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Besonderheiten des Bayerischen Textil- und Industriemuseums tim

In diesem Beitrag geht es um verschiedene historische Maschinen, die im Textilmuseum tim in Augsburg stehen und so für die Nachwelt gerettet werden konnten, aber auch z. B. um einen Film, der im tim gedreht wurde.

Schaft-Webstuhl

In der tim-Museumsweberei ist ein mechanischer Schaft-Webstuhl vom Ende des 19. Jahrhunderts besonders zu betrachten. Ursprünglich wurden auf ihm in Asbach-Bäumenheim? in der Drosbach´schen Spinnerei und Weberei Post- und Geldsäcke hergestellt. Heute webt man das historische Barchent-Tuch der Fugger wie im 16. Jahrhundert auf diesem Webstuhl und verkauft es im tim-Sortiment als Bade-, Schlosser- und Geschirrhandtuch. Der Webstuhl war Jahrzehnte nicht mehr in Gebrauch und musste aufwendig restauriert werden.

High-Tech-Maschinen

Im November 2007 unterstützte die Lindauer Dornier GmbH das tim und seine Museumswerkstatt mit zwei hochmodernen Webmaschinen und komplettierte damit die Dokumentation der Technikgeschichte. Eine der beiden Webmaschinen ist im tim für kleine, exklusive Auflagen vorgesehen. Sie ist eine „Spielwiese“ für Designer und Modeschaffende. Diese können mit ihren Entwürfen ins tim kommen und zum Beispiel Musterproduktionen in Auftrag geben bzw. ihre Entwürfe, bevor sie in Serie gehen, erst einmal testen. Möglich ist das auch auf dem zweiten High-Tech-Gerät der Lindauer Dornier GmbH, wenngleich hierauf das Grundmaterial direkt vorgegeben ist: Es handelt sich um eine Luft-Frottierwebmaschine, an der Frottierware aller Art hergestellt werden kann.

Ebenfalls im November 2007 wurden zwei alte Maschinen von der Firma wieder flott gemacht. Das tim übernahm nämlich eine ganze Reihe von Maschinen der ehemaligen Leinenweberei Droßbach in Asbach-Bäumenheim?, die seit Ende der 1960er-Jahre still standen. Die eine flott gemachte Maschine kam aufpoliert zurück ins tim, die andere wird im künftigen Firmenmuseum der Lindauer Dornier GmbH zum Einsatz kommen. Für das Unternehmen war der Fund des tim ein historischer Glücksfall: Die Maschinen sind Baujahr 1952 und zählen zur ersten Generation von Webmaschinen, die in Lindau überhaupt hergestellt wurde.

Dem guten Koopertationsbeispiel von Dornier folgten bereits Firmen wie die Stäubli Group aus der Schweiz, die Firma Grosse in Neu-Ulm und die Software-Firma EAT GmbH in Kempen, Nordrhein-Westfalen. Sie ergänzen die High-Tech-Geräte der Lindauer Dornier GmbH mit aufwendigen Jacquard-Maschinen und mit der Software, die für die Produktion kleinteiliger Muster notwendig ist.

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Filmproduktion "Teddytester"

Das tim wurde schon für Filmproduktionen aktiviert. So z. B. im Mai 2007 für den Film "Die Teddytester". Etwa 50 Näherinnen und Fabrikarbeiter füllten dabei die Hallen, die mit ratternden Nähmaschinen in eine echte Fabrik verwandelt wurden, in der Teddybären in Akkordarbeit produziert werden. Die Komparsen waren dabei fast alle vom Fach: Viele von ihnen stammen aus dem Verein zur Förderung eines Industriemuseums e.V.? und haben selbst als Spinner, Weber und Stricker früher in der Augsburger Textilindustrie? gearbeitet.

Zum Inhalt des Films: Er spielt um 1968. Lionel Stramm ist die Monotonie seines Alltags in einer Steuerkanzlei zuwider. Tagaus tagein ist er mit dem Ordnen und Abstempeln von Akten beschäftigt, bis ihm die Kollegen Arndt und Berndt einen Streich spielen und Lionel in die Stadt schicken, die er seit Jahrzehnten meidet. Es ist der Ort seiner Kindheit, den er mit einer strengen Mutter und mit dem Takt der Fabrikarbeit verbindet.

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Die Stadt seiner Kindheit wirkt auf Lionel bedrohlich. Er ist ein scheuer alter Mann und macht am Ufer eines Flusses einen ungewöhnliche Entdeckung: Er findet einen verwesten Teddybären. Der Flussfund reißt alte Wunden aus seiner Vergangenheit auf: Als Kind musste er in der Fabrik seiner Mutter, der Spielwarenfabrikantin Ursula Stramm, auf grausame Art Teddys auf ihre Haltbarkeit testen.

Lionel kehrt in die inzwischen verfallen Fabrikhalle zurück und begegnet dort dem kleinen verwilderten Ivan. Der Junge löst bei Lionel eine Reise durch Erinnerungen und Träume aus, die ihn dazu zwingt, sich den Gespenstern seiner Kindheit zu stellen und sich von seinen Ängsten zu lösen …

„Teddytester“ ist ein psychologisches Drama mit surrealen Elementen – stets mit einem leisen Augenzwinkern erzählt – und erinnert ein wenig an Charlie Chaplin. Im Mittelpunkt der Handlung steht die innere Reise der Hauptfigur Lionel, die sich zwischen der Gegenwart (1968) und der Vergangenheit (1920) abspielt.

Weblinks


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