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Augsburger Puppentheatermuseum

Augsburger Museum im Gebäude der Augsburger Puppenkiste, das die Marionetten der Augsburger Puppenkiste, ihre Geschichte und ihre Macher zeigt. Auch "Die Kiste".

Allgemeines

Ein Journalist soll "Die Kiste", das Augsburger Puppentheatermuseum, einmal den "Louvre der Kinderunterhaltung" genannt haben. "Die Kiste" soll auch Europas erfolgreichstes Familienmuseum sein, wobei es sicher darauf ankommt, wie man "Familienmuseum" definiert.

Auf etwa 570 Quadratmetern sind die berühmten Marionetten der Augsburger Puppenkiste ausgestellt, die bei vielen Menschen in Deutschland mit ihren Kindheitserinnerungen verbunden sind: Kater Mikesch, Urmel, Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer, Kalle Wirsch und andere. Mehr als 800 TV-Produktionen und Theaterstücke haben diese Puppen hinter sich (Stand 2007).

Neben den Puppen selbst sind auch Bühnenbilder, Entwürfe und Zeichnungen für Kostüme zu sehen. Auch über die Macher der Augsburger Puppenkiste ist viel zu erfahren und wer Zeit hat, kann in zwei Klein-Kinos TV-Filme aus den vergangenen Jahrzehnten sehen, in denen die Augsburger Puppenkisten-Stars auftreten. Kinder können sich derweil in einer Malecke austoben.

Immer wieder bietet das Museum Sonderausstellungen, Workshops oder Seminare zum Thema Figurentheater an. Das Museum ist klimatisiert, so dass ein angenehmer Aufenthalt garantiert ist.

Geschichte

Gegründet wurde das Augsburger Puppenkistenmuseum im Jahr 2001. Seit der Gründung haben Hunderttausende das Museum besucht. Im Lauf der Jahre wurde es zu einer besonderen Einrichtung in der Region, aber auch in der bayerischen Kulturszene. Das Augsburger Puppentheatermuseum "Die Kiste“ gilt als mit Abstand erfolgreichstes Puppentheatermuseum Europas.

Am 27. Mai 2009 besuchte Steffi Jones, eine bekannte deutsche Fußballspielerin und Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 die Ausstellung "Auf geht's: Bewegt Euch!" im Augsburger Puppentheatermuseum.

Von September 2009 bis März 2010 fand die Sonderausstellung des Augsburger Puppentheatermuseums "Helden der Kinderzimmer - Literatur und Puppenspiel" unter der Schirmherrschaft der Stiftung Lesen statt. Hier trafen sich sich Pippi Langstrumpf, Jim Knopf, Momo, das Sams und Co., um Klein und Groß in den Bann der fantastischen Welten der Kinderliteratur und des Puppenspiels zu ziehen. Angesichts der Entwicklung sei es laut der renommierten Organisation wichtiger denn je, das Literaturinteresse von Kindern und Jugendlichen mit einer solchen Ausstellung zu wecken. Als "Botschafter der Fantasie", die "zurecht unsterblich" sind, beschrieb der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die 150 Puppentheaterfiguren, die sich im Augsburger Puppentheatermuseum vereinten. Die Ausstellung zeigte bisher auch bisher unveröffentlichte Originalskripte, Illustrationen und Briefe von Kinderbuchautoren wie Astrid Lindgren, Paul Maar, Cornelia Funke, Michael Ende und Otfried Preussler.

Tausende von Studenten kommen Jahr für Jahr in die Dauer- und Sonderausstellung des Museums. Für sie wurde 2010 ein vergünstigter Eintrittspreis eingeführt. Von Dienstag bis Donnerstag können Studenten die Ausstellungen mit dem ermäßigten Eintrittspreis besuchen, wenn sie einen gültige Studentenausweis vorlegen.

Ebenfalls 2010 fand die Ausstellung "Expedition ins Erdreich" statt. "Expedition ins Erdreich". Dafür wurden über 120 Marionetten der Puppenkiste und Fremdleihgaben in unterirdischen Szenarien aufgebaut. Man bot eine Reise ins Erdinnere an, die von der 65 Quadratmeter großen, begehbaren Erdmännchenfestung aus "Kleiner König Kalle Wirsch" bis zu den Tiefen der Kanalisationsschächte aus Monty Spinnerratz reichte. Daneben wurden archäologische Funde wie z. B. der Schädel eines Neandertalers gezeigt, was durch die Kooperation mit namhaften Partnern, z.B. den Archäologen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Gesellschaft für Archäologie in Bayern ermöglicht wurde. Ein weiterer Höhepunkt der Sonderschau war eine begehbare Steinzeithöhle, in der sich große und kleine Besucher wie Steinzeitmenschen kleiden und in Höhlenmalerei üben konnten.

