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Bertolt-Brecht-Forschungsstelle

Nach dem Brecht-Archiv in Berlin die weltweit bedeutendste Brecht-Sammlung.

Allgemeines

Die Bertolt-Brecht-Forschungsstelle ist der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg angegliedert. Sie bewahrt etwa 10.000 Erstausgaben, Erstveröffentlichungen in Zeitschriften oder Fremdsprachen sowie Tonträger. Dazu kommen noch etwa 5.000 Bände Sekundärliteratur. Auch Notenausgaben, Filme, Fotos, Plakate und Programmhefte werden gesammelt. Ziel ist es, die Werke von und über Brecht in allen Sprachen lückenlos zu sammeln und zu erschließen. Die Brechtsammlung der Stadt Augsburg umfasst daneben auch zahlreiche Originalmanuskripte von Bertolt Brecht und Personen aus seinem engsten Umfeld. Zum Brechtfestival 2013 und 2014 wurden die bedeutendsten Stücke der Brechtsammlung der Stadt Augsburg in zwei Teilausstellungen gezeigt. Die erste widmete sich Brechts Augsburger Jugend, der Zeit vor September 1924, seinem Umzug nach Berlin. Die zweite präsentierte Dokumente aus dem Exil und seiner Arbeit in der DDR.

Außerdem betreibt die Stelle eigene Forschungsarbeiten und beteiligt sich an wichtigen internationalen Forschungsprojekten. Sie gibt sowohl die Jahrbücher der "International Brecht Society" wie die Buchreihe "Der neue Brecht" mit heraus. Daneben erscheinen immer wieder eigene wissenschaftliche Veröffentlichungen und eine Reihe von Editionen.

Die Forschungsstätte berät Wissenschaftler und alle, die sich mit dem Werk Brechts auseinandersetzen wollen. Sie hilft anderen Institutionen der Brecht-Pflege und gibt der Brecht-Forschung durch Veröffentlichungen, Lesungen, Vorträge und Tagungen Impulse.

Zusammen mit dem Brecht-Archiv in Berlin, der Arbeitsstelle Bertolt Brecht an der Universität Karlsruhe und dem Suhrkamp Verlag ist die Bertolt-Brecht-Forschungsstelle Augsburg die wichtigste Institution zur Erforschung von Leben und Werk Bertolt Brechts.

Geschichte

Der Aufbau der Forschungsstelle begann in den 1960er Jahren durch die Staats- und Stadtbibliothek.

In den späten 1980er Jahren kaufte die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg den Nachlass von Walter Brecht, dem Bruder von Bertolt Brecht.

2009 konnte der Bestand durch einen großen Ankauf von Brechts Tochter Barbara Brecht-Schall? deutlich erweitert werden.

Details

Besondere Schätze der Forschungsstelle sind sämtliche Zeitungsveröffentlichungen von Bert Brecht in den Jahren von 1914 bis 1921 sowie viele Typoskripte und Autographen von ihm. Das sind insgesamt etwa 70 Veröffentlichungen. Darunter sind Briefe an Familienmitglieder, Jugendfreunde und -freundinnen, Gedichte etc. Der größte Teil der Dokumente stammt aus dem Nachlass von Walter Brecht. Besonders wertvoll ist die einzig erhaltene vollständige Serie der Augsburger Schülerzeitschrift "Die Ernte", in der Bertolt Brecht in den Jahren 1913 und 1914 seine ersten Texte veröffentlichte, aber auch das einzige Exemplar des Druckes seines ersten großen Dramas "Baal" in der Fassung von 1920 und aus dem Jahr 1926 ein kostbarer Privatdruck der "Taschenpostille".

Jeder, der sich für das Werk Brechts interessiert, kann die Forschungsstelle und die in ihr gesammelten Dokumente benutzen und einsehen.

Veröffentlichungen in Auswahl

Wissenschaftliche Arbeiten

  • Die Augsburger Schülerzeitschrift "Die Ernte" mit den ersten Veröffentlichungen Bertolt Brechts. 2000. (Patrimonia ; 180)
  • Augsburger Brecht-Lexikon / Jürgen Hillesheim. 2000.
  • "Denken heißt verändern ..." : Erinnerungen an Brecht / hrsg. von Joachim Lang ... 1998
  • Bertolt Brechts "Die Ernte" : die Augsburger Schülerzeitschrift und ihr wichtigster Autor / hrsg. und kommentiert von Jürgen Hillesheim .... 1997
  • Der junge Brecht : Aspekte seines Denkens und Schaffens / hrsg. von Helmut Gier ... 1996
  • Liebste Bi : Briefe an Paula Banholzer / Bertolt Brecht. 1992.

Populärwissenschaftliche Werke

  • "Ich muß immer dichten" : Zur Ästhetik des jungen Brecht / Jürgen Hillesheim. 2005
  • Bertholt Brechts Augsburger Geschichten : Biografische Skizzen und Bilder / Jürgen Hillesheim. 2004
  • Jahrbuch der International Brecht Society / Mitherausgeber: Jürgen Hillesheim seit 2002
  • Brechthaus Augsburg : ein Begleitbuch zur ständigen Ausstellung im Geburtshaus Bertolt Brechts in Augsburg. 2000.

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Freitag von 10:00 bis 12:30 und von 13:30 bis 17:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 17:00 Uhr durchgehend
Donnerstag von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:30 Uhr
Der Lesesaal ist Montag bis Freitag bis 17:30 Uhr geöffnet.

Adresse

Bertolt-Brecht-Forschungsstelle
c/o Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
Schaezlerstraße 25
86152 Augsburg

Tel: 0821/3243729

Weblinks


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