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Bäckergasse

eine Augsburger Gasse im Stadtbezirk 1. Stadtbezirk (Lechviertel, östliches Ulrichsviertel), der zum Planungsraum I (Innenstadt) gehört; Postleitzahl 86150

Allgemeines

Die Bäckergasse in Augsburg ist eine gepflasterte Straße, die von Norden nach Süden verläuft und eine der attraktivsten Bummel- und Einkaufsgegenden in der Augsburger Altstadt ist. Hier finden sich viele Läden, deren Angebot von Kunst, Artistenbedarf, Zeitschriften, Fleisch und Wurst, Backwaren, Western-Accessoires, gebrauchten Kaffeemaschinen, Spielwaren, Grafikbedarf, Zeitschriften, Korsetts, Geschenken und Computern bis hin zu Secondhand-Mode reicht.

Der Name Bäckergasse geht auf das Gewerbe der Bäcker zurück, die hier früher in großer Zahl arbeiteten und den Augsburger Stadtmarkt belieferten. Heute befinden sich in der Bäckergasse bekannte Augsburger Lokale: Sackpfeife?, Annapam und Ristorante Mediterraneo?. Es gibt zur Augsburger Bäckergasse eine Webseite, die alle Geschäfte und Dienstleister der Straße aktuell präsentiert - eingeteilt danach, ob sie sich auf der linken oder rechten Seite der Gasse befinden. Darüber hinaus werden regelmäßig besondere Angebote oder Aktionen vorgestellt, die von den Anliegern der Bäckergasse durchgeführt werden. Viele der hier ansässigen Geschäfte und Lokale sind Geheimtipps und Service wird in ihnen großgeschrieben. Der Chef bedient oft noch persönlich und der Kunde ist König. Im Flair der Bäckergasse kann man in Augsburg dem Alltag entfliehen und entspannt shoppen.

Geschichte

Die Bezeichnung Bäckergasse stammt wohl aus dem 15. Jahrhundert. Gesichert ist nämlich, dass man im 14. Jahrhundert noch zwei Bezeichnungen für die Gasse hatte: "Oberes Becken" und "Unteres Becken".

1646 zählte die Bäckergasse etwa 25 Bäckereien.

Da die Bäckergasse in der Februar-Bombennacht 1944 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, findet man hier nicht mehr allzu viel originale Bausubstanz aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Meist gehen die Wohnanlagen auf die 1950er und spätere Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurück.

Ab dem 1. März 2017 wurde die Bäckergasse neu gestaltet, was mit der Erneuerung der Stromleitungen begann. Die Bäckergasse sowie das Waisenhausgäßchen? und die Werbhausgasse? wurden durch das Tiefbauamt? und die Stadtwerke Augsburg saniert, umgestaltet und aufgewertet. Es entstand ein verkehrberuhigter und barrierefreier Straßenraum, der durch Bäume und Bänke sowie eine erweiterte Außengastronomie an Aufenthaltsqualität gewann.

Details

Die Augsburger Bäckergasse verbindet den Predigerberg mit dem Milchberg. In die Bäckergasse münden Werbhausgasse? und Waisengässchen. Eine schmale Passage mit Fußweg führt östlich über den Vorderen Lech zur Gasse Am Brunnenlech?.

Ein paar Meter abseits findet sich in der Werbhausgasse? das schöne Bistro Ruphus?, das mit seiner Terrasse am Kanal im Sommer gerne aufgesucht wird. Wer sein Fahrrad reparieren will, kann in der Bäckergasse in einem Hinterhof die Augsburger Radrenn-Legende Willi Singer? (Teilnehmer der Tour de France) in seiner Werkstatt besuchen, wo er gern mit Rat und Tat hilft (Bäckergasse 34a).

Historisch beachtenswert sind die folgenden Gebäude in der Bäckergasse von Augsburg:

Bäckergasse 23: Das ist der so genannte "Gasthof Weißer Adler, ein traufständiger Mansarddachbau mit drei Geschossen. Bauteile gehen auf die 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück (vor allem die Fassade), doch gehen Forscher davon aus, dass der Gebäudekern älter ist und wohl in das 16. Jahrhundert zurückgeht. Die Fassade ist ansprechend mit Lisenen und Putzfeldern geschmückt. Untersuchungen ergaben, dass der heutige Bau wohl aus zwei Giebelhäusern entstand. Im Osten befinden sich Abseiten und ein Rückgebäude, das den Bau abschließt. In dem Rückgebäude befand sich früher eine Mälzerei?, die eine eigene Durchfahrt zur Gasse Am Brunnenlech? hatte. Das Rückgebäude mit Flacherker ist stumpfwinklich angeschlossen, hat eine gedeckte Altane und ist einem Platz zugewandt. Die Dekoration, die zur Bäckergasse hin zu sehen ist, wurde am Rückgebäude einfacher ausgeführt. Es hat eine Erdgeschosshalle und ein schiedeeisernes Aushängeschild aus der Zeti des Rokoko?. Zwischen Rückgebäude und Vorderhaus zur Bäckergasse liegt ein Innenhof. Von hier ist die Rückseite des Vorderhauses mit einem holzverkleideten Aufzuggiebel zu sehen.

Bäckergasse 25: Dieses Bürgerhaus reicht bis zum Brunnenlech? und wurde ursprünglich im 16./17. Jahrhundert gebaut. Die Front des traufseitigen dreistöckigen Hauses liegt in der Bäckergasse und stammt aus dem 18./19. Jahrhundert. Daher meint man, das Haus stamme aus dem 19. Jahrhundert, doch die Dachkonstruktion ist aus der Zeit um 1550 und zeigt die damalige Augsburger Zimmermannskunst. Hinter einem Durchfahrtsportal liegt ein Innenhof mit unterschiedlich hohen, aber insgesamt niedrigen Gebäuden, wovon das letzte nur ein Geschoss und eine konkave Abseite hat.

Bäckergasse 27/27a war ein Zinslehenshaus? und erstreckt sich dreigeschossig bis zum Brunnenlech?. Der geschweifte Giebel stammt aus dem 17. Jahrhundert. Auffällig sind die streng symetrisch angeordneten Fenster am Vorderhaus, während der unverzierte Ostgiebel eine unsymetrische Fensteranordnung hat. Das Haus hat ein Konsolengesims und Parapetts. Um in das Haus zu kommen, muss man seitlich durch ein Hoftor mit Ortstein.

Bäckergasse 38: Die Fassade dieses Bürgerhauses zeigt eine Ulrichsbüste in Patera und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Allerdings geht der Kern des Trauseitbaus mit seinen drei Geschossen auf das 16./17. Jahrhundert zurück. Hinter dem Vordergebäude steht ein Giebelhaus mit einer Achse, an dessen nördlicher Außenwand Steinarkaden zu finden sind. Der Hauptbau hat nur drei Fensterachsen. Auf der Rückseite befindet sich eine Abseite, die früher eine zweigeschossige Arkadenwand besaß, die heute zugemauert ist.

Lage


Weblinks


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