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Bildungscafé

ein ehemaliges Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Augsburg

Allgemeines

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Der Slogan des Bildungscafés lautete "Bildung für alle!". Das hieß: Das Bildungscafé wollte sich für mehr Gerechtigkeit durch gleiche Chancen in der Bildung einsetzen. Die Idee zu diesem Unternehmen entstammte ursprünglich einem Traum, den schon Millionen Menschen geträumt hatten: Dem Traum von einer Welt, in der allen Menschen die gleichen Chancen auf Bildung eröffnet werden. Mit dem Bildungscafé wurde in Augsburg ein erster Schritt gegangen, um diesem gemeinsam geträumten Traum einen Raum zu geben, indem ein Ort geschaffen wurde, an dem Bildung „gelebt“ und erlebt werden konnte - ohne Angst, ohne Stress, in einer entspannten Atmosphäre. Jeder war herzlich dazu eingeladen, diesen Ort mit seinem Engagement und seinen Ideen mitzugestalten und mit Leben zu füllen.

Zum Einen richtete sich das Bildungscafé mit diesem Hintergrund an Kinder und Jugendliche, denen Nachhilfe und Lernbegleitung angeboten wurden, zum Anderen aber auch an Erwachsene, die im Bildungscafé Kurse, und Arbeitskreise zu Bildungsthemen besuchen konnten. Auch Angebote im Bereich Freitanz und Entspannung gehörten zu den Angeboten für Erwachsene. Jeder konnte sich hier engagieren und seine Ideen mit Leben füllen.

Geschichte

2010 wurde YOUED.ORG in Augsburg gegründet, um das Bildungscafé zu tragen. Dieser Organisation gehörten als Gründer an: Bernd Brucker, Nguyen Ngoc Lien (Lienus) und Mario Schwarz. Die ersten freien Mitarbeiter waren Kalle Sander, Peter Feininger, Dr. Peter Maidl, Dr. Maria Tippner und Duc Hieu.

Schon im Juni 2010 gründete man das Bildungscafé, um einen Ort zu schaffen, an dem Bildung gelebt wird und in einer entspannten Atmosphäre erlebt werden kann.

2013 war der Traum von der Bildung für alle ausgeträumt. Es ging ein interessantes Augsburger Bildungsprojekt zu Ende.

Details

Nachhilfe und Lernbegleitung

Das Bildungscafé bot Nachhilfe für alle Klassen und alle Schularten in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und HSU an. Neben den Nachhilfekursen in den Kernfächern bot das Bildungscafé zusätzlich die Möglichkeit zur individuellen Betreuung in den Fächern Französisch, Latein, Physik und Chemie. Darüber hinaus gab es spezielle Unterrichtseinheiten und Kurse zur gezielten Schulaufgaben- und Prüfungsvorbereitung, inklusive Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss beziehungsweise zur Mittleren Reife. Es gab Einzel- und Gruppenunterricht mit maximal drei Schülern in der Lerngruppe. Die Kurse fanden in den Kernzeiten von Montag bis Freitag zwischen 14:00 Uhr und 20:00 Uhr statt. Eine Lerneinheit dauerte 90 Minuten. Für einen möglichst guten Lernerfolg wurde die Teilnahme an drei Lerneinheiten pro Woche empfohlen. Die genauen Anfangszeiten der jeweiligen Unterrichtseinheiten wurden nach Rücksprache individuell festgelegt.

Crashkurse: Die Crashkurse dienten in erster Linie dazu, den Schülern die Angst vor schlechten Noten zu nehmen. Der Schulstoff wurde systematisch aufbereitet, kleinere - und auch größere - Lücken wurden geschlossen, sodass der Schüler den Anschluss an den aktuellen Schulstoff von allein wieder finden konnte. Zudem wurden Lerntechniken vermittelt, die es ermöglichen, auch auf längere Sicht am Ball zu bleiben.

