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Christkönigskirche

eine katholische Kirche und Gemeinde im Augsburger Stadtteil Hammerschmiede

Allgemeines

Der Pfarrsprengel von Christkönig Hammerschmiede schließt neben der Hammerschmiede und Firnhaberau auch Diasporaorte der Umgebung ein. Durch regelmässige stattfindende ökumenische Veranstaltungen besteht ein guter Kontakt zwischen der katholischen und den evangelischen Gemeinden.

Die Pfarrei Christkönig hat einen Bibelkreis, eine Pfarrbücherei, Pfarrjugendgruppen und sie betreibt die Kindertagesstätte Christkönig. Es gibt einen Krankenbesuchsdienst, Ministrantengruppen, Seniorennachmittage, Schönstatt-Gruppen und einen Theaterkreis.

Christkönig Augsburg 01
Pfarrkirche Christkönig, Augsburg Hammerschmiede, Straßenansicht am 19. Juni 2014. By Jkü (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Geschichte

1932 hatte man mit dem Bau der neuen Siedlung Hammerschmiede begonnen. Für Katholiken in der Siedlung gab es ab August 1933 in der „Arbeitsbaracke“ am Akazienweg jeden Sonntag einen Gottesdienst, der von Kaplänen aus Sankt Pankratius gehalten wurde. Später übernahm der Katechet Josef Kerker, der bis zum 24. Juli 1938 als Kaplan für die Hammerschmiede und die Firnhaberau wirkte, diese Aufgabe. An der Neuburger Straße erwarben die Katholiken einen Bauplatz für eine Kirche, tauschte dann den Bauplatz auf Ersuchen der Stadtverwaltung aber mit dem jetzigen Standort von Christkönig am Pappelweg. Hier weihte man am 17. Juni 1934 den Bauplatz für die Christkönigskirche. Ab September 1934 begann der Kirchenbau.

Schon am 23. Dezember 1934 weihte der damalige Bischof Dr. Josef Kumpfmüller? die Kirche. Möglich war das durch die besondere Bauweise. Während Chor, Sakristei und Turm mit Ziegelsteinen gemauert wurden, errichtete man das Kirchenschiff als Holzkonstruktion, die mit Heraklit verkleidet wurde. Am 15. Dezember 1935 kamen von der Ulmer Glocken- und Turmuhrenfabrik Hörz drei Glocken auf Leihbasis. Erst 1944 bezahlte man für jedes Kilo Glocke eine Reichsmark, insgesamt 2.500 RM.

Am 1. August 1938 kam Ferdinand Mayr als Seelsorger für die Christkönigsgemeinde in der Hammerschmiede. Er prägte die Gemeinde 36 Jahre lang. Etwa ein Jahr später, am 10. Oktober 1939, musste er den ersten Gefallenengottesdienst in seiner Gemeinde halten.

Bei dem großen Luftangriff auf Augsburg am 25./26. Februar 1944 erlitt die Christkönigskirche in der Hammerschmiede wie viele Siedlerhäuser dort schwere Beschädigungen, so dass sie bis 8. April 1944 nicht benutzt werden konnte.

Am 12. Oktober 1950 wurde die bisherige „Expositur“ (= keine eigenständige Pfarrei) Christkönig von der „Mutterpfarrei“ Sankt Pankratius getrennt und Christkönig zu einer eigenständigen Stadtpfarrei erhoben. Weil nach dem Krieg in der Hammerschmiede viel gebaut wurde und viele Familien zuzogen, die alte Kirche Christkönig im Krieg gelitten hatte und lediglich provisorisch wieder hergestellt worden war, entschloss man sich in den 1950er Jahren zum Bau einer neuen Kirche Christkönig. Man ließ die gemauerten alten Teile wie Turm und Altarraum stehen und integrierte sie in die neue Kirche, deren Spatenstich am 12. Juli 1963 stattfand. Bischof Dr. Josef Stimpfle weihte den Neubau am 13. Dezember 1964. Der Turm bekam einen Spitzhelm und macht schon von weitem auf sich aufmerksam. Architekt des Neu-/Umbaus war Karl Sendlinger.

Das 1988 eingeweihte Pfarrheim Edith Stein ist durch die Vielfalt der Veranstaltungen Begegnungszentrum für alle Menschen der Pfarrei und des Stadtteil.

1992 rückte man den Altar näher an die mitfeiernden Gläubigen. Außerdem gestaltete Professor Georg Bernhard die Wand hinter dem Altar mit einem großen Kreuz und dem gemalten Motiv „Wurzelbaum Jesse“. So erhielt die Kirche eine optische Mitte. Tabernakel, Osterkerzenleuchter und die Madonna auf einer Säule runden den Chor ab.

1999 schuf man den Meditationsraum im hinteren Teil der Christkönigskirche. Die Glasfenster dazu schuf wieder Prof. Bernhard. So schuf man einen Raum für Predigtgespräche mit Kindern und zur Ruhe und Besinnung oder gottesdienstlichen Feiern mit kleinen Gruppen.

2007 erfolgte die künstlerische Gestaltung der Fenster an der Süd- und Nordseite von Christkönig.

Details

Zur Bauzeit hatte die Gemeinde Christkönig wenig Geld. Deshalb ist die Innengestaltung der Kirche sehr einfach gehalten: Hinter dem Altar, der vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil noch ganz oben stand, schmückte ein großer Vorhang den Altarraum, vor dem später ein geschnitzter Christus aus Oberammergau befestigt wurde.

Unter dem Einfluss des Zweiten Vatikanischen Konzils stellte die Gemeinde den Altar so auf, dass der Gottesdienst zu den Gläubigen gewandt gefeiert werden konnte und diese stärker eingebunden wurden.

Das Pfarrheim "Edith Stein" hat einen Saal und Gruppenräume. Zuvor war hier die Gaststätte und Diskothek "SunSet" untergebracht. Durch den Kauf des Gebäudes an der Ecke Neuburger Straße / Pappelweg 1982 konnte die Pfarrei hier die gewünschten Räumlichkeiten schaffen. Im Juni 1985 begann man mit dem Umbau des alten "SunSet" und nach der Einweihung 1988 besaß die Gemeinde dort zwei Wohnungen, Gruppenräume, die nötigen Versorgungsräume und einen Saal mit Bühne. Die Räumlichkeiten dienen dem pfarrlichen Leben und ermöglichen ein vielfältiges Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, stehen aber auch Vereinen, Gruppierungen des Stadtteils und Einzelnen für die verschiedensten Versammlungen, Feiern und Feste zur Verfügung.

Die Pfarrbücherei von Christkönig geht auf die Zeit vor 1945 zurück, als Pfarrer Ferdinand Mayr Interessierten private Bücher auslieh, zunächst in der Sakristei und in seinem Büro, später in der Kindergartenbaracke, dann im Neubau des Kindergartens. Dabei erweiterte sich der Bücherbestand im Lauf der Jahre immer mehr. 1989 siedelte die Pfarrbücherei in den jetzigen Büchereiraum im Anbau neben der Christkönigskirche um. Vor allem Kinder finden hier ein reichhaltiges Buchangebot.

Adresse

Kath. Pfarrkirchenstiftung Christkönig
Pappelweg 7
86169 Augsburg

Tel. 0821/707230
E-Mail: christkoenig(@)bistum-augsburg.de


Weblinks


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