-Platz 8: Wieder sehen wir ein Bürgerhaus, diesmal nur mit drei Geschossen und Flacherker. Auch dieses Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Fassade weist eine Stuckdekoration aus der Zeit um 1700 auf. Mitte des 18. Jahrhunderts hat man dieses Handwerkerhaus umgebaut; damals erhielt es barocke Stuckleisten und man erweiterte die Fenster. Im ersten Obergeschoss finden sich seitlich gesprengte Segmentgiebel. Der vorspringende Erker hat Dreiecksgiebel, außerdem ein Stuck-Parapett mit Feston und Anker bzw. Äskulap als Symbole des Handels.

Elias-Holl-Platz 10: Dieses Bürgerhaus mit vier Geschossen und flach geschweiftem Giebel geht auch ins 16. Jahrhundert zurück, wurde aber im 18. Jahrhundert verändert. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und hat einen Flacherker, der Giebel schließt mit einem Dreieck ab. Ursprünglich befand sich in diesem Haus im Erdgeschoss eine geräumige Werkstatt mit spätgotischen Stuckfigurationen an der Flachdecke. Von diesen Halbkreisen mit Dreipass ist nur noch im Eingangskorridor etwas erhalten. Schon im späten 18. Jahrhundert hat man das komplette Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut.

Lage


Weblinks


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