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Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Allgemeines

Geschichte

1887 ist das Gründungsjahr des heutigen Bayerischen Landesamts für Denkmalschutz. Damals lautete der Name "Königlich Bayerisches Generalkonservatorium". Es erhielt die Aufgabe, alle Bau- und Kunstdenkmäler Bayerns und der Bayerischen Pfalz? zu dokumentieren. Damalige Mutterbehörde war das Bayerische Nationalmuseum?.

1908 trennte man das Königlich Bayerische Generalkonservatorium vom Bayerischen Nationalmuseum?. Die Umbenennung in Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege folgte im Jahr 1917.

Im Herbst 2002 begann das Landesamt mit der Digitalisierung seiner Archivalien, die ab 2006 von der Bayerngas GmbH? gesponsert wurde.

Details

Referat Dokumentationswesen (Z VI)

Dieses Referat ist zuständig für die Bündelung aller im Landesamt zusammengetragenen Informationen. Das bedeutet, dass hier die Überlieferung der bayerischen Denkmalpflege zentral verwaltet und erschlossen wird. Deshalb gehören zum Referat die Schriftgutverwaltung, die Bibliothek, die Plansammlung, das Bildarchiv und das Dokumentationenwesen. Die einzelnen Bereiche werden als Infopools gesehen, die angezapft werden können, wenn das Landesamt an Planungsvorgängen beteiligt ist, die denkmalpflegerische Implikationen haben, wobei oft das Bildarchiv eine zentrale Rolle spielt.

Das Bildarchiv

Das Bildarchiv des Landesamtes ist so etwas wie das visuelle Gedächtnis Bayerns. Gesammelt wird seit 1887, als man das „Generalkonservatorium“ mit dem Aufbau der Fotosammlung beauftragte, was das Bildarchiv zu einer der ältesten Fotosammlungen der Welt macht. 2007 beinhaltete es schon 2,4 Mio. digitalisierte Bilder (darunter etwa 1 Mio. Luftaufnahmen und 250.000 Bilder seit 1969). Der historische Bestand umfasste damals etwa 1,2 Mio. Bilder (darunter mehr als 100.000 Glasplatten-Negative, 290.000 Planfilm-Negative, 550.000 Abzüge und mehr als 250.000 Dias). Etwas ganz Besonderes ist die so genannte "Vorbildersammlung", etwa 70.000 historische Albuminabzüge auf Karton für das Königliche Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten, die ab 1900 als exemplarisches Material für die Instandsetzung entsprechender Gebäude benutzt wurden.

Augsburg im Bildarchiv

Anders als etwa zu Regensburg? oder Würzburg gibt es kein gedrucktes Großinventar des Bildarchivs für Augsburg, obwohl das schon kurz nach 1887 geplant und auch begonnen wurde. Nach 1918 gab es dann immer wieder finanzielle Schwierigkeiten, um die Inventarisierung beenden zu können. Und im Zweiten Weltkrieg stockte die Inventarisierung erneut. 1957 lief dann ein so genanntes "Kurzinventar-Programm" an, das die Lücken der Inventarisierung schließen sollte. 1958 erschien dann der erste Inventarsband zu Augsburg. 1994 erschien nach bundesdeutschem Standard eine Denkmalstopographie zur Stadt Augsburg von Bernt von Hagen und 1995 der Großinventar-Band zum Augsburger Dom von Denis A. Chevalley.

Die Bilder zu Augsburg lassen sich etwa folgendermaßen einteilen:

  • einige hundert Aufnahmen aus der Zeit um 1870
  • Stereoskopie-Bilder aus den 1920er Jahren (3D-Fotos)
  • Bilder aus dem Werk des Hauptkonservators Karl Gröber (1885 – 1945)
  • Bilder der kunsthistorisch interessanten Augsburger Fassadenmalereien
  • Bilderserie im Zusammenhang mit den Kunstbergungen in Augsburg (ab 1940)
  • Bilder vom zerstörten Augsburg, die von einem unbekannten Fotografen Mitte 1944 nach den ersten Schutträumungen aufgenommen wurden
Bilder vom zerstörten Augsburg

Dabei handelt es sich um mehrere hundert Schwarzweiß-Aufnahmen, sowohl um Positive wie Negative. Dazu kommen 116 hinter Glas gerahmte Kleinbild-Dias von 1944, worunter sich 60 Farbaufnahmen befinden. Die Farbaufnahmen wurden mit dem erst wenige Jahre vorher erfundenen Dreischichten-Farbfilm von Agfa aufgenommen. Diese Bilder sind Unikate, denn solche frühen Farbaufnahmen sind sehr selten und im Zusammenhang mit Kriegszerstörungen noch seltener. Leider kann man die Bilder keinem Fotografen zuordnen. Es gibt zu einem der Bilder ein Referenzdia in Augsburger Besitz, das am gleichen Ort und zur gleichen Zeit aufgenommen wurde. Es wird dem Augsburger Lehrer, Fotografen und Maler Joseph Eschenlohr zugeordnet. Im Zusammenhang mit den Sicherungsarbeiten ist die Stadtbildstelle Augsburg mit der Anfertigung von Farbfotos zur Schadensdokumentation beauftragt worden. Wahrscheinlich hat man in diesem Zusammenhang einen Teilbestand der amtlich geforderten Aufnahmen ins Bildarchiv des Landesamtes gegeben. Ihre Beschriftungen sind auf den gläsernen Diarahmen angebracht und sehr nüchtern im Original.

Weblinks


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