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August Wessels Schuhfabrik

ein Augsburger Industriedenkmal erster Güte; ehemals eine der größten deutschen Schuhfabriken, heute weiterhin gewerblich genutzt

Allgemeines

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Die Schuhfabrik August Wessels war ein traditionsreiches Augsburger Unternehmen, das zu Glanzzeiten unter die Top-Schuhmarken in Deutschland gehörte und zu den größten deutschen Herstellern von Fußbekleidung. Das Gebäude der ehemaligen Schuhfabrik wird heute von verschiedenen Firmen und Künstlern genutzt. Es gilt als gelungenes Beispiel für die Erhaltung von Industriedenkmälern durch Umnutzung. Besteigt man den Kessel im Augsburger Gaswerk, sieht man den gesamten Gebäudekomplex im Überblick. Von hier erkennt man die U-Form der viergeschoßigen Schuhfabrik August Wessels.

Die Wesselsche Schuhfabrik ist eines der bedeutendsten und größten Industriedenkmäler in Augsburg und hat städtebaulich prägenden Charakter durch ihre Ecktürme und den monumentalen Turm im Eingangsbereich. Die Nutzfläche beträgt 13.200 Quadratmeter bei mehr als 60.000 Kubikmetern umbauten Raumes.

Geschichte

Aufbaujahre

Gegründet wurde die Schuhfabrik August Wessels 1895 von dem Schuster August Wessels, der aus Oldenburg zugewandert war. August Wessels wurde am 28. April 1870 geboren. Er starb am 3. November 1952 in Westheim bei Augsburg als "Sandalenkönig von Augsburg". Ohne großes Startkapital arbeitete er sich innerhalb von etwa 13 Jahren vom kleinen Schuster in der Kaltenhoferstraße zum bedeutendsten Schuhfabrikanten Deutschlands hoch.

Seine erste Anstellung in Augsburg erhielt er in der Zolle´schen Schuhfabrik? in Oberhausen. Als er eines Tages ein Buch über die Heilkunde von Sebastian Kneipp? las, blieb er "in der Sandale stecken", wie er später einmal formulierte. Die Sandale war das Erfolgsrezept August Wessels. Gefertigt wurde in Oberhausen in der Kaltenhoferstraße ab 1895. Produkt waren Sandalen, die in Handarbeit von Frau, einem Helfer und ihm gefertigt wurden, und die so bequem waren wie die Kneipp-Sandalen aus Bad Wörishofen. Schon nach wenigen Monaten stiegen seine Umsätze und er fertigte am Tag 140 Paar Sandalen und 50 Schuhe - natürlich mit einer gestiegenen Mitarbeiterzahl. 1898 ließ Wessels eine Schuhfabrik an der damaligen Feldstraße errichten (von einem Architekten mit Namen Horle; er ist für den winkelförmigen Blankziegelbau verantwortlich), die zwischen 1903 und 1908 ständig vergrößert wurde. Nun konnte Wessels die Kneipp-Sandalen viel billiger herstellen als die Wörishofener, denn er stützte sich auf die rationelle Fertigungsweise der Arbeitsteilung.

Schuhfabrik Berneis-Wessels 02
Südansicht der Fabrik, Baudenkmal. 14. April 2013 by Jkü (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Schon 1902 beschäftigte August Wessels 125 Arbeiter. 1903 wandelte August Wessels seine Firma in eine GmbH. Ab dem gleichen Jahr ließ er Arbeiterwohnhäuser z. B. in der Schubertstraße? bauen. Ebenfalls 1903 (und 1912) erweiterte er die Fabrik nach den Plänen von Jean Keller (von ihm stammte 1904 die moderne Betonskelettbauweise), Eduard Rottmann? (er hat 1919 den letzten Bauabschnitt übernommen) und Philipp Jakob Manz? (der den Bau 1910/11 verlängerte). Der letzte war ein renommierter Stuttgarter Architekt für Industriebauten und lebte von 1861 bis 1936. Er hat auch den Glaspalast der SWA? in Augsburg entworfen, weshalb Ähnlichkeiten der beiden Bauten bestehen.

