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Biber

Lat. Castor fiber; größtes europäisches Nagetier; kommt in Augsburg und in der Region Augsburg aufgrund vieler Gewässer vor

Allgemeines

Der Biber ernährt sich von Rinde, die er abnagt. Er ist ein reiner Pflanzenfresser, der im Sommer auch Blätter, Kräuter und Gräser frisst. Das verbleibende Holz verwendet er zum Dammbau, um den Wasserstand um seine Behausung herum zu regulieren, so dass der Eingang seiner Biberburg immer im Wasser liegt.

Mehrere Generationen Biber führen zu umfangreichen Burgen, deren Kammern nur durch unter Wasser mündende Gänge zugänglich sind. Biber haben einen horizontal abgeplatteten, schuppigen Schwanz und Schwimmhäute an den Hinterfüßen, wodurch sie optimal an das Leben am Wasser angepasst sind. Weil der Biber in Deutschland vom Aussterben bedroht ist, steht er unter Naturschutz. In den letzten Jahren sind in die Region Augsburg wieder Biber eingewandert und sind dabei, stabile Populationen aufzubauen.

Der europäische Biber kann es auf 30 Kilo Körpergewicht bei einer Länge von knapp einem Meter bringen. Damit ist er das zweitgrößte Nagetier der Welt. Zwar steht er unter Artenschutz und darf nicht getötet oder gefangen werden, doch gerade deshalb breitet er sich stark aus. Allein im Landkreis Augsburg gab es 2015 etwa 700 Exemplare, was hin und wieder zu Problemen führte. Denn er untergräbt Deiche, zernagt Bäume und bei Hochwasser? sorgen seine Geäst-Dämme für unberechenbare Gefahren.

Geschichte

Im Dezember 2012 nagten Biber zehn Bäume am Hochablass an, die anschließend gefällt werden mussten, weill sie auf einen Waldweg zu stürzen drohten.

2014 musste eine Brücke über die Roth? im Kutzenhausener Ortsteil Buch? abgerissen werden, weil Biber den Brückenfuß geschädigt hatten.

2015 führte der Landkreis Augsburg einen hauptamtlichen "Bibermanager" ein, um die Probleme, die der Biber schafft, zu bewältigen.

Details

Die Kelle, der Biberschwanz, kann über 30 Zentimeter lang werden. Biber können bis zu 20 Minuten unter Wasser tauchen. Die Biberburgen, die dieses Nagetier baut, können bis zu zwei Meter hoch werden. Biber sind nachtaktiv.

In Augsburg gibt es in der unteren Naturschutzbehörde einen Biberberater.

Der Zoo Augsburg besaß 2011 kanadische Biber.

In Augsburg ist der Biber z. B. am Kuhsee aktiv.

Kruichen? bei Welden gilt als "Biberparadies" des Landkreises Augsburg. Dort leben auf vier Hektar Biotop Bekassinen?, Enten?, Störche? und Biber, die sich hier artgerecht entfalten.

Umsiedlungen des Bibers, Zerstörungen seiner Bauten sind ziemlich unwirksam, denn Biber markieren ihren Bereich und weichen nicht. Besser ist es, Gitter auf den Böden der Gewässer auszulegen, damit die Tiere sie nicht untergraben können. Wer Probleme mit einem Biber hat, sollte sich an den Bibermanager des Landkreises Augsburg wenden.

Weblinks


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