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Deutsches Zeitungsmuseum Augsburg

ein Augsburger Museum im Aufbau

Allgemeines

Neben dem Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen, dem Deutschen Pressemuseum im Ullsteinhaus Berlin, dem Deutschen Pressemuseum Hamburg und dem Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen (Saarland) präsentiert sich Augsburg als Sitz eines Deutschen Zeitungsmuseums. Augsburg empfiehlt sich als Sitz des Deutschen Zeitungsmuseums

Ein entscheidender Anstoß zur Entwicklung der Zeitung ging von Augsburg aus, das in der Frühen Neuzeit das wichtigste europäische Post- und Nachrichtenzentrum war. Die Fuggerzeitungen trugen erheblich zur Entwicklung des modernen Zeitungswesens bei.

Geschichte

Eigentlich wollte die Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum? zunächst in Mainz ein Pressemuseum mit dem Namen "Deutsches Zeitungsmuseum" einrichten. Doch im Dezember 2010 kam es zum einstimmigen Beschluss des Stiftungsrates und des Vorstandes der "Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum im Gutenberg-Museum Mainz", den Sitz der Stiftung von Mainz nach Augsburg zu verlagern. Nachdem die Stiftungsaufsichten in Rheinland-Pfalz (ADD Trier) und Bayern (Regierung von Schwaben) zustimmten, wurde der Sitz der Stiftung Anfang 2011 nach Augsburg verlegt. Ziel der Stiftung blieb es weiterhin, ein Deutsches Zeitungsmuseum von nationalem Rang einzurichten. Das Gutenberg-Museum strich man aus dem Stiftungsnamen. Neu zusammengesetzt wurde in diesem Zusammenhang auch der Vorstand der Stiftung, den nun das Stifterehepaar Dr. Martin und Dr. Sabine Welke sowie Dr. Christof Trepesch? und Dr. Annette Ludwig (Direktorin des Gutenberg-Museums) bildeten.

Weil im Gutenberg-Museum schon eine Abteilung "Zeitungsgeschichte" mit Exponaten der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum? bestand, vereinbarte man auf Vorschlag der Stifter eine Partnerschaft zwischen der Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum? und dem Gutenberg-Museum, nach der zentrale Exponate aus der Stiftungssammlung reproduziert werden dürfen, entbehrliches Museumsgut der Stiftung sowie doppelt vorhandene Stücke aus dem Privatbesitz des Ehepaares Welke dem Museum geschenkt werden. Auch sollte es dem Gutenberg-Museum möglich sein, Exponate aus der Stiftungssammlung für Sonderausstellungen bevorzugt auszuleihen.

Um die Einrichtung und den Betrieb des Deutschen Zeitungsmuseums in Augsburg ideell und finanziell zu unterstützen, gründete der Augsburger Architekt Sebastian Berz am 21. November 2012 den Förderverein Deutsches Zeitungsmuseum Augsburg e.V.?.

Am 17. September 2013 stellten SPD, Pro Augsburg? und die CSU einen fraktionsübergreifenden Antrag auf Prüfung der Umsetzung eines Zeitungsmuseums in Augsburg.

Im Mai 2014 schrieb die Augsburger Allgemeine, dass möglicherweise die ehemalige Kunsthalle gegenüber der Kongresshalle Standort des nationalen Zeitungsmuseums werden könnte, in das die umfangreiche Sammlung zur Geschichte des deutschen Zeitungswesens, die der Pressehistoriker Martin Welke (Weimar) gesammelt hatte, eingebracht würde.

Im Sommer 2014 fand im Höhmannhaus unter dem Titel "Nachrichten zum Nutzen und Vergnügen" eine Ausstellung statt, die anhand charakteristischer Exponate die Spannbreite des in Entstehung befindlichen Deutschen Zeitungsmuseums aufzeigte.

Details

Themen des Deutschen Zeitungsmuseums u. a.:

  • Geschichte der Nachrichtenübermittlung
  • Formen des Zeitungsvertriebs
  • Technik des Zeitungsdrucks
  • Sozialgeschichte des Zeitungslesens
  • Zensur und Pressefreiheit

Im Unterschied zu dem im saarländischen Wadgassen bestehenden Deutschen Zeitungsmuseum hat das Augsburger Deutsche Zeitungsmuseum einen stärkeren historisch-wissenschaftlichen Fokus.