1908 gründete August Wessels eine eigene Betriebskrankenkasse. Damals war Wessels die größte deutsche Spezialfabrik für Sandalen, Leinen- und Sportschuhe und exportierte auch ins Ausland. 1910 beschäftigte die Schuhfabrik August Wessels in ihrem Werk 829 Arbeiter und 120 Angestellte.

1911 eröffnete Wessels eine Zweigniederlassung in Berlin und wandelte die Firma in eine AG. Ab 1912 produzierte die August Wessels Schuhfabrik auch Lederschuhe. Damals hatte die Schuhfabrik bis zu 1000 Beschäftigte.

Zunächst fertigte August Wessels flexibel gearbeitete Sandalen. Das billige "Volks-Straßenschuhwerk" bzw. die „Kneipp-Sandale“ für die warme Jahreszeit war ein Erfolg. Das hing unter anderem mit der damaligen Wandervogelbewegung zusammen. 1913 gründete sich sogar das süddeutsche „Sandalen-Syndikat“, in dem sich neben August Wessels weitere fünf Hersteller zusammenschlossen, um Preise abzusprechen, eine einmalige Kartellbildung in der Schuhindustrie; sie währte bis 1923.

Im Ersten Weltkrieg war August Wessels Schuhfabrik für die Heeresverwaltung tätig. Die Produktion stieg 1914 auf 1,8 Millionen Paar Schuhe im Wert von über fünf Millionen Goldmark. Wessels beschäftigte damals etwa 1.000 Arbeiterinnen und Arbeiter und seine Sandalen wurden überall in der Welt verkauft, auch in Afrika und Amerika.

Fusion mit den Vereinigten Fränkischen Schuhfabriken

1920 übernahm die Vereinigte Fränkische Schuhfabriken vorm. Max Brust - vorm. B. Berneis die August Wessels Schuhfabrik AG, weil diese von der Wirtschaftskrise erfasst worden war. Die übernehmende Gesellschaft war 1875 von Louis und Albert Berneis gegründet und 1892 in eine AG umgewandelt worden. Ihr Sitz war Nürnberg. Ab 1920 stieg die fusionierte Vereinigte Schuhfabriken Berneis-Wessels AG zum weltgrößten Filzschuh-Hersteller auf. Zwischen 1920 und 1931 war der Firmensitz Augsburg. Man fertigte Schuhe jeglicher Art. In Berlin hatte die Firma eine Verkaufsabteilung und in Herzogenaurach einen Zweigbetrieb.

In Augsburg stockte man die Fabrik in den 1920er Jahren auf und erneuerte die Fassade. August Wessels, der zum Vorstandvorsitzenden der Schuhfabrik aufgestiegen war, verließ 1923 die Firma und gründete unter dem Namen „August Wessels Original“ in Lechhausen eine eigene Schuhfabrikation.

Schuhfabrik Berneis-Wessels 03
Nordwestansicht der Fabrik, Baudenkmal. 14 April 2013 by Jkü (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Im „Buch der alten Firmen der Stadt Nürnberg“ war 1930 auf Seite 52 folgendes über die Vereinigte Schuhfabriken Berneis-Wessels AG zu lesen: "Der Berneis-Wesselsche Schuhkonzern ist ein universaler Betrieb innerhalb der Branche; er steht in der Reihe der führenden und größten Werke des Kontinents. Seine Erzeugnisse sind auf dem deutschen und dem Auslandsmarkt altbekannt und begehrt. Die Vielseitigkeit dieses Unternehmens liegt darin begründet, dass zwei in ihren besonderen Arbeitsgebieten führende Großbetriebe sich zu einer Einheit zusammengeschlossen haben. Im Herbst 1920 entstanden durch Fusion der Vereinigten Fränkischen Schuhfabriken vorm. Max Brust, vorm. B. Berneis A.-G., in Nürnberg mit der August Wessels Schuhfabrik A.-G. in Augsburg zu der nunmehrigen Firma. Das Gesellschaftskapital beträgt 6.380.000 Mark, der Reservefonds 750.000 Mark.

