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Bonstetten

eine Gemeinde im Landkreis Augsburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Welden

Wappen von Bonstetten
Wappen von Bonstetten, von Gliwi (http://www.hdbg.eu/gemeinden/web/) [Public domain], via Wikimedia Commons

Allgemeines

Bonstetten liegt im Nordwesten von Augsburg, knapp 20 Kilometer entfernt. Von Augsburg aus fährt man mit dem PKW eine knappe halbe Stunde nach Bonstetten. Bonstetten schmiegt sich an den Südhang des Staufenbergs im Laugnatal?. Fast die Hälfte des 650 Hektar großen Gemeindegebiets ist bewaldet, denn Bonstetten liegt inmitten des Naturparks Augsburg–Westliche Wälder im so genannten Holzwinkel. Das Gemeindegelände ist abwechslungsreich, Wald, Buschwerk, offenes Gelände, Hohlwege, Steilhänge und landwirtschaftliche Flächen wechseln sich ab. An der Laugna und an einer Lourdes-Kapelle sind Feuchtbiotope angelegt. Wanderer und Ausflügler nehmen den Ort gern als Ausgangspunkt von Wanderungen. Fahrradfahrer kennen Bonstetten durch die zum Radweg ausgebaute ehemalige Eisenbahntrasse von Neusäß nach Welden.

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Impressionen der Kirche Sankt Stephan Bonstetten 2013. By Jkü (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Noch immer dominiert die Pfarrkirche Sankt Stephan den Ort Bonstetten. Um sie gruppiert sich das alte Dorf mit landwirtschaftlichen Höfen, der alten Schule, in der bis 2011 ein Kindergarten untergebracht war, dem Rathaus und der örtlichen Feuerwehr.

Die Bevölkerung Bonstettens betrug zwischen 1840 und dem Zweiten Weltkrieg um die 400 Personen, 1950 erreichte sie etwa 600 Personen, um 1961 auf etwa 500 Personen abzusinken, doch danach entwickelte sich die Bevölkerung kontinuierlich nach oben. 2011 erreichte die Gemeinde etwa 1.200 Bewohner.

Geschichte

Wann genau Bonstetten gegründet wurde, ist unbekannt. Auf dem Gemeindegelände gibt es einen vorgeschichtlichen Grabhügel auf der Flur "Bäckerbauern-Holz" etwa 1.300 Meter westnordwestlich von der Bonstetter Kirche entfernt); auf der Flur "Bauern-Holz" etwa 900 Meter westsüdwestlich der Kirche hat man darüber hinaus ein Erdwerk entdeckt, das sich zeitlich noch nicht einordnen lässt, auf der Flur "Kruichner Feld" entdeckte man Siedlungsreste aus der römischen Kaiserzeit (650 Meter südwestlich der Kirche).

Sicher ist jedoch, dass sich die ersten Bonstetter am Südhang des Staufenbergs niederließen. Er ist mit seinen 575 Meter Höhe die höchste mittelschwäbische Erhebung und liegt im Laugnatal?, am Rande des "Adelsrieder Beckens". Vermutlich war Bonstetten eine der typischen Rodungssiedlungen Anfang des 11. Jahrhunderts. In diese Zeit lässt sich anhand neuer Ausgrabungen die Geschichte der Dorfkirche Sankt Stephan zurückverfolgen. Jedenfalls wird Bonstetten 1063 erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. und 13. Jahrhundert erwarben das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra sowie das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld Teile Bonstettens als Grundherren. Das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra erwarb eine Reihe von Gütern durch Schenkung und Kauf und konnte im Lauf der Jahre seinen Besitz in Bonstetten vergrößern. 1266 erhielt das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld von Albert von Villenbach aus einer markgräflich-burgauischen Familie ebenfalls großen Besitz in Bonstetten. Diesen Besitz behielten die in Bonstetten oft miteinander konkurrierenden und um die Gerichtszuständigkeit streitenden Klöster bis zur Säkularisation 1803.

Von 1862 bis 1929 gehörte Bonstetten zum Bezirksamt Zusmarshausen? und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg?, das ab 1939 als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.

1967 beschloss der Gemeinderat mit Zustimmung des bayerischen Innenministeriums das heute verwendete Wappen.

In den letzten Jahrzehnten wandelte sich Bonstetten von einer bäuerlichen Siedlung zu einer Wohngemeinde. Das begann in den 1970er Jahren, als vor allem östlich und südlich des Ortes neue Wohngebiete angelegt wurden, in die Pendler nach Augsburg einzogen.

2013 beging Bonstetten sein 950-jähriges Ortsjubiläum mit einem Festprogramm.

Details

Neben der A 8 (Ausfahrt Adelsried?) ist Bonstetten außerdem durch die Kreisstraße A 5? (Adelsried? - Heretsried?) und die Staatsstraße 2032? (Augsburg - Wertingen) angebunden.

Bonstetten zählt darüber einige Wander- und Radwege: z. B. Rund um Bonstetten?, Geologischer Lehr- und Landschaftspfad am Staufenberg, Zur Ganghoferhütte?, Anbindung an den großen Wanderweg "Lueg ins Land von Türkheim? nach Wertingen und den Radweg NeusäßWelden auf der Trasse der 1986 stillgelegten Bahnstrecke Augsburg – Welden. Eine Besonderheit ist der LandArt-Kunstpfad Bonstetten, der 2014 eingerichtet wurde.

Das Wappen von Bonstetten zeigt zwei goldene Kleeblattkreuze, die für das Kloster Sankt Ulrich und Afra stehen, und einen weißroten Schrägbalken, der für das Kloster Oberschönenfeld steht. Den geschachteten Schrägbalken nennt man "Zisterzienserbalken".

Der Name Bonstetten bedeutet "Wohnstätten des Bon(o)"; als "Bonesteten" taucht er in einem Güterverzeichnis des Augsburger Domkapitels? 1063 auf. Bischof Heinrich II.? besaß dort eine "Hube".

Die katholische Pfarrkirche Sankt Stephan steht in der Kirchstraße 4. So wie sie uns heute begegnet, stammen Turm und Chor aus der Zeit um 1500. Das Langhaus wurde 1982 neu erbaut. An der Straße nach Welden steht eine kleine 1885 erbaute Wegkapelle, die zum Anhalten und Beten einlädt.

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Impressionen der Wegkapelle Bonstetten 2013. By Jkü (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Eine Bonstetter Tradition ist die jährliche Wallfahrt im Mai, die in Erinnerung an die Pest während des 30-jährigen Krieges abgehalten wird. Auch das "Mariä-Himmelfahrt-Fest" hat in Bonstetten eine besondere Tradition und wird gefeiert eingedenk der "förchterlichen Gefahren für die Maiden im Ort" durch die französische Soldateska, die im August 1796 von Welden nach Bonstetten anrückte.

Partnergemeinde von Bonstetten ist Bonstetten in der Schweiz.

Lage


Weblinks


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