Nachhaltiges Lernen: Eine weitere Kursform war das nachhaltige Lernen. Nachhaltig bedeutete auf der einen Seite, dass der Schüler den gelernten Stoff behält und nicht sofort nach der Schulaufgabe oder nach dem Ende des Schuljahrs wieder vergisst. Nachhaltig bedeutete aber auch, dass die gelernten Inhalte auch konkret angewendet und übertragen werden können, und zwar nicht ausschließlich im schulischen Kontext, sondern auch im alltäglichen Leben. Bei der Nachhaltigkeit ging es dem Augsburger Bildungscafé also nicht darum, dass sich die Schüler möglichst viel Wissen aneigneten - und unter Umständen reproduzierten. Vielmehr ging es darum, das Wissen in der Praxis anzuwenden, mit dem Wissen zu spielen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Das nachhaltige Lernen wurde vom Bildungscafé als die "natürlichste" Form menschlichen Lernens gesehen, da wir es benötigen, um uns in der Welt zurecht zu finden. Verdeutlichen lässt sich dies mit der alten Lebensweisheit: "Man lernt nur schwer aus den Fehlern anderer. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln." Unterstützt wurden die Schüler durch verschiedene Techniken des nachhaltigen Lernens. Das Ziel waren nicht in erster Linie bessere Schulnoten. Das Hauptaugenmerk lag auf einer veränderten Lernhaltung. Es ging darum, dass die Schüler den Spaß am Lernen neu entdecken.

Intensivkurse: In den Intensivkursen, die für Schüler ab Jahrgangsstufe acht konzipiert waren, wurden neben verschiedenen Nachhaltigkeitstechniken unter anderem auch Abstraktionstechniken vermittelt, die den Zugang zu bestimmten Problemstellungen erleichtern. Neben dem Schulstoff ließen sich mit diesen Techniken auch andere Aufgabenstellungen analysieren und erschließen. Wissen wurde transferiert, nach dem Motto: Fit in der Schule, Spaß und Erfolg im Leben.

Angebote für Erwachsene

In einem Loftbereich wurden zwei Sektionen angeboten, in denen Erwachsene verschiedene Entspannungstechniken kennenlernen und diejenige entdecken/finden konnten, die zu ihnen passte. Jeder konnte hier ohne Vorkenntnisse einsteigen und mitmachen. In der Gruppe oder Gemeinschaft konnten sich Verspannungen leichter lösen. In Sektion 1 traf man sich einmal die Woche ganz ungezwungen zu Freitanz, Tensegrity, Chi Gong, Fünf Tibeter etc. und lernte sich selbst und die Mitwelt durch Übungen, Bewegungen und Tanz besser kennen. Der Eintritt war frei. Ein angemessenes Dana (buddhistisches Schenken) war erwünscht. In Sektion 2 wurde eine therapeutische Begleitung zu den Entspannungsübungen und -techniken von einer heilkundlichen Psychotherapeutin angeboten.

Dazu kamen Arbeitskreise wie der AK Landschaftsästhetik. Der Arbeitskreis Landschaftsästhetik wurde im September 2010 in Augsburg im Bildungscafé gegründet. Gründungsmitglieder waren Dr. rer. nat. Joachim Rathmann? (Universität Augsburg), M.A. & Mag. phil. Nguyen Ngoc Lien? (bekannt als Lienus, Friedensgeograph und Performer), M.A. Hartmut Wermann? (Philosoph), Peter Feininger? (Privatlehrer, Landschaftsmaler, kritischer Berichterstatter) und Mark Robertz? (Photograph und Künstler). Ziel des Arbeitskreises war nicht nur eine enge Vernetzung zwischen Universität/Wissenschaft und Gesellschaft zu erreichen, sondern er wollte sich stärker als Gesprächspartner, Vermittler, Impulsgeber in Bereichen der therapeutischen Landschaften und der nachhaltigen Stadtentwicklung einbringen bzw. anbieten. Der AK bemühte sich daher, neben wissenschaftliche Artikeln zur Landschaftsästhetik und therapeutischen Landschaften auch populärwissenschaftliche Aufsätze und Beiträge zu veröffentlichen. Ein weiteres Ziel war die Ausarbeitung einer Theorie der Landschaftsästhetik sowie die Erkundung der Anwendungsbereiche wie Landschafts- und Bebauungsgutachten, Revitalisierung von Land- und "Stadtbildern", Natur- und Umweltschutz etc.

Der AK Landschaftsästhetik bot somit ein weitreichendes stadtplanerisches, philosophisches, literarisches und/oder künstlerisches Betätigungsfeld mit vielen Anschlussmöglichkeiten. Der AK traf sich in einem 14-tägigen Turnus dienstags im Bildungscafé.

Weblinks


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