Die Errichtung der Stammfirma in Nürnberg fällt bereits in das Jahr 1875, erfolgte also in der Zeit, in welcher die handwerksmäßige Herstellung von Schuhwerk eben anfing, durch den Maschinenbetrieb abgelöst zu werden. Im genannten Jahre eröffneten die beiden Brüder Albert und Louis Berneis in Fürth einen Schuhfabrikationsbetrieb unter der väterlichen Firma B. Berneis. Das anfänglich kleine Unternehmen breitete sich zusehends aus und errang auf dem Gebiete der Filzschuhfabrikation in fast allen Ländern Europas Bedeutung. Im Jahre 1882 wurden auch Sommer- und Lederartikel aufgenommen. Auch darin erwarb sich die Firma sehr bald einen geachteten Namen. Im Jahre 1892 brannte die Berneissche Fabrik in Fürth nieder. Dies wurde zum äußeren Anlass für eine Vereinigung mit der von Max Brust in Nürnberg bereits im Jahre 1864 gegründeten Filzschuhfabrik. Brust hatte als erster deutscher Filzschuhfabrikant amerikanische Maschinen aufgestellt. Er war bis dahin auf dem deutschen Filzschuhmarkt führend gewesen. Inzwischen hatte sich das jüngere Berneissche Unternehmen jedoch zu einer Leistungsfähigkeit aufgearbeitet, welche es befähigte, mit dem Brusischen Betriebe die Konkurrenz aufzunehmen. Durch die Vereinigung der beiden Firmen Brust und Berneis im Jahre 1892 unter der neuen Firma Vereinigte Fränkische Schuhfabriken vorm. Max Brust vorm. B. Berneis A.-G. in Nürnberg wurde der Wettbewerb der beiden Firmen ausgeschaltet.

Die neue Gesellschaft war zunächst mit einem Kapital von 750.000 Mark ausgestattet worden. Gegen 1899 erzeugte sie täglich schon 9.000 bis 10.000 Paar mit rund 1.600 Arbeitnehmern. Damit war das Unternehmen zur größten Filzschuhfabrik aufgestiegen. Im Laufe der weiteren Entwicklung wurde auch Goodyearware in das Fabrikationsprogramm aufgenommen und die Firma in größtem Umfange für die Herstellung durchgenähter Leder- und Goodyearware eingerichtet. Auf der Bayerischen Landesgewerbeausstellung im Jahre 1906 wurde das Unternehmen für ganz hervorragende Leistungen mit dem ersten Preis der "Goldenen Medaille" ausgezeichnet. Das Aktienkapital wurde wiederholt erhöht und betrug 1914 vier Millionen Mark. Als technische Filialbetriebe waren die Werke Mering und Herzogenaurach angegliedert worden. Im Jahre 1899 wurde in Berlin eine Filiale errichtet.

Die Fusion mit der August Wessels Schuhfabrik A.-G. in Augsburg, die als Spezialartikel Sandalen, Leinenartikel, Tennis- und Turnschuhe herstellte, erfolgte im Jahre 1920. Dieser Zusammenschluss fiel gerade in die Zeit, in welcher die Schuhindustrie die Rückschläge der Kriegszeit und der Zwangswirtschaft auszugleichen suchte. In Nürnberg war die alte Fabrik am Aufsessplatz zu klein geworden. Sie wurde aufgegeben und dafür in der Ulmenstraße ein neues wesentlich größeres und nach modernen Grundsätzen eingerichtetes Fabrikgebäude errichtet. Die Zahl der in Nürnberg beschäftigten Arbeiter und Angestellten beträgt annähernd 2000. Ob Goodyear-, Mackayoder Flexibleausführung, ob Sommer- oder Winterware, Straßen- oder Sportschuhwerk, ob Herren-, Damen- oder Kinderstiefel, Hausschuhe oder feineres Schuhwerk, auf allen Gebieten der modernen Schuhfabrikation ist höchste Leistungsfähigkeit gesichert."

