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Bundeswehr

Allgemeines

Geschichte

Am 12. Juli 2011 spielte die Big Band der Bundeswehr auf dem Rathausplatz Augsburg. Damit wurde der Friedensstadt Augsburg der Marsch geblasen. Aufgespielt wurde laut Veranstalter zugunsten der neuen Kinderklinik. Tatsächlich handelte es sich um eine Werbeveranstaltung der Bundeswehr. Geblasen wurde also im Grunde zur völkerrechtswidrigen Beteiligung der Bundeswehr an diversen Kriegskoalitionen. Es sollte indirekt Stimmung gemacht werden für die laufenden Auslandseinsätze der Bundeswehr, für ihre Finanzierung und die Rüstung der Bundeswehr für diese Zwecke. Die Rüstungsproduktion bei Premium Aerotec?, MT Aerospace?, Renk? und anderen Rüstungsfirmen in Augsburg und Umgebung lief damals auf Hochtouren. Swingend sollte davon abgelenkt werden, dass der Militärhaushalt die Gelder verschlingt, die in Schulen, im Armutsbereich und im Gesundheitswesen fehlen – so dass der Freistaat Bayern? angeblich nicht einmal mehr eine Kinderklinik in der drittgrößten Stadt Bayerns komplett finanzieren konnte. Von 40 Millionen Euro für die Klinik waren vom Freistaat 36,6 Mio. bewilligt. Den Rest wollte ein Förderverein mit dem Namen mukis unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten der CSU, Max Strehle?, aufbringen. Max Strehle? war damals Mitglied der Arbeitsgruppe Wehrpolitik in der Landtagsfraktion. Deshalb hätte er wissen können, dass mit dem Geld für einen einzigen Militärtransporter A 400 M?, der auch in Augsburg produziert wurde, vier Kinderkliniken komplett zu finanzieren gewesen wären. Auch die Kampagne „City of Peace“ wurde für den Auftritt der Bundeswehr Big Band bemüht: Sie sollte den angemessenen Rahmen für die Kriegsmusik bilden. Das sprach der Mitgliedschaft der Stadt Augsburg im internationalen Städtebündnisses „Cities for Peace“ Hohn, dem der Stadtrat mit einer antimilitaristischen Resolution 2003 beigetreten war. OB Gribl hatte trotzdem bereitwillig die Schirmherrschaft für den Auftritt der Big Band der Bundeswehr übernommen. Hätte die Stadt Augsburg ihre Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft in „Cities for Peace“ ernst genommen, hätten viele Kinder in Afghanistan, im Irak, in Libyen von den mörderischen Attacken der NATO verschont werden können und es wäre viel Geld frei für Kinderkliniken und dergleichen mehr.

Im November 2011 veröffentlichte der damalige Verteidigungsminister ein neues Stationierungskonzept, das große Einschnitte für die Bundeswehr bedeutete. Am stärksten war Bayern betroffen, wo von 50.000 Dienstposten etwa 20.000 wegfallen sollten.

Im Allgäu sollten nach den Planungen etwa 66 % der Dienstposten wegfallen. In Kaufbeuren wurden z. B die Technische Schule der Luftwaffe und das Dienstleistungs- und Sanitätszentrum gestrichen. Der Bundeswehrstandort Kempten mit bis dahin etwa 870 Dienstposten sollte ganz aufgegeben werden (Gebirgssanitätsregiment, Fachsanitätszentrum und Kreiswehrersatzamt). Weitere Stellen sollten in Sonthofen? und Füssen? entfallen.

Auch Standorte, die unmittelbar an das Ostallgäu? angrenzen, mussten Federn lassen: So strich die Planung in Altenstadt?, Penzing? und Lagerlechfeld? etwa 4000 Dienstposten bei der Luftlande- und Lufttransportschule, dem Lufttransportgeschwader 61, der Flugabwehrraketentruppe 22, des Sanitätszentrums und des Jagdbombergeschwaders.

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