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Bildung in Augsburg

Allgemeines

In keinem Bundesland hängt der Zugang zur weiterführenden Bildung so stark vom Einkommen ab wie in Bayern.

Details

Schulen

Hochschulen

Volkshochschulen

Geschichte

Zwischen 1990 und 2002 gab die Stadt etwa 75 Mio. € für Sanierung und Neubau von Schulgebäuden aus. Im Einzelnen wurden asbestversuchte Schulpavillons in Lechhausen, im Herrenbach? und im Spickel saniert und für 4,5 Mio € eine Dreifach-Turnhalle für die Hans-Adlhoch-Volksschule? in Pfersee gebaut. Die Volkschule Hammerschmiede? bekam für 1,15 Mio. € einen Erweiterungsbau. Weitere Erweiterungsbauten bekamen die Werner-Egk-Grundschule? in Oberhausen (5,35 Mio. €), die Volksschule Hochzoll Süd? (4,25 Mio. €) und die Volksschule Firnhaberau? (5,75 Mio. €). Die Berufsschule IV? wurde für 1,45 Mio. € aufgestockt, die Pankratiusschule? in Lechhausen bekam ein neues Förderzentrum für 9,15 Mio. €, die Albert-Einstein-Volksschule? in Haunstetten erhielt einen Ersatzbau für ihre vom Grundwasser geschädigten Fachräume (1,4 Mio. €) und die Volksschule Centerville-Süd? machte eine Investition von fast 12 Mio. € nötig, um das Gelände der ehemaligen Extension Dependent School anzukaufen, zu sanieren und zu erweitern. Dazu kamen etwa 27,5 Mio. €, um Augsburger Schulgebäude zu erhalten oder zu reparieren und weitere 1,5 Mio. €, um Schulen mit P Cs? und Beamern auszustatten oder Internetzugänge zu finanzieren. Durch ökologische Schulprogramme konnte die Stadt zwischen 1997 und 2002 rund 1,6 Mio. € für Schulen einsparen.

Der Augsburger Bildungsbericht wies 2007 2.551 Schüler aus dem Umland aus, die Augsburger Gymnasien und Realschulen besuchten. Aus dem Landkreis Aichach-Friedberg 1.028, aus dem Landkreis Augsburg 1.523. Dies führte zu einer großen Raumnot in den betroffenen Augsburger Schulen, weshalb immer wieder Forderungen nach zusätzlichen Landkreis-Schulen laut wurden.

In grundsätzlichen Entscheidungen beschloss der Stadtrat am 15. Februar 2007 und am 17. Juli 2007 einstimmig, an den öffentlichen Schulen? in Augsburg die Einrichtung von gebundenen Ganztagsschulen bzw. Ganztagsklassen zu unterstützen.

2008 begann die Stadt Augsburg einige Millionen Euro zu investieren, um ihre öffentlichen Schulen zu vernetzen. Jahr für Jahr gab das Schulverwaltungsamt? 2.500.000 Millionen Euro dafür aus. Pro großem Gymnasium kostete die Vernetzung etwa 100.000 Euro, für kleinere Schulen wurden etwa 60.000 Euro fällig. Bis August 2011 waren etwa 30 von 70 öffentlichen Schulen? vernetzt. So sollten etwa schulübergreifende Projekte möglich werden. Damals waren schon etwa 3.000 Computer in den öffentlichen Schulen? installiert.

An jeder Hauptschule und Förderschule der Stadt Augsburg wurde zum Schuljahr 08/09 in Kooperation mit der Agentur für Arbeit? und dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus? eine vertiefte Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit eingerichtet. Konkret bedeutete das Hilfestellung bei gravierenden sozialen und erzieherischen Problemen zu geben, soziale Kompetenz und Schlüsselqualifikationen bei den Jugendlichen zu entwickeln, eine positive Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, die für den schulischen Erfolg nötige Motivation zu erhalten und zu fördern, gegebenenfalls die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit, den Übergang in eine berufsvorbereitende Maßnahme zu fördern. Die Förderung der Agentur für Arbeit betrug im Schuljahr 08/09 ca. 410.000,00 €, die Regierung von Schwaben förderte die Vertiefte Berufsorientierung mit ca. 200.000 €, ca. 210.000 € wurden von der Stadt Augsburg getragen. Ein weiterer Baustein für die Vertiefte Berufsorientierung war das Portfolio für jeden Schüler ab der 7. Klasse Hauptschule, konkret eine Mappe, die sich hauptsächlich mit der Erlangung und Übung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zum Bereich der Ausbildungsreife zu rechnen sind, beschäftigte.

Auch im Landkreis Augsburg zeigte sich 2012 der Rückgang von Schülern an weiterführenden Schulen. Bis 2019 erwartete man einen weiteren Rückgang der Schülerzahlen im Landkreis von acht bis neun Prozent. Um diesen Rückgang zu gestalten, begannen immer mehr weiterführende Schulen mit Kooperationen.

