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Druckerei Joh. Walch

Allgemeines

Die Druckerei mit mehr als 50 Beschäftigten ist eines der ältesten Druck- und Verlagshäuser in Deutschland – und es ist noch heute in Familienhand. Seit einem Vierteljahrtausend arbeitet man im grafischen Gewerbe. Und schon seit der Gründung beschäftigt man sich mit anspruchsvollen Drucksachen. Das Unternehmen ist auf 250 Jahre Kompetenz und Erfahrung stolz. Man hat zwar die Produktionsmittel geändert, aber nicht die Aufgabe, vom Entwurf bis zum fertigen Druck den Auftraggeber zu begleiten und zufriedenzustellen. Dazu bildet man sich kontinuierlich weiter und bietet immer wieder Ausbildungsplätze an. Da sich die Druckbranche verändert und Informationsvermittlung nicht mehr nur über die Printschiene funktioniert, wendet man sich auch den digitalen Medien zu. Schon jetzt gibt es webbasierte Dokumenten-Management-Systeme von Walch, die jedes Kundenbedürfnis befriedigen. Neben der Druckerei gibt es unter dem gleichen Dach noch einen Fachverlag für Bürowirtschaft.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1755 von den Malern und Kupferstechern Johann Martin Will? und Johann Walch? als graphische Kunstanstalt und Verlag. Zunächst produzierte man Landkarten, Bildserien oder Gebrauchsgrafik wie Andachtsbildchen oder Ausschneidebögen.

Johann Walch kam aus Kempten, wo er am 25. November 1757 geboren worden war. Er arbeitete als Miniaturmaler und Kupferstecher. Gestorben ist er am 23. März 1815 in Augsburg.

1786 heiratet Johann Walch? die Tochter von Johann Martin Will?: Anna Regina. 1755 hatte dieser einen Verlag gegründet, den Johann Walch? im Jahr 1806 erbte.

Im Jahr 1789 erwarb die Firma das Verlagserbe von Gustav Conrad Lotter?. Dieses ging auf den berühmten Augsburger Landgartenverleger Matthäus Seutter? zurück. Im 18. und 19. Jahrhundert spielte der Landkartendruck eine wichtige Rolle für das Unternehmen.

Nach Johann Walch? wurde die Firma von Johann Sebastian Lorenz Walch (1787-1840) weitergeführt, der sie an seinen ältesten Sohn Adolf (1816-1886) weitergab. 1840 dann er nächste Schritt mit der Erweiterung des Betriebes durch eine Buch- und Steindruckerei. Nach dem Tod des Vaters übernahm dessen Sohn Adolf d. J. (1854-1932) das Unternehmen. Dieser heiratete 1887 Margaretha Reichenbach. Sie war die Tochter von Carl August Reichenbach, der als Drucker arbeitete und Mitbegründer der MAN war.

Nach der Heirat zieht Adolf Walch d. J. mit der Druckerei vom Rossmarkt?, wo man bis jetzt siedelte, im Jahr 1888 in die Zeuggasse 1 um, das Reichenbachsche Anwesen. Man verlegt und druckt jetzt auch periodische Zeitschriften. Allerdings bleibt der Kunstverlag unter der Obhut der Schwester Regine Walch am Oberen Graben.

Ab 1928 leitet Karl, der Sohn von Adolfs jüngstem Bruder Carl, die Druckerei. Carl übernimmt 1930 die Firma und gründet den Schwabenland-Verlag?, der 1936 aus politischen Gründen wieder eingestellt wird. Zwischen 1934 und 1941/42 druckt Walch die kulturpolitische NS-Zeitschrift Schwabenland.

Die Bombenangriffe 1944 auf Augsburg zerstören die Firma komplett, doch baut man sie nach dem Krieg wieder auf. Schon 1948 kommt es aber wieder zu Zerstörungen der Firmenräume, als eine Hausruine in der Nachbarschaft vom Sturm umgedrückt wird und auf die Druckerei stürzt.

1959 kauf man den Verlag Werbedienst dazu und beginnt Produktinformationen für den Fachhandel zu verlegen.

1963 tritt der dritte Sohn von Karl Walch, Karl-Veit Walch, in die Firma ein und übernimmt 1965 die Geschäftsführung. Er baut die Herstellung von Warenkatalogen für den Bürobedarf aus. 1968 stößt auch sein Bruder Heinz Walch in die Geschäftsleitung des Unternehmens. Unter ihrer Ägide wird 1973 der Perlach-Verlag? gekauft, in dem das Augsburger Stadtlexikon erschien, dessen Rechte später der Wißner Verlag erwirbt.

Bis 1974 lag der Firmensitz am Zeugplatz? in der Zeuggasse, erst in diesem Jahr zog man nach Haunstetten in ein Gebäude, das der modernen Technik angepasst war.

In den 1970er Jahren bearbeitete die Druckerei vorwiegend Familiendrucksachen wie zum Beispiel die damals beliebten Briefkassetten. Danach stieg man immer mehr um und produzierte vorwiegend periodische Fachzeitschriften, Kataloge, Broschüren und Bücher.

1998 teilt man den Betrieb auf: Karl-Veit Walch übernimmt den Fachverlag Walch mit dem Perlach-Verlag?, Heinz Walch übernimmt den Druckereibetrieb.

2005 feierte man das 250-jährige Firmenjubiläum mit etwa 200 Gästen in der Augsburger Puppenkiste. Im gleichen Jahr investierte man etwa 2 Mio. € in eine neue Fünffarbenmaschine im 3B-Format, eine neue Schneidemaschine, einen Stapelwender und einen neuen Server für die Druckvorstufe.

Im Januar 2009 wurde der Stitchmaster ST 350 angeschafft, eine Lösung für das Sammeln und Heften von Broschüren bis 96 Seiten plus Umschlag.

Details

Die Druckerei hat verschiedene Zertifizierungen. So z. B. nach DIN/ISO 12647-2- Prozess-Standard-Offset. Damit wird ein lückenloser Prozess von der Datenerstellung bis in die Druckmaschine beschrieben. Außerdem ist die Druckerei Print-Co2-geprüft, sprich: Sie hat ein vorbildliches Umweltmanagement.

Gedruckt werden hier Zeitschriften und Broschüren, aber auch Bücher und so genannte "Akzidenzen" wie Kalender, Folder, Plakate, Visitenkarten, Briefbogen, Folder, Prospekte ... Nach dem Druck werden die Drucksachen auch weiterverarbeitet, wobei die ausgefallensten Sonderwünsche realisiert werden können: Man beherrscht die Rückstichheftung, die Klebebindung und Fadenheftung, die Fadenversiegelung, die Wire-O-Bindung, man perforiert, nummeriert, stanzt, rillt oder prägt, man stellt Ganzdeckenbände, Pappbände, Kataloge und Taschenbücher her, kümmert sich um die Folienkaschierung, UV-Lack, Veredelungen und vieles mehr. Auch als Lettershop kann man tätig werden.

Die Produkte werden mit eigenem Fuhrpark, DPD, DHL, Kurierdiensten oder Over-Night beim Auftraggeber angeliefert.

Adresse

Druckerei Joh. Walch GmbH & Co. KG
Im Gries? 6
86179 Augsburg

Tel. 0821/80858-0
Fax. 0821/80858-39
E-Mail: kontakt(@)walchdruck.de

Weblinks


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