1931 konnte die Firma mit Hilfe der Stadt Augsburg gerettet werden, nachdem die Belegschaft seit 1927 um etwa ein Drittel reduziert worden war. August Wessels übernahm die Firma ein zweites Mal und überführte sie wieder in eine GmbH.

Zwischen 1939 und 1945 fertigte die Schuhfabrik August Wessels für die Wehrmacht. Die Nazis stuften die Fabrik als "kriegswichtig" ein. So lief die Fertigung mit "bedarfsgerechter" Produktion weiter. Die Augsburger Schuhfabrik überstand die Bombardierungen Augsburgs mit geringen Schäden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Ab dem 1. Juli 1945 war Dietrich Bahner? Mitgesellschafter August Wessels und Geschäftsführer. Er stellte die Produktion schnell auf modegerechtes Qualitätsschuhwerk um. Dietrich Bahners Vater war vor dem Zweiten Weltkrieg Besitzer der sächsischen Elbeo-Werke in Oberlungwitz. Weil die jüdische Firma Leiser, die mit Schuhen handelte, arisiert werden sollte, stieg Dietrich Bahner? mit 22 Jahren bei dem damaligen jüdischen Leiser -Besitzer Julius Klausner mit 50 Prozent Anteil 1936 ein und konnte wenig später 75 Prozent der Firma übernehmen. 1941 überwies er seinem Teilhaber die Gewinnanteile in dessen Exil nach Argentinien. Aus dem Kessel von Stalingrad entkam der damalige Flakleutnant Dietrich Bahner?. Nach dem Krieg flüchtete er mit etwa einer Mio. Reichsmark in Bar im Rucksack in den Westen, wo er in Augsburg hängen blieb und sich mit den Resten ehemaligen Vermögens im Osten bei August Wessels einkaufte, der einen Nachfolger für seine Schuhfabrik suchte.

Schuhfabrik Berneis-Wessels 04
Nordostansicht der Fabrik, Baudenkmal. 14 April 2013 by Jkü (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

In den ersten Nachkriegsjahren war es für die beiden Kompagnons, der endgültige Vertrag wurde am 13. Oktober 1945 vor dem Notar geschlossen, schwer an Leder zu kommen, denn auch im Westen herrschte Mangel- und Planwirtschaft. Außerdem hatte Dietrich Bahner? den Geruch des Arisierers anhanften, was es ihm bei der amerikanischen Besatzungsmacht nicht einfach machte. Zum Glück bürgte eine Berliner Jüdin, die Dietrich Bahner? während des ganzen Krieges auf Familienbesitz versteckt hatte, für den guten Leumund. Trotzdem wurden Dietrich Bahner? und alte Mitarbeiter aus Sachsen und Berlin 1946 von der Besatzungspolizei verhaftet. Selbst August Wessels wurde kurzzeitig verhaftet. Der Vorwurf, Dietrich Bahner und August Wessels seien SS-Gangster, konnte aber durch eine eine positive Auskunft der amerikanischen Vermögensverwaltung in Berlin entkräftet werden. 100.000 Reichsmark mussten von Bahner und Wessels am Ende jedoch gezahlt werden, "wegen formalen Vergehens in der Frage des Leiser -Kapitals.

Doch damit nicht genug: Die Familie des 76-jährigen August Wessels wollte den Teilhaber Bahner ganz aus der Firma hinausdrängen und strengte einen Prozess gegen ihn an. Die Anklage umfasste 13 Punkte - von Betrug bis Abschluss nichtiger Verträge. Nun zogen sogar die Arbeiter der Schuhfabrik in den Augsburger Gerichtssaal, um Dietrich Bahner? den Rücken zu stärken, denn sie sahen in ihm die Garantie, dass es mit der Firma weiter aufwärts ging. In dem Prozess schloss man einen Vergleich und Dietrich Bahner? konnte die Firma weiter führen, während sich der Senior-Chef immer mehr in sein Privatleben zurückzog. Übrigens gründete Dietrich Bahner? in der Zeit des letztgenannten Prozesse, als es ihm verwehrt war, die Schuhfabrik August Wessels zu betreten, zwei weiter Firmen in Augsburg: Die Favorit-Schuhgroßhandelsgesellschaft und die Leiser -Werke.

