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Bayerisches Landesamt für Umwelt

Abgekürzt LfU. Bayerns zentrale Fachbehörde für Umwelt- und Naturschutz, Geologie und Wasserwirtschaft.

Allgemeines

Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat mehrere Standorte. Der Hauptsitz ist in Augsburg, wo der Präsident sitzt und bis zu 450 Mitarbeiter in der Endausbaustufe arbeiten sollen. Daneben gibt es eine Dienststelle in Hof? (Oberfranken?), wo in der Endausbaustufe etwa 300 Mitarbeiter beschäftigt sein sollen. Im Mai 2008 gab es noch die beiden Landesämter für Wasserwirtschaft und Geologie in München mit 250 von ehemals 500 Mitarbeitern, doch sollen diese beiden Ämter komplett aufgelöst werden. Kleinere Ämter gibt es noch in Kulmbach? (etwa 60 Mitarbeiter), in Marktredwitz? (etwa 30 Mitarbeiter), in Garmisch-Partenkirchen? (etwa 10 in der Vogelschutzwarte) und in Wielenbach? (ebenfalls etwa 10).

Neben Umwelt- und Naturschutz, Geologie und Wasserwirtschaft sind auch Energieeffizienz und umweltverträgliche, nicht zu Lasten anderer Umweltschutzziele gehende Nutzung erneuerbarer Energien Themen, derer sich das Amt annimmt. So hat es z. B. für über 20 Branchen Energieleitfäden erarbeitet. Es macht darüber hinaus energieeffiziente Techniken bekannter und erkundet die Erdwärmevorkommen Bayerns.

Geschichte

Als man 1999 mit dem Bau des LfU begann, stand der sparsame Energieverbrauch im Vordergrund.

Seit 2005 werden verschiedene Ämter in Bayern zum neuen Landesamt für Umwelt (LfU) verschmolzen.

Im Mai 2008 wurde entschieden, dass der Augsburger Hauptsitz der zentralen bayerischen Behörde für Umwelt- und Naturschutz, Geologie und Wasserwirtschaft ein neues Laborgebäude für die Mitarbeiter der Analytik bekommt. Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben ergeben, dass ein Erweiterungsbau für ein Umwelt-Analytik-Zentrum in Augsburg die günstigste Lösung ist. Im Mai 2008 ging man davon aus, dass man durch die Verkleinerung der Laborflächen von 2.550 Quadratmeter (so in München) auf 1.185 in Augsburg pro Jahr etwa 150.000 Euro Betriebskosten spart. Durch die Entscheidung für Augsburg wandern etwa 55 Stellen von München nach Augsburg. Wird die Entscheidung nach Plan umgesetzt, soll das neue Laborgebäude im Jahr 2010 eingeweiht werden. Danach wir alles, was in Bayern in der Umwelt zu messen ist, in Augsburg festgehalten. Die Entscheidung für die Umweltanalytik in Augsburg ist im Zusammenhang mit dem Verschmelzungsprozess verschiedener Ämter zu sehen: Die früheren Landesämter für Wasserwirtschaft und Geologie, die sich in München befanden, wurden aufgelöst, der Hauptsitz des LfU in Augsburg soll neben dem weiteren Sitz in Hof? (Oberfranken?) weiter aufgewertet werden. Parallel dazu soll die Zahl der Beschäftigten bis 2015 um 20 Prozent auf dann etwa 860 Beamte und Angestellte gesunken sein.

Im Jahr 2009 wurden Erweiterungspläne für das Umweltamt bekannt, gegen die Umweltschützer protestierten, weil sie auf einem neu angelegten Trockenrasen geplant waren, auf dem selten Tier- und Pflanzenarten Heimat gefunden hatten. Die Pläne zur Erweiterung sehen vor, dass ein Prozent der Bausumme in Ausgleichsflächen und ihre Gestaltung investiert wird, ein Magerrasen angelegt wird, man das Dach des Neubaus begrünt und das alte Flugfeld in die Ausgleichsflächen einbezieht.

Auf dem Gelände südlich und südwestlich des LfU fand ein Forscher des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben? 2015 fast 20 gefährdete Arten von Käfern und Wanzen, die auf der Roten Liste der in Bayern gefährdeten Tiere standen, darunter den Dungkäfer, den Kamelläufer, den Schnellläufer und den Dünen-Sandlaufkäfer, der früher gern am Lech lebte, aber durch die Flussbegradigung fast ausstarb. Darüber hinaus fand er neun Arten, die auf der Vorwarnliste standen. Insgesamt konnten weit über 30 Wanzenarten nachgewiesen werden, sogar einige, die im Naturschutzgebiet? Stadtwald Augsburg fehlten. Die hier gefundenen Arten unterschieden sich deutlich von den Arten, die auf den Lechheiden bei Augsburg leben. 2015 war noch unklar, ob das etwa 7,5 Hektar große Gelände, das zum größten Teil in offener Hand war, unter Schutz gestellt werden oder ein Teil dem Erweiterungsbau des nahe gelegenen Studentenwohnheims zum Opfer fallen würde.

2016 siedelte sich das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) im Landesamt für Umwelt an. Als zentrale Anlaufstelle sollte es von da an bayerische Unternehmen und Akteure durch Information, Vernetzung und Förderung des Dialogs zum Thema Ressourceneffizienz fördern.

Details

Das Gebäude wurde auf einem geschützten Trockenrasen gebaut, weshalb man versuchte, die Außenanlagen ökologisch neu anzulegen und den untergegangenen Magerrasen zu ersetzen. Als Ersatz hat man von den Lechheiden Heu ausgebracht. Die neuen Flächen werden regelmäßig kartiert. Dabei konnte man feststellen, dass sich auf der Fläche um das Amt viele gefährdete Arten neu angesiedelt haben: Idas-Bläuling, Himmelblauer Bläuling?, Zwergbläuling?, Rebhuhn? ... Die Flächen werden nur selten gemäht, so dass sich Flora und Fauna weitgehend ungestört entwickeln können. Das LfU kooperierte dabei mit lokalen Naturschutzorganisationen, wodurch ein Lebensraum für bedrohte heimische Pflanzen- und Tierarten geschaffen wurde. Im Sinne der Stadtökologie schützt er die Artenvielfalt, reduziert den Pflegeaufwand und hilft Kosten zu sparen.

Die Laborbereiche des LfU haben einen hohen Energiebedarf, doch aufgrund ambitionierter Energiekonzepte werden dennoch niedrige Verbrauchswerte erreicht.

Das LfU ist total verglast. Auch das Dach ist aus Glas, das mit Photovoltaik bestückt ist, wodurch sich im Inneren interessante Lichteffekte ergeben.

Das Amt veröffentlicht im Internet stündlich die gemessenen Ozonwerte. Es gibt auch eine Bayernkarte mit den Ozonprognosen für die folgenden zwei Tage. Auch stellt das LfU im Internet gezielt Informationen für Unternehmen zusammen.

Adresse

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße? 160
86179 Augsburg

Tel. 0821/9071-0
Fax. 0821/9071-5556
E-Mail: poststelle(@)lfu.bayern.de


Weblinks


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