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Einzelheiten zur Augsburger Puppenkiste

Es war der Gründer der Puppenkiste Walter Oehmichen, der seinem Unternehmen den Namen "Puppenkiste" verlieh. Damit rekurrierte er auf eine Kiste, in der die Figuren, Dekorationen und Requisiten nach dem Krieg möglichst einfach transportfähig waren, wenn das Ensemble außerhalb Augsburgs spielte. Heute passen die Requisiten zwar nicht mehr in eine Kiste, aber der Kistendeckel mit der Aufschrift "Augsburger Puppenkiste" ist immer noch das Markenzeichen der Spielstätte.

Die Augsburger Puppenkiste gehört zu den städtischen Bühnen Augsburgs. Mitgliedschaften bestehen in der Union Internationale de la Marionette, im Verband Deutsches Puppentheater e. V. und im Deutschen Bund für Puppenspiel.

Auch die Augsburger Puppenkiste muss wie die meisten Theater bezuschusst werden. So zahlte die Stadt Augsburg in der Spielzeit 2007/2008 260.000 €, der Bezirk Schwaben 6.600 € und der Freistaat Bayern? 125.000 Euro, macht zusammen 391.600 €, was einen Zuschuss von 4,08 € pro Ticket bedeutete.

Die Eintrittspreise variieren, je nachdem ob eine Nachmittagsvorstellung (günstiger) oder eine Abendvorstellung (teuerer) besucht wird. Vergünstigungen werden nicht gewährt. Über die Tickethotline 0821/45034540 oder über das Internet können Karten bestellt werden.

Das Theater hat etwa 220 Zuschauerplätze.

Fantastik

Die Augsburger Puppenkiste entführt Kinder und Erwachsene in die Welt der Fantastik. Tiere sprechen wie in der Fabel oder dem Märchen, Hexen, Drachen, Außerirdische und Urviecher treten auf. Über mehrere Generationen hinweg schuf die Augsburger Puppenkiste einen gemeinsamen Bilder- und Geschichtenvorrat der Fantastik. Damit erlangte die Augsburger Puppenkiste Klassikerstatus in der Fantastik.

Hölzerne geschnitzte Figuren verwandeln sich in scheinbar beseelte Wesen und lassen uns die Rationalität verlassen. Dabei ist die Technik der Marionette etwas ganz Einfaches: die Gesicher sind unbeweglich, die Körpersprache ist begrenzt, wir sehen die Fäden, an denen die Puppen hängen - und doch landen wir vom ersten Augenblick an in einer fantastischen Illusion.

Diese Illusion übertrug die Augsburger Puppenkiste schon früh in das Medium des Fernsehens, das auf Bilder ausgerichtet ist und so die Bühneninszenierung mitgestaltete und veränderte. So erwuchs der Augsburger Illusionsmaschine Puppenkiste Transmedialität: Unterschiedliche Medien und Ausdrucksformen transportierten den fantastischen Inhalt, der meist auf literarischen Vorlagen von Michael Ende, Tilde Michels oder Paul Maar beruhte.

Stars der Puppenkiste

  • Urmel
  • Hotzenplotz

Fans der Puppenkiste

  • Die Ärzte
  • Guido Westerwelle

Abmahnung gegen die Leipziger Puppenkiste

1999 gründete Karin Helmers in Leipzig aus einem Hobby heraus die "Leipziger Puppenkiste", ein Museum und Fachgeschäft für Puppenhäuser und Miniaturen, das beständig wuchs. 2004 brachte der Briefträger eine Klageschrift des Stuttgarter Landgerichts wegen Markenrechtsverletzung vorbei. Karin Helmers wurde von der Augsburger Puppenkiste abgemahnt. Weil die Leipzigerin aber nicht klein bei gab, ging der Streit vor Gericht. 2005 gewann sie erst einmal den Prozess, doch ging das Verfahren 2006 vor das Oberlandesgericht, wo Karin Helmers zu 60 % verlor und die Firmierung sowie ihre Domain aufgeben musste. Sie nannte ihr Geschäft einfach nur noch "Karin Helmers". Nun legte die Augsburger Puppenkiste rechtlich noch einmal nach und ging wegen der 40 %, die sie verloren hatte, in Revision. Auch stellte die Augsburger Puppenkiste am Tag nach der Urteilsverkündung Strafantrag gegen Karin Helmers, weil sie nicht sofort noch am Tag der Urteilsverkündung die Domain "leipzigerpuppenkiste" abgemeldet hatte. Vor dem Bundesgerichtshof allerdings verlor Ende 2008 die Augsburger Puppenkiste auf ganzer Linie die Revision und Karin Helmers durfte ihre "Leipziger Puppenkiste" samt Versandhandel wieder betreiben. Laut Urteil des Gerichts liegt keine Markenrechtsverletzung vor, da keine Verwechslungsgefahr von "Leipziger Puppenkiste" mit "Augsburger Puppenkiste" besteht. Karin Helmers bietet heute etwa 5.000 ständig vorgehaltene Artikel in ihrem Online-Shop an.

Puppenpatenschaften

Für Marionetten der Puppenkiste können Patenschaften übernommen werden, sofern die TV- und Bühnenstars in der Dauerausstellung des Augsburger Puppentheatermuseum "die Kiste" zu sehen sind. Die Übernahme der Patenschaft gilt für ein Jahr. Die Konditionen der Patenschaften hängen vom Bekanntheitsgrad der Marionetten ab. Eine Urkunde bestätigt die Patenschaft. Auf Wunsch erhält man eine Spendenquittung. Außerdem werden die Paten namentlich auf der "Patentafel" im Museum und auf der Internetseite genannt.


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