Von 2008 bis 2012 wurden rund 10 Millionen € in den Neu-, An- oder Umbau von Mensen und Aufenthaltsräumen investiert in Schulen investiert, um sie zu Ganztagsschulen umzubauen. 2012 liefen entsprechende Bauarbeiten an der Agnes-Bernauer-Realschule? in der Innenstadt, an der Albert-Einstein-Mittelschule? in Haunstetten, der Löweneck-Mittelschule? sowie an der Martinschule? (Sonderpädagogisches Förderzentrum II), beide in Oberhausen. Die Planungen sahen etwa 7,6 Mio. € Investitionssumme vor.

2012 plante man Umbaumaßnahmen für die Ganztagsschule an der Grundschule Hammerschmiede und eine Erweiterung der Grundschule Göggingen-West.

Als Ergebnis des 2. Augsburger Bildungsberichts, der im Dezember 2012 vorgestellt wurde, begann die Stadt Augsburg besonders im Vorschulbereich die Bildungs- und Betreuungsangebote auszubauen.

2013 stieg Augsburg in den Prozess Bildungsregion in Bayern? ein. Ziel war es Bildungs- und Teilhabechancen in Augsburg zu steigern.

Anfang 2013 herrschte in Augsburger Realschulen und Gymnasien drangvolle Enge. Jede dritte Klasse eines Gymnasiums oder einer Realschule in Augsburg hatte 31 oder mehr Schüler. Damit lag Augsburg extrem weit abgeschlagen hinter dem bayerischen Durchschnitt. Denn bayernweit waren nur in 10 - 13% die Klassen mit mehr als 31 Schülern übervoll besetzt. Dabei hatte der Erste Bayerische Bildungsbericht schon 2006 deutlich gemacht, dass Augsburg in Bayern Spitzenreiter bei riesigen Klassen war und darüber hinaus auch noch vergleichsweise viele übergroße Klassen hatte. Wirklich Abhilfe geschafft haben die neuen Gymnasien in den Landkreisen nicht. Die Situation war 2013 unverändert problematisch. Besonders schwer traf es die Realschulen in Augsburg: 38,5% der Augsburger Realschulklassen waren mit 31 oder mehr Schülern übervoll besetzt. Bayernweit wiesen nur 13,2% diese Klassenstärke auf. Weitere 51,9% der Augsburger Realschulen hatten 26 bis 30 Schüler. Auch im Landkreis Augsburg und im Landkreis Aichach-Friedberg kamen Realschulklassen mit über 31 Schüler noch doppelt so häufig vor wie im bayernweiten Durchschnitt: 20,8% der Klassen in Aichach-Friedberg und 17,2 % im Landkreis Augsburg waren mit 31 Schülern und mehr überfüllt, über 50% wiesen hier Klassenstärken mit über 26 Kindern auf.

Leider sah es bei den Gymnasien nicht wesentlich besser aus: Auch hier waren rund ein Drittel der Klassen mit 31 und mehr Schülern zu voll und über die Hälfte der Klassen hatte eine Stärke von 26 oder mehr Kindern. (Klassen über 31 Schüler: Augsburg Stadt: 28,8% / Landkreis Augsburg 31,6% / Bayern: 10,8%.)

Auch die Zahl der Wiederholer war an den Schulen der Region überdurchschnittlich hoch.

2013 zählte Augsburg 120 Studiengänge, 14 Fakultäten, acht Elitestudiengänge, etwa 30.000 Studenten, 47 Grund-, Haupt- und Mittelschulen, acht Realschulen, elf Gymnasien, 51 Berufsbildende Schulen? und eine Internationale Schule Augsburg.

2015 plante die Stadt Augsburg etwa 26 Millionen Euro in Brandschutz und Sanierung von Schulen fließen zu lassen, verteilt auf etwa 20 Schulen. 21 Mio. Schulden plante die Stadt Augsburg damals dafür aufzunehmen. Vor allem energetische Sanierungen, Brandschutz, Verbesserung von Schultoiletten etc. sollten finanziert werden.

Im Januar 2016 war die Bewerbung der Stadt Augsburg für das Qualitätssiegel Bildungsregion in Bayern? erfolgreich. Mit der Zuerkennung des Titels wurde das Engagement Augsburgs für eine ganzheitliche Bildung, die Förderung der Bildungsteilhabe und die konsequente Weiterentwicklung der Bildungsregion Augsburg gewürdigt.

Unter dem Motto "Bildung auf einen Klick" ging im März 2017 das regionale Bildungsportal A3 an den Start. Es bot allen bildungsinteressierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Augsburg sowie der Landkreise Augsburg-Land und Aichach-Friedberg einen Überblick über das Bildungs-, Weiterbildungs- und Beratungsangebot in Stadt und Region Augsburg.

Im April 2017 gab der Freistaat Bayern? bekannt, Baumaßnahmen im Bildungsbereich in Augsburg mit 5,588 Mio. Euro zu fördern. Die Städte Gersthofen und Neusäß erhielten 2,9 Mio. € bzw. 2,22 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde der Landkreis Augsburg beim Umbau der Franziskusschule in Gersthofen und dem Ersatzneubau für das Staatliche Berufliche Schulzentrum in Neusäß mit insgesamt 4,2 Mio. € unterstützt. Grundlage war die kommunale Hochbauförderung nach Artikel 10 des Finanzausgleichsgesetzes. Sie soll gewährleisten, dass in allen Regionen Bayerns in etwa die gleiche kommunale Infrastruktur angeboten werden kann - insbesondere für Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Sonstiges

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