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Carbon Composites e. V.

ein Augsburger Verein, der das Ziel hat, die Wirtschaftsregion Augsburg? als führendes Zentrum für Faserverbundtechnologie zu etablieren

Allgemeines

Carbon Composites e.V. (CCeV) ist ein Verbund von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, der die gesamte Wertschöpfungskette der Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe abdeckt. CCeV vernetzt Forschung und Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz und versteht sich als Kompetenznetzwerk zur Förderung der Anwendung von Faserverbundwerkstoffen. Sitz des Vereins ist Augsburg.

Die Aktivitäten von CCeV sind auf die Produktgruppe „Marktfähige Hochleistungs-Faserverbundstrukturen“ ausgerichtet. Schwerpunkte liegen auf Faserverbundstrukturen mit Kunststoffmatrices, wie sie aus vielen Anwendungen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind, sowie auf Faserverbundstrukturen mit Keramikmatrices mit ihren höheren Temperatur- und Verschleißbeständigkeiten.

Zu dem Verein gehören Firmen wie Cassidian, Eurocopter, KUKA AG, MT-Aerospace?, Premium Aerotec? und Rheinmetall, also Firmen mit einem hohen Wehrtechnik-Anteil oder Rüstungsfirmen. Cassidian z. B. ist die Rüstungsfirma der EADS, die sich u. a. mit dem Bau und der Entwicklung von Kampfflugzeugen, Drohnen und Raketentechnik befasst.

An der Spitzenclusterinitiative MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (CCeV) beteiligen sich Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie unterstützende Organisationen aus der Region München-Augsburg-Ingolstadt. Gründungspartner von MAI Carbon sind die Unternehmen Audi, BMW, Premium AEROTEC, Airbus Helicopters, Voith und die SGL Group, sowie die IHK Schwaben, der Lehrstuhl für Carbon Composites (LCC) der TU München und der CCeV. Alle beteiligten Partner agieren auf dem Technologiefeld Hochleistungs-Faserverbundwerkstoffe, und hier insbesondere auf dem Gebiet der carbonfaserverstärkten Kunststoffe (CFK). Der Schwerpunkt liegt auf den Anwenderbranchen Automobilbau, Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau.

Hauptanliegen von MAI Carbon ist es, den Werkstoff Carbon für die Serienreife fit zu machen sowie die Region München-Augsburg-Ingolstadt zu einem europäischen Kompetenzzentrum für CFK-Leichtbau auszubauen, das die gesamte Wertschöpfungskette der CFK-Technologie abdeckt und den vertretenen Partnern in der Schlüsseltechnologie CFK zu einer Weltmarkt-Spitzenposition verhilft.

Geschichte

CCeV wurde 2007 gegründet.

Der Carbon Composites e.V. bot 2010 zum ersten Mal einen Brückenbauwettbewerb für Studenten der Ingenieurswissenschaften an. Der Verein verfolgte dabei das Ziel, Studenten die Thematik der Faserverbundwerkstoffe mit einer praxisorientierten Aufgabenstellung näher zu bringen.

Im Januar 2012 kam die Initiative „MAI Carbon“ des Vereins in die letzte Runde des Spitzencluster- Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „MAI Carbon“ stand für die Aktivitäten der Initiative im Städtedreieck München – Augsburg – Ingolstadt und das Material Carbon (Kohlefaser). Damit errang die Initiative die Förderung des BMBF, um sich in der internationalen Spitzengruppe von Clustern zu etablieren. Ins Leben gerufen wurde die Initiative von Firmen wie Audi, Premium Aerotec?, der SGL Group, BMW, Eurocopter oder Voith. Insgesamt planten 73 Partner 31 Projekte der Initiative innerhalb von fünf Jahren umzusetzen, wozu etwa Ziele gehörten wie den industriellen Durchbruch für Carbon Faserverbundwerkstoffe (CC) in der Serienfertigung zu schaffen, die Innovationsführerschaft des Clusters in der Zukunftsbranche Carbon Composites (CC) Industrie zu übernehmen oder die erste Adresse für internationale Spitzentalente mit Schwerpunkt CC zu werden. „Die Bedeutung, ein Spitzencluster zu werden ist nicht allein im Projektwert in Höhe von 80 Millionen Euro zu sehen. Vielmehr ist es die Verankerung der Wertschöpfungskette einer kompletten Zukunftstechnologie, die im Städtedreieck Augsburg-München-Ingolstadt einmalig in Europa ist. Das schafft Arbeitsplätze. Jedes Unternehmen, das sich in welcher Form auch immer mit dem Faserverbundwerkstoff CFK beschäftigt, wird künftig zuerst in unsere Cluster-Region blicken“, erklärte die damalige Augsburger Wirtschaftsreferentin Eva Weber in einer Pressemitteilung der Stadt Augsburg und führte weiter aus: "Ich wünsche dem Konsortium aus Unternehmen, Forschung und Wissenschaft einen hervorragenden Start und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit - schließlich ist Augsburg der Clustersitz."

