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Domherrenhäuser

Wohnhäuser für kleine geistliche Gemeinschaften.

Allgemeines

In den Domherrenhäusern wohnten die Domherren oder Domgeistlichen, sofern sie geweiht waren. Vor dem 19. Jahrhundert waren Domherren meist adelige Herren, die eine Domherren-Pfründe besaßen, aus der sie ihren Unterhalt zogen. Sie mussten nicht geweiht sein, waren aber auf jeden Fall Beamte geistlicher Fürsten. Nur geistliche, also geweihte Domherren durften die Soutane tragen und konnten als Domgeistliche zum Domkapitel gehören.

In Augsburg lagen diese Domherrenhäuser meist entlang dem Äußeren? und dem Inneren Pfaffengässchen?, aber auch an der Frauentorstraße und dem Kustosgässchen.

Typische Domherrenhäuser in Augsburg: Ehemalige Domdekanei und Domherrenhof in der Frauentorstraße 5 und Domherrenhof? im Kustosgässchen 5.

Geschichte

Bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts lebten die Geistlichen, die zur Dompfarrei? gehörten, die so genannten Domgeistlichen, wie Mönche in einem Konvent und pflegten ein Leben ähnlich dem der Mönche. Aber ab der Mitte des 11. Jahrhunderts begannen sich die Konvente der Domgeistlichen aufzulösen. Es verbreitete sich die Tradition, dass die Domherren, wie diese Domgeistlichen damals genannt wurden (heute spricht man von Domkapitularen), in so genannten Domherrenhäusern auch mit nicht geweihten Domherren zusammen lebten und hier ein geistliches Leben pflegten, das zwar nicht mehr mönchisch strukturiert war, aber doch noch gewisse Rahmenbedingungen kannte. Meist waren diese Domherrenhäuser bis ins 19. Jahrhundert im Besitz von bürgerlichen oder adeligen Domherren (Domkapitularen).

Details

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