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Beim Pfaffenkeller

Eine Augsburger Gasse, deren historische Bezeichnung auf die ehemalige Weinschenke des Domkapitels? bei Sankt Barbara? zurückgeht.

Allgemeines

Die Straße gehört zum 7. Stadtbezirk (Bleich und Pfärrle), der wiederum zum zum Planungsraum I gehört (Innenstadt). Die Postleitzahl lautet 86152. Beim Pfaffenkeller 6 und 12 kann man noch Teilstücke der Stadtbefestigung aus dem 15. Jahrhundert sehen. Durch das enge Anstoßgässchen? kommt man direkt zum Wieselhaus.

Geschichte

Details

Beim Pfaffenkeller 3: 1925/26 errichtete die Stadt rings um einen Innenhof, der mit einer bronzenen Mädchenfigur von Fritz Koelle geschmückt war, den so genannten "Künstlerhof", ein Gebäude mit zwölf Ateliers und Wohnungen für Künstler. Das Adressbuch von 1933 weist hier Kunstmaler, Bildhauer, einen Restaurator und Architekten auf. Bis 1944 bestand hier die "Künstlerkolonie". Nach dem Krieg war hier hinter ein paar hohen Bäumen versteckt die Jugendherberge? untergebracht. Im Viertel zwischen Dom und Stadtmauer war sie nicht einfach zu finden, weshalb man früher oft jugendliche Rucksacktouristen durch das Viertel irren sah. Pro Jahr fanden dann doch knapp 30.000 Gäste in die Herberge, die allerdings über Jahrzehnte von der Stadt vernachlässigt worden war. Am Ende war die Herberge nicht nur wegen ihrer vergammelten Sanitäreinrichtungen nicht mehr tragbar. Diese Vernachlässigung ärgerte viele Augsburger, denn bis 1990 kamen etwa sieben Prozent der Augsburg-Besucher in der Jugendherberge unter und bekamen nicht den besten Eindruck von der Stadt.

Beim Pfaffenkeller 10a: Das Gebäude war ein Turm der Stadtbefestigung, der im Kern auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und wohl im 17. Jahrhundert ausgebaut wurde. Das Benediktinerkloster Sankt Stephan? benutzte den Turm im 19. Jahrhundert als Sternwarte. 1989 hat man sie in Stahlbauweise rekonstruiert. Südlich des Turms schließt sich ein Wohnhaus an. Dort hat man 1989 nördlich ein Tuffsteinfundament ausgegraben, das wohl zur ehemaligen Kapelle Sankt Egidius? oder zur Gilgenkapelle? gehörte. Später wurde der Bau mit seinem apsidialen Chorschluss von dem Glockengießer Agapitus Hubinger genutzt, der 1836 starb. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Ebenfalls 1989 hat man im Norden des Turms auf eine römische Tuffsteinmauer und die zweischalige Stadtmauer aus dem Mittelalter, die man in der Zwischenzeit aber sowohl zur Stadt- wie zur Feldseite abgerissen hatte.

Lage


Weblinks


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