Anfang 2013 wurde Dr. Hubert Jäger, Leiter der Forschung der SGL Group, zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Zusammen mit der Würzburger Initiative junge Forscherinnen und Forscher (IJF) und der Hochschule Augsburg entwickelte der Verein Carbon Composites e.V. (CCeV) 2014 das Schulbesuchsprogramm "Leichtbau" für Schülerinnen und Schüler der 8.-10. Jahrgangsstufen. Verschiedene Lernstationen ermöglichten den Jugendlichen, theoretisch wie praktisch wichtige Kernelemente der Leichtbau-Thematik zu begreifen.

2014 sollte bei dem Brückenbau-Wettbewerb von Carbon Composites erstmals aus der Kombination eines preiswerten bau-typischen Werkstoffes und dem Werkstoff Kohlenstoffaser eine "hybride" Lösung gefunden werden.

Vom März 2014 bis Juli 2015 veranstaltete MAI Carbon mit der Augsburger Agentur Neonpastell die Sonderausstellung „Harter Stoff: Carbon – das Material der Zukunft“ im Deutschen Museum? in München auf 300 Quadratmetern.

HARTER STOFF — Carbon, das Material der Zukunft from Neonpastell on Vimeo.

Vom 16. Mai 2014 bis zum 12. Juli 2015 lässt sich die Sonderausstellung «HARTER STOFF – Carbon, das Material der Zukunft» betrachten und interaktiv erleben. Die Besucher hatten an 14 Demonstrations-Stationen die Möglichkeit, das Material der Zukunft zu begreifen und zu erforschen. Viele kleine Videos erklärten die Entstehungsprozesse der beeindruckenden High-Tech-Exponate aus Industrie und Forschung und in den gemütlichen Info-Lounges konnte man sich in Ruhe in die Lektüre vertiefen.

Im April 2015 umfasste Carbon Composites 266 Mitglieder, darunter 54 Forschungseinrichtungen, 44 Großunternehmen, 132 kleine und mittlere Unternehmen, 30 assoziierte Mitglieder sowie sechs unterstützende Organisationen.

Im Mai 2015 lud MAI Carbon zu einem Workshop seiner Partner nach Augsburg ein, auf dem die Strategie über die staatliche Förderung bis 2017 hinaus besprochen wurde. Dazu kamen etwa 100 strategische Partner zusammen. Als Ziele wurden Internationalisierung und stärkere Öffentlichkeitsarbeit beschlossen.

2016 war Carbon Composites e. V. (CCeV) der stärkste Composite-Verbund im deutschsprachigen Raum mit knapp 300 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Details

Der Verein bietet den Brückenbau-Wettbewerb an, der für Auszubildende, Schüler und für Studenten der unteren Semester eine besondere Möglichkeit eröffnet. In sehr kurzer Zeit werden grundlegende Kenntnisse über unterschiedliche Werkstoffe erfasst. Bereits bei der Konzeptionierung spielt die gesamte Entwicklungskette bis hin zur Herstellung der Brücke eine wichtige Rolle. Die Herausforderung umfasst die technische Mechanik, die werkstoffgerechte Gestaltung sowie die Bauausführung. Anmeldungen zu dem Brückenbau-Wettbewerb können bei der Geschäftsstelle des CCeV abgegeben werden.

Der Spitzencluster MAI Carbon im Städtedreieck München, Augsburg, Ingolstadt verfolgt das Ziel, die CFK-Technologie bis 2020 zur Großserienfähigkeit zu führen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Sprunginnovationen entlang des kompletten Bauteil-Lebenszyklus erforderlich. Dies ausgehend vom Faser- und Matrixmaterial über die Fertigung der Bauteile und Produktsysteme bis hin zu schlüssigen Recyclingkonzepten. Den vertretenen Partnern in der Schlüsseltechnologie CFK verhilft es zu einer Spitzenposition auf dem Weltmarkt.

Adresse

Carbon Composites e.V.
Alter Postweg 101
D-86159 Augsburg

Tel. 0821/26 84 11 04
Fax 0821-26 84 11 08


Weblinks


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