1951 arbeiteten schon wieder 1.250 Menschen bei August Wessels in Augsburg und 1954 war man mit etwa 1.600 Mitarbeitern eine der größten deutschen Schuhfabriken.

1965 erreichte die August Wessels Schuhfabrik in Augsburg mit etwa 2.500 Mitarbeitern ihren höchsten Beschäftigungsstand, doch ging es danach rapide und rasant nach unten. Der Grund waren Automatisierung, Spezialisierung und Verlagerung der Produktion von Schuhen in Billiglohnländer. Die Automation führte dazu, dass man nur noch 1.000 Beschäftigte in 1968 brauchte, um am Tag 5.000 Paar Schuhe zu fertigen.

Schon 1968 wurde das Gewerbe abgemeldet. Die Firma Schuhfabrik August Wessels wurde von der Romika-Gruppe geschluckt. 1970 löschte man die Wessels-Firma aus dem Handelsregister. Und die Romika-Gruppe entließ Mitarbeiter um Mitarbeiter. 1975 waren es nur noch knapp über 500 in der Augsburger Schuhfabrik. Als die Traditionsfirma 1982 nur noch etwas über 400 Arbeitsplätze hatte, schloss man sie. Noch zum Schluss soll das Betriebsklima in der Schuhfabrik bestens gewesen sein und noch viele Jahre trafen sich die ehemaligen Mitarbeiter am Jahrestag des Konkurses.

Die S. und I. Schmitt GbR aus Gersthofen kaufte 1985 die Fabrik und das Areal auf und baute das Werk von 1986 bis 1990 nach Plänen des Architekturbüros Hans Schrammel um. Der Umbau stellte das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes wieder her.

2012 fand im Direktionshaus der Schuhfabrik das Kunst-Festival "Ars Dilettanti" statt. Nachdem verschiedene damalige Untermieter ausgezogen waren, installierte der damalige Besitzer Wolfgang Heim eine neue Heizungsanlage und gab dem Kulturpark West den Auftrag, das Gebäude zu einem Künstlerhaus umzuwandeln und an Künstler zu vermieten, was dazu führte, dass man die 700 Quadratmeter Raumfläche mit Rigipswänden in 22 Ateliers umwandelte und daraus eine Zweigstelle des Kulturparks West machte.

2013 zogen in das ehemalige Direktionsgebäude der Fabrik etwa 20 Künstler ein, darunter Wolfgang Sooß?, Eva Rumpf? u. a.

Heute wird das Fabrikgebäude durch verschiedene Firmen und die erwähnten Künstler gewerblich genutzt.

Details

Die Schuhfabrik von August Wessels ist ein Stahlbetonskelettbau, der mit seinen senkrechten Streben und den feingliedrigen Fenstern sehr streng wirken würde, wenn nicht Jugendstilelemente im Eingangsbereich etwas auflockern würden. Über dem Eingangsportal ist ein Wappen mit dem Namen des Gründers der August-Wessels-Schuhfabrik zu sehen, das aus Beton gegossen wurde, um die Macht, die Größe und den Weltruhm der Wesselschen Schuhfabrik zu zeigen.

Der Verwaltungstrakt der ehemaligen Schuhfabrik liegt an der August-Wessels-Straße und schließt hier die U-Form zum großen Teil.

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Die Fabrikation von Schuhen war saisonabhängig, weshalb die Belegschaft der Schuhfabrik August Wessels immer stark schwankte, wobei immer etwa zwei Drittel der Beschäftigten Frauen waren.

Heute sind die Geschoße, die früher Hallen waren, in Schul-, Labor- und Büroräume aufgeteilt. Wenigstens im Äußeren der alten Industriearchitektur ist spürbar geblieben, dass August Wessels ein Unternehmer war, der Sinn für Baukultur hatte.

Lage

August-Wessels-Straße 5


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