Am Mittwoch, den 04. August 2010, durchschritt der 500.000ste Besucher das Drehkreuz des Museums und wurde von Klaus Marschall? , Theaterleiter der Augsburger Puppenkiste, Christoph Mayer, Vorsitzender des Trägervereins Freunde des Augsburger Puppenspiels e.V. und Oliver Seitz, Leiter des Augsburger Puppentheatermuseums "die Kiste" in Empfang genommen. Der Jubiläumsgast, die 8-jährige Maja Korn, kam aus Oestrich-Winkel im Rheingau und wurde vom Augsburger Kasperl am Eingang des Museums mit Blumen und einer Kalle-Wirsch-Marionette geehrt.

Ende des Jahres 2010 startete die Sonderausstellung „Stelldichein der Majestäten“ und man konnte die 500.000ste Besucherin begrüßen. Hunderte Blaublütige aus allen Marionetten-Ländern tummelten sich im Puppentheatermuseum. Auf etwa 30 Quadratmetern waren zudem Originalkostüme und Requisiten zum deutsch-tschechischen Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" zu bewundern. Der Film entstand 1973 als Koproduktion der DEFA und den Filmstudios Barrandov. Prinz Luitpold von Bayern unterstützte die Ausstellung und übernahm die Ehrenpatenschaft für das Marionettenpendant seines Urahns König Ludwig II. Das Haus Thurn und Taxis stellte Leihgaben zur Verfügung - wie auch die Gräfin Bernadotte und das Fürstlich und Gräflich Fuggersche Familien- und Stiftungsarchiv.

augsburg.tv-Beitrag zum 10jährigen Jubiläum des Puppentheatermuseums in Augsburg (September 2011)

Am 28. September 2011 begann die Jubiläumsausstellung zum 10-jährigen Bestehen des Augsburger Puppentheatermuseums "die kiste". Internationale Interpreten an Fäden, unter ihnen z. B. die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Die Drei Tenöre, aber auch Alphornbläser und eine appetitliche Meeresfrüchte-Kapelle brachten dem Augsburger Puppentheatermuseum "die Kiste" ein Geburtstagsständchen dar. Zahlreiche Stars aus dem Showbusiness verfassten einen kurzen "Glückwunsch-Gruß" und sorgten für internationales Flair. Sogar landestypische Musiker-Figuren, vom letzten burmesischen Marionetten-Baumeister eigens angefertigt, kamen aus Burma angereist, um zum Geburtstagsfest des Museums zu musizieren.

Vom 15. April bis 25. Oktober 2015 fand im Augsburger Puppentheatermuseum „die Kiste“ eine Sonderausstellung zu dem Thema „Wasserspiele“ statt. Dabei verband die Ausstellung viele Geschichten und Märchen der Augsburger Puppenkiste rund um das Thema Wasser mit den Sehenswürdigkeiten der historischen Wasserwirtschaft Augsburgs. So erklärte zum Beispiel "der kleine Wassermann" die Funktion des Wasserrades oder die der Wassertürme am Roten Tor, "Kaiser Augustus" erzählte von der römischen Wasserversorgung und "Monty Spinnerratz" erforschte das Abwassersystem der Stadt Augsburg. Selbst die Schildbürger erfuhren auf der Suche nach ihrer versenkten Glocke Wissenswertes über die Trinkwassergewinnung im Trinkwasserschutzgebiet Siebentischwald. Wie immer wurde auch dieses Ausstellungsthema mit kindgerechten Workshops und Lesungen umrahmt. In Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, fanden in der „Kiste“ Experimente mit Wasser statt.

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"Der kleine Wassermann" (Theaterproduktion Augsburger Puppenkiste, 2011) - Bildautor Elmar Herr / Augsburger Puppenkiste

Im Juni 2016 eröffnete "die Kiste" die Sonderausstellung "Wer will Fleißige Handwerker seh'n...". Wer will Fleißige Handwerker seh'n ... der muss in das Augsburger Puppentheatermuseum "die Kiste" geh’n, denn hier sah man eifrige Handwerker, Meister und andere Gesellen am Werk. Die gezeigten hölzernen Arbeiter der Augsburger Puppenkiste symbolisierten die Verbindung zwischen dem Werken mit Händen und der Kunst. Doch nicht nur Figuren der "Augsburger Puppenkiste" waren in dieser Sonderausstellung vertreten. Handwerklich begabte Gäste - Holzschnitzer und Bäcker reisten vom "Laubacher Figurentheater" an. Ein Müller vom "Figurentheater Köln" übernahm das Mahlen des Korns. Dazu gab es vom Metzger des "Puppentheaters im Blauen-Haus" Würste frischgebrüht aus dem Topf! Unterstützung kam auch aus dem Ausland: Das Nationalmuseum Prag entsandte Schuster, Schneider und Schmied als "Leiharbeiter" an das Augsburger Puppentheatermuseum. In Kooperation mit der Handwerkskammer für Schwaben sowie verschiedenen Innungen? und Betrieben zeigte die Ausstellung die Tradition, Modernität und Vielfältigkeit des Handwerks: interessante Werkzeuge, außergewöhnliche Inszenierungen, multimediale Präsentationen.