Geschichte des Nachrichtenwesens

Die Post gewährte zunächst durch das System der Reiterstafette, wodurch das ineffiziente Botenwesen verdrängt wurde, den regelmäßigen Bezug von Nachrichten. Später kamen die Eisenbahn, der Telegraf, das Telefon und der Fernschreiber als Mittel der Nachrichtenübermittlung hinzu. Das Augsburger Zeitungsmuseum zeichnet den Weg vom Postreiter bis zum Nachrichtensatelliten nach, z. T. mit funktionsfähigen Originalgeräten.

Journalismus im Wandel der Zeit

Das Museum zeichnet die Entwicklung von der Einmann-Redaktion bis zum heutigen Bildschirmarbeitsplatz nach. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Funktionen des Verlegers, Redakteurs und manchmal sogar des Druckers in einer Person vereint, doch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte sich das Entstehen der Zeitung grundlegend - vor allem dadurch, dass es nun zu neuen Ressorts in der Struktur der Zeitung kam (Sport, Feuilleton, Wirtschaft ...).

Satz und Druck

Lange wurden Zeitungen mit hölzernen Handpressen gedruckt, doch erforderte der Druck zur Aktualität Verbesserungen der Leistungsfähigkeit von Druckpressen: es kamen die Kniehebelpresse, die mechanische Schnellpresse, die Hochdruck-Rotation und die Rollenoffsetpresse auf den Markt, begleitet von den Entwicklungen bei den Setzmaschinen ("Linotype" ...).

Pressefreiheit und Zensur

Weil die Herrschenden in der Zeitung schnell Brisanz und Gefahr erkannten, wurde die Kontrolle der politischen Tagespresse für die alten Ordnungen zur Überlebensfrage. Lange dauerte es, bis die Demokratiegeschichte die Bedrückung der Meinungsfreiheit überwinden konnte, allerdings nicht ohne immer wieder zu scheitern oder neu ansetzen zu müssen.

Vertriebsformen der Tagespresse

Das Zeitungsmuseum in Augsburg zeichnet die Entwicklung von der "Post-Zeitungs-Expedition" zur verlagseigenen Zustellung nach. Bis ins 20. Jahrhundert spielte die Post beim Tageszeitungsvertrieb eine entscheidende Rolle, hatte sich doch schon im 18. Jahrhundert eine eigene "Zeitungs-Expedition" in Postämtern gebildet, die für die Zustellung von Abozeitungen zuständig war. Während der Kaiserzeit kam es in Deutschland zu einer zunehmenden Verstädterung, die verlagseigene Austräger, Straßenverkäufer und Verkäufe über Kioske ermöglichte, was schon nahe an unseren heutigen Vertriebsformen ist.

Sozialgeschichte des Zeitungslesens

Durch die Reformation und die Gegenreformation? kam es in Deutschland zu einer höheren Alphabetisierung der Bevölkerung als in anderen Ländern, so dass die Zeitung schnell zum Lesestoff für alle Menschen werden konnte. Als die Zeitung durch Werbeanzeigen immer günstiger wurde, konnten sie sich immer mehr soziale Schichten leisten und auch Frauen kamen in ihren Genuss.

Sonstiges

Wer sich für das Zeitungsmuseum in Augsburg einsetzen möchte, kann das über die Stiftung Deutsches Zeitungsmuseum Augsburg? tun, indem er Mitglied im Förderverein Deutsches Zeitungsmuseum Augsburg e.V.? als Einzelmitglied, als förderndes Mitglied oder in einer Projektpatenschaft wird. Kontakt:

Förderverein Deutsches Zeitungsmuseum Augsburg e.V.?
Morellstraße 33
86159 Augsburg

E-Mail: foev-augsburg@berz-arch.de

Spendenkonto:
Stadtsparkasse Augsburg
Kto. 51573, BLZ 72050000

Öffnungszeiten

Adresse

Weblinks


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