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Domviertel

Das Domviertel ist weder ein Stadtteil von Augsburg noch ein Planungsraum. Ohne Zweifel ist das Gebiet einer der ältesten Bereiche Augsburgs.

Allgemeines

Was die Augsburger üblicherweise als "Domviertel" bezeichnen, setzt sich aus mehreren Stadtvierteln bzw. Teilen von Stadtbezirken zusammen:

Das Viertel rund um den Dom Unsere Liebe Frau? ist im Gegensatz zu der angrenzenden Augsburger Stadtmitte mit der Fußgängerzone sehr ruhig und besitzt kaum Einkaufsmöglichkeiten. Umgrenzt wird das Gebiet groß von der Linie Grottenau, Karlstraße, Leonardsberg?, Unterer Graben, Stephingerberg, Lueginsland, Thommstraße, Am Katzenstadel, An der Blauen Kappe, Volkhartstraße und Kennedyplatz?.

Wenn ein Augsburger sagt, er geht "ins Dom", dann meint er, dass er ins Domviertel geht. In der Redewendung bewahrt sich die Erinnerung an das Viertel als ein von der Stadt abgegrenzten Bereich. Im Mittelalter konnte man die "Domstadt" nur durch drei innerstädtische Tore betreten.

Geschichte

Unter dem heutigen Gelände des Domviertels liegen die meisten Überreste der alten Römerstadt Augusta Vindelicum?.

Abgegrenzt wurde die Domstadt als "Domburg" in der Amtszeit des Bischofs Ulrich? zwischen 923 und 973. Damals verliefen die Grenzen des Bereichs im Osten am Hochterrassenrand entlang bis zum Mauerberg, im Süden vom Obstmarkt bis zum Hafnerberg und von dort über die Kohlergasse und Jesuitengasse bis zum Äußeren Pfaffengässchen?. Ab etwa 1000 n. Chr. erlebte das Viertel seine Glanzzeit, denn damals war der Augsburger Bischofssitz einer der bedeutendsten in Deutschland und so entstand neben dem Dom die Bischofsresidenz und ein Stadtviertel, das von Kirchen? geprägt wurde. Eine eigene Stadtmauer umfasste den größten Teil der Bischofsstadt in der Stadt.

Im Zuge der Säkularisation und des Verlusts der Reichsunmittelbarkeit? im Jahr 1806 veränderte sich das Domviertel einschneidend. Der Dom Unserer Lieben Frau wurde von Bayern zwar nicht angetastet, doch weil man vor dem Dom einen Exerzierplatz haben wollte, legte man sowohl die Johannis-Kirche als auch die 1367 gebaute Drei-Königs-Kapelle nieder die zwischen der Johannis-Kirche und dem Dom Unserer Lieben Frau lag.

Der Zweite Weltkrieg und die Bombardierungen der Alliierten brachten auch dem Domviertel Zerstörungen. Nicht alle Gebäude wurden originalgetreu wieder aufgebaut, weshalb sich hier auch Neubauten aus der Nachkriegszeit finden lassen.

Anfang 2008 hatte das Domviertel etwa 2.400 Bewohner.

Details

Das Viertel ist geprägt vom Dom Unserer Lieben Frau, vielen weiteren Kirchen? und zahlreichen Schulen?, die in Zusammenhang mit der Augsburger Kirchengeschichte stehen. Dazu kommt die Fürstbischöfliche Residenz?, der Fronhof, der Hofgarten, kirchliche Einrichtungen und Gebäude, aber auch alte Handwerkerhäuser. Das erklärt auch, dass sich Nachtschwärmer gar nicht erst in dieses Gebiet begeben brauchen, weil es hier kein Nachtleben gibt. Dafür findet man hier viele stille und malerische Winkel, die einen ganz eigenen romantischen Charakter haben.

Hier im Domviertel wurde der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Das Geburtshaus von Leopold Mozart steht in der Frauentorstraße. Heute ist das Haus als Mozarthaus ein Augsburger Museum.

Weblinks


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