Sonne, Mond und Sterne – Einmal Milchstraße und zurück. So hieß die Sonderausstellung des Augsburger Puppentheatermuseums "die kiste" 2017. Marionetten der Augsburger Puppenkiste erzählten von "Peterchens Mondfahrt", "5 auf dem Apfelstern" oder "Schlupp vom grünen Stern" und entführten die Besucher in unbekannte Welten und Galaxien. Puppentheater aus Bad Kreuznach, Berlin, Braunschweig, Buchholz, Dresden, München, Northeim, Plochingen, Wiesbaden und Würzburg machten mit ihren Exponaten Geschichten und Märchen vom Mond, den Sternen und der Sonne lebendig. Leihgaben aus Belgien und Alaska bereicherten die Ausstellung zusätzlich. Jahrtausende lang waren Himmelskörper für die Menschen geheimnisvoll und unerreichbar. Weltraumforschung und Raumfahrt aber vermitteln uns immer mehr Wissen über das Universum. In der Sonderausstellung zeigten dies Leihgaben der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e. V., der Europäischen Weltraumorganisation ESA, des Dornier Museums Friedrichshafen, des Sparkassenplanetariums, der Astronomischen Vereinigung Augsburg und des Rieskratermuseums?. Neben unterschiedlichen Sonntagsaktionen im Museum fanden Marionettenbaukurse und Workshops für "Kleine Weltraumforscher" in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Universität Augsburg statt.

Details

Getragen wird das Augsburger Puppentheatermuseum seit 2001 von den Freunden des Augsburger Puppenspiels e.V.?. Die Stadt Augsburg stellt nur die Räume kostenlos zur Verfügung. Finanziert wird das Museum aber allein aus Spenden und Eintrittsgeldern.

Seit seiner Gründung wird das Museum durch die Universität Augsburg Fachbereich Volkskunde unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Daneben arbeiten auch andere Institutionen und Hochschulen mit dem Museum zusammen: u. a. die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Köln, die Universität Berlin, das Brüder Grimm Museum Kassel, die Günter-Grass-Stiftung Lübeck, das Max Planck Institut Garching, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg und die europäische Weltraumorganisation ESA. Der Grund dafür liegt darin, dass das Augsburger Museum als einziges Museum seiner Art wissenschaftliche Themen und Puppentheater miteinander verbindet und Pädagogen mit seinem ungewöhnlichen Konzept den Zugang zur Vermittlung vieler Themen erleichtert.

Das Museum arbeitet besonders intensiv auch mit dem Verein Der bunte Kreis? zusammen. Dabei entstehen Projekte, um motorisch gestörten Kindern mit Puppen zu helfen, sowie ein Hilfsprojekt, das sich um Kinder, deren Geschwister schwerst chronisch erkrankt sind, kümmert.

Die Workshops, die das Museum veranstaltet, drehen sich um das Thema "Puppenführen". Die Teilnehmer werden von erfahrenen Puppenspielern mit Originalmarionetten aus dem Fundus der Augsburger Puppenkiste in die grundlegenden Geheimnisse des Puppenführens eingewiesen.

Besonderheiten

Kleinen Gästen bietet das Augsburger Puppentheatermuseum ein unvergessliches Geburtstagserlebnis. Nach einer Spezialführung durch die Welt von Jim und Lukas, Urmel & Co. wird gebastelt, gemalt und gelacht. Für das leibliche Wohl ist gesorgt (d. h. Essen und ein Getränk sind im Preis inbegriffen).

Mindestteilnehmer: 8 Kinder (im Alter von 6-12 Jahren)
Kosten pro Kind: 15,00 €
Dauer: ca. 3 Stunden
Mitzubringen: eine Begleitperson
Anmeldung: Telefon: +49 (0)821 / 450 345-29 oder
E-Mail: cafe-bistro(@)diekiste.net

Es wird darum gebeten, sich mindestens 2 Wochen vorher anzumelden.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr. Die Kasse ist immer nur bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen durch das Museum sind bis 25 Personen möglich, bei größerer Besucheranzahl ist eine Doppelführung notwendig. Eine Führung dauert ca. 60 Minuten. Führungen müssen vorangemeldet werden! Anmeldung unter Telefon 0821/4503450.

Das Cafe und Bistro anbei ist mittags ab 11.30 Uhr und bei Abendvorstellungen in der Augsburger Puppenkiste bis in die späten Stunden geöffnet.

Der Museums-Shop ist von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Adresse

Augsburger Puppentheatermuseum
Spitalgasse 15
86150 Augsburg

Tel. 0821/4503450
Fax. 0821/45034533
E-Mail: info(@)diekiste.net

Das Museum befindet sich eine Etage über der Augsburger Puppenkiste im denkmalgeschützten Heilig-Geist-Spital.


Anreise

Mit der Straßenbahn

Vom Augsburger Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 3 Richtung Inninger Straße oder mit der Straßenbahnlinie 2 Richtung Haunstetten-Nord, Haltestelle Rotes Tor.

Mit dem Bus

Vom Augsburger Hauptbahnhof mit der Buslinie 32? Richtung Kuhsee, Haltestelle Rotes Tor.

Weblinks


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