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Augsburger Friedenspreis

auch "Preis zum Augsburger Friedensfest"

Allgemeines

Der Augsburger Friedenspreis wird im Drei-Jahres-Turnus an Personen vergeben, die besondere Leistungen zur Förderung interkonfessioneller Gemeinsamkeiten erbracht haben. Der Preis ist mit 12.500 Euro (Stand 2014) dotiert. Die Ausgezeichneten werden von einer Jury aus Vertretern der Evangelischen und Katholischen Kirche?, der Stadt Augsburg und der Universität Augsburg bestimmt.

Mit Blick auf das Augsburger Bekenntnis, die Confessio Augustana 1530, und den Augsburger Religionsfrieden 1555 erinnert man sich daran, dass es dem Mut der protestantischen Fürsten im 16. Jahrhundert zu verdanken ist, wenn wir heute in der westlichen Welt und in vielen Ländern dieser Erde im toleranten Miteinander der Weltanschauungen und Religionen leben dürfen. Denn der tolerante und respektvolle Umgang miteinander ist ein mächtiger Friedengarant und eines der höchsten Güter, die wir besitzen. Leider muss man erkennen dass die einst so mutig proklamierte Forderung für gegenseitige Toleranz, für Meinungs- und Glaubensfreiheit auch heute bei weitem nicht in allen Ländern unserer Erde eingelöst ist. Auch innerhalb unserer Gesellschaft sind Frieden und Freiheit durch zum Teil hohe Gewaltbereitschaft einzelner Gruppierungen ernsthaft bedroht. Das Augsburger Hohe Friedensfest ist daher ein starkes Bekenntnis für das friedliche Miteinander unserer Stadtgesellschaft, deren Merkmal die Vielfalt ist. Für Menschen, die danach handeln – überall auf der Welt – steht der „Preis Augsburger Friedensfest“.

Geschichte

Begründet wurde der Augsburger Friedenspreis im Jahr 1985, als die Stadt Augsburg ihr 2000-jähriges Bestehen feierte, von der Stadt Augsburg und der Evangelisch-Lutherischen Kirche? in Bayern.

Weil Augsburg 2005 die 450-Jahr-Feier des Augsburger Religionsfriedens beging, wurde die für 2006 anstehende Preisverleihung in diesem Jahr ausnahmsweise vorgezogen.

Noch 2011 hieß es zur Jury des Augsburger Friedenspreises in einer Pressemitteilung der Stadt vom 2. August 2011 nur: „Der Evangelische Regionalbischof Michael Grabow? wird als Vorsitzender der Friedenspreis-Jury die Entscheidung begründen und den neuen Preisträger würdigen. Neben OB? Dr. Gribl gehören auch Vertreter der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Universität sowie Persönlichkeiten der Stadt zum Kreis der Jury-Mitglieder.“ Das Forum Augsburg? kritisierte an der Juryzusammensetzung, dass immer noch weder ein Vertreter der Konfessionslosen noch ein Vertreter der Muslime der Jury angehört. Damit werde das eigentliche Ziel des Augsburger Friedenspreises, wie es von den Erfindern, der Stadt Augsburg und der Evangelischen Landeskirche, definiert wurde, nämlich die „Förderung interkonfessioneller Gemeinsamkeiten“, völlig verfehlt. Weiter schrieb das Forum Augsburg? dazu: „Grundsätzlich wäre beim Augsburger Friedensfest mehr Transparenz, mehr Demokratie und beim Friedenspreis eine Säkularisierung in der Zielsetzung sowie im Verfahren nötig. Dazu müsste ein Stadtratsbeschluss vom 3.12.1980 aufgehoben werden. Der Antrag der LINKEN? im Stadtrat im Jahre 2009, das Augsburger Friedensfest, nicht wie geplant zu einem Fest von katholischen und protestantischen Augsburgern, sondern zu einem Fest aller in der Stadt lebenden Menschen verschiedenster Konfessionen und Weltanschauungen zu machen, wurde von allen anderen Fraktionen im Stadtrat abgelehnt.

Details

Der Augsburger Friedenspreisträger wird üblicherweise am Friedensfest (8. August) vom Oberbürgermeister? im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses bekannt gegeben und meist vom Vorsitzenden der Friedenspreis-Jury in einer Ansprache begründet. Die feierliche Preisverleihung findet aber meist Wochen nach der Bekanntgabe in einem eigenen Feierakt statt.

Bisher wurden mit dem Augsburger Friedenspreis Künstler, Politiker, interkonfessionelle Institutionen, Theologen und karitative Einrichtungen geehrt, die sich für ein friedfertiges und tolerantes Miteinander von Religionen und Kulturen verