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Barcsay, Stefan

Ein Augsburger Gitarrist.

Leben und Wirken

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Stefan Barcsay wurde in Würzburg geboren.

Er studierte Gitarre an der Hochschule der Künste in Berlin bei Peter Schimanski und besuchte zahlreiche Meisterkurse bei Prof. H. Teuchert, K. Ragossnig, A. Gilardino, I. Turnagoel, O. van Gonissen u. a.

Nach seinem Studium lehrte er an verschiedenen Musikschulen (Berlin, Baden-Württemberg), an der Universität Augsburg und ist Lehrer an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach / Schwaben.

Er arbeitet mit Schülern verschiedener Musikschulen in Probenphasen und ist an verschiedenen musikalischen Projekten mit Schülern beteiligt. Er ist als Juror bei »Jugend musiziert« und anderen Wettbewerben tätig.

Neben seiner pädagogischen Tätigkeit widmet sich Stefan Barcsay einem regen Konzertleben. Solistisch als auch in kammermusikalischer Besetzung konzertiert er im In- und Ausland (Island, Albanien, Ungarn, Tschechische Republik, Schweiz, Österreich).

Erfolgreich organisierte Stefan Barcsay ein jährliches Gitarrenfestival "Krumbacher Gitarrentage" mit Konzerten namhafter Künstler sowie Seminaren und Workshops. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Musikfonds sowie dem Deutschen Musikrat leitet er ein "musikalisches Hilfsprojekt" in Albanien.

2010 Zusammenarbeit mit Komponisten zeitgenössischer Musik: Uraufführung der Impromptus von Richard Heller und Uraufführung der Nocturnes von Enjott Schneider.

Stefan Barcsay spielt Gitarrenmusik aus Klassik, Romantik und Moderne.

Werke

Zu dem Videofilm "Wanderlust" von Michael Runschke hat Stefan Barcsay die Musik geschaffen.

Er hat eine CD mit Volksliedern für Sopran, zwei Gitarren und Blockflöte und die Solo-CD "Silent Mountain" mit Werken von Sor, de Falla, Berkeley, Rawsthorne, Brouwer und Qu produziert.

Im Juni 2011 erschien bei dem japanischen Label „Disc Classica Japan“ die zusammen mit Shihomi Inoue-Heller (Gesang) eingespielte deutschsprachige Produktion „Deutsche Volkslieder in Japan“. Ende des Jahres erschien die CD "Nocturnes", an deren Anfang der serbisch-amerikanische Komponist DUSAN BOGDANOVICH mit MYSTEROIUS HABITATS steht. Eine fast popähnliche Musik, die auf Francois Couperins "Les bariccades mysterieuses" zurückgeht. Mit Richard Heller?, dem Augsburger Komponisten, stellt er die zwei Impromptus für Gitarre vor. Heller hat bereits mehrere Gitarrenquartette geschrieben sowie die Volksliedbearbeitungen für Sopran und zwei Gitarren für die CD "Deutsche Volkslieder in Japan". Die NOCTURNES sind Werke des Münchener Komponisten ENJOTT SCHNEIDER, die er für Stefan Barcsay geschrieben hat. Bekannt als Komponist für Musik zu Filmen wie "Schlafes Bruder", "Herbstmilch" und vielen anderen hat Schneider auch eine Vielzahl von Werken für den Konzertsaal geschrieben, u. a. 13 Orgelsymphonien oder die im Juli 2011 in Augsburg uraufgeführte Friedensinfonie "Salaam". Der Exote im Programm ist der Australier ROSS EDWARDS. Die BLACKWATTLE CAPRICES sprechen seine eigene bunte, blumige Sprache, die für jeden spontan zugänglich ist. 5 PRELUDES des Brasilianers HEITOR VILLA-LOBOS bilden den Abschluss der CD.

Im März 2014 kam Barcsays CD "Children´s Corner" heraus. Zu diesem Projekt schrieben Alois Bröder, Dominik Uhrmacher, Ulrich Schultheiss, Enjott Schneider, Stephan Marc Schneider und Joachim F.W. Schneider die Musik.

Pressestimmen

Barcsay hat für seine Interpretationen eine große Klangfarbenpalette zur Verfügung, er ist ein Meister der raffiniertesten Spieltechniken. Das erlaubt es ihm einerseits, meditatives "Schweigen" (bei "Ji" - die Stille von Xiao-Song) darzustellen und im nächsten Moment das Grollen und Donnern von Gewehrsalven (so im "Decameron Negro" von Brouwer). Neue Musikzeitung im September 2006.

Stefan Barcsay ist im Laufe der Jahre zu einem Gitarristen herangereift, der jene Einheit zwischen Interpret, Werk und Instrument zu schaffen weiß, aus der Musik erst ihre Authentizität gewinnt: Gekonnt seine Balance zwischen nobler Abgeklärtheit, musikalischem Feinsinn, zwischen technischem Niveau und künstlerischer Präsenz. Augsburger Allgemeine am 22. September 2005.

Stefan Barcsay beherrscht sein Instrument souverän, setzt klanglich Akzente ohne jedoch der Versuchung der Extravaganz zu erliegen und sich durch übehöhte Tempi oder Effekthascherei in Szene zu setzen. Illertisser Zeitung am 25. September 2002.

Mit dem vielfach tätigen Stefan Barcsay bekam man einen Gitarristen zu Gehör, den ich – trotz aller Vorsicht bei Vergleichen – als Dinu Lipatti der Gitarre bezeichnen möchte. Wie Barcsay spielte, erinnerte stark an die Aufnahmen des vor bald 50 Jahren jung verstorbenen Meisters subtiler Gestaltung. Schlichtheit im Ausdruck, Akkuratesse bei der Gestaltung des Tons, nahezu makellose Technik, stilsichere Musikalität und eine schier unendliche Palette der Klangschattierung konnte man bei Barcsay erleben. Er lässt der Musik ihren freien Atem. Er muss nicht Musik machen. Er muss nicht interpretieren. Die Musik ist in ihm und organisch entfaltet sie sich aus ihm heraus. Eine Flucht in laute und effekthaschende Vordergründigkeit hat er nicht nötig. Mit seinem konzentrierten Musizieren bringt er es fertig, dass 70 Minuten intensiv und ohne Husten, Räuspern oder Schneuzen gehört wird. Straubinger Tagblatt am 20. März 2000.

Enjott Schneiders Nocturne No. 2, gespielt von Stefan Barcsay auf gleichnamiger CD Nocturnes; die Noten sind als Schott Gitarrenarchiv 558 erschienen.

Sonstiges

In der Vergangenheit hat Stefan Barcsay in dem Film "Die wunderbaren Jahre" von Rainer Kunze mitgewirkt.

Stefan Barcsay ist als Juror bei "Jugend musiziert" und anderen Wettbewerben tätig. Seit 2010 wird er durch die Kurt und Felicitas Viermetz-Stiftung? gefördert.

Stefan Barcsay ist im Vorstand des Tonkünstlervereins Augsburg? tätig.

Weblinks


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