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Beethovenviertel

ein Teil des 3. Stadtbezirks (Bahnhofs- und Bismarckviertel), der zum Planungsraum I (Innenstadt) gehört

Allgemeines

Das Beethovenviertel ist eine beliebte Wohngegend für Augsburger, nahe an der Innenstadt und zum Hauptbahnhof wohnen mööchten und dazu das nötige Kleingeld haben.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege weiß um die überragende kunsthistorische Bedeutung der Beethovenstraße, nach der das Viertel benannt ist. Es schreibt, dass es sich bei der Straße um einen geschlossenen Baublock mit Eckausbildungen nach mehreren Seiten handelt. Sie liegt am Eingang in das nach 1900 vor dem ehemaligen Gögginger Tor? angelegte nach ihr benannte Wohnviertel zwischen Hermanstraße und Schießgraben?. Nach Meinung des Landesamtes haben hier hervorragende Augsburger Architekten gearbeitet:

  • Jack und Wanner
  • Krauß und Dürr
  • Oswald und Rottmann
  • Bresele
  • H. Schnell

Das war wohl auch notwendig, um dieses vornehme bürgerliche Wohnviertel entstehen zu lassen.

Der großbürgerliche Charme der Jahrhundertwende mit reich geschmückten gründerzeitlichen Häusern hat seinen Preis: Viele Augsburger wollen hier wohnen, weil das Beethovenviertel Grünflächen und Ruhe bietet und das trotz zentraler Lage. Entsprechend sind die Mieten und Kaufpreise in diesem gehobenen Viertel.

Störend im Beethovenviertel wirkt nur der Neubau in der Frohsinnstraße 1.

Geschichte

Voraussetzung für das Entstehen des Beethoven-Viertels westlich des ehemaligen Schießgrabens? war die Aufhebung der Festungseigenschaft der Stadt Augsburg im Jahr 1860. Durch das Niederlegen der Stadtmauern und Befestigungen entstand zwischen zwischen der ehemaligen westlichen Stadtbefestigung und der Bahnlinie Augsburg – München ein großes Gelände zur Stadterweiterung, von der das Beethovenviertel ein Teil ist.

Die Hauptbauzeit des Beethovenviertels umfasst die Zeit zwischen 1880 und 1910, aber auch noch bis in die 1920er Jahre hinein wurden Wohnhäuser hier errichtet.

Vor der Nazizeit wohnten im Beethovenviertel auch Augsburger jüdischer Abstammung. Als Beispiel sei Frohsinnstraße 21 genannt. Die Fassade zeigt die gehobene Stellung der Juden, die hier bis 1941 wohnten. Als 1941 nach der "Wannsee-Konferenz" die industrielle Ermordung der Juden begann, betraf das auch die Bewohner des jüdischen Altersheims? an der genannten Adresse. Mit Wissen von Vermietern, Nachbarn, Polizei, Banken?, Leihamt?, AOK? etc. hat man sie "in den Osten evakuiert".

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Beethovenviertel ohne große Zerstörungen, wozu die großzügigen Grundstücke und die solide Bausubstanz der Häuser beitrug.

In den Jahrzehnten nach dem Krieg wurden viele Gebäude des Viertels originalgetreu restauriert.

Details

Die Grenze des Augsburger Beethovenviertels bildet nördlich der Königsplatz, südlich die Stettenstraße, östlich die Schießgrabenstraße und westlich die Hermanstraße. Damit ergibt sich eine Art Wohndreieck.

Benannt wurde das Viertel nach der im Viertel verlaufenden Beethovenstraße, deren Name auf den Komponisten Ludwig van Beethoven zurückgeht.

In dem Viertel wurden nach dem Zweiten Weltkrieg einige wenige Neubauten errichtet, die aber kaum stören. Einfamilienhäuser sind im Beethovenviertel auch dünn gesät. Einige sind in der Völkstraße und der Gratzmüllerstraße? in zweiter Reihe zu finden. Das tut dem Viertel auf dem Wohnungsmarkt aber keinen Abbruch, weil viele Mehrfamilienhäuser so aufgeteilt sind, dass die Wohnparteien sich wie in einem Einfamilienhaus fühlen können, was bei einer durchschnittlichen Größe der Wohnungen von 80 bis 120 Quadratmeter gut vorstellbar ist.

Vorwiegend wohnen Akademiker und Beamte in dem Viertel, der Migrantenanteil ist gering. Durch die Nähe des Königsplatzes ist die Nahverkehrssituation des Viertels ausgezeichnet.

In unmittelbarer Nähe zur Stettenstraße liegt das Areal der Ladehöfe?. Auf diesen ehemaligen Bahnflächen am Hauptbahnhof soll ein neuer Wohnpark, der Beethovenpark? entstehen. Gebaut wurde ab 2012, nachdem zuvor die ehemalige Bahntocher Aurelis? das Gelände erworben hatte. Der Beethovenpark? soll einen Nutzungsmix von Wohnen, Einzelhandel sowie Büro- und Dienstleistungsgebäuden beinhalten. Den Namen Park verlieh man dem Gelände, weil hier ein 900 Meter langer Grüngürtel entlang den Bahnanlagen angelegt werden soll, wozu noch private Gärten und Hinterhöfe kommen sollen, damit das Gelände eine Bereicherung für das Beethovenviertel wird.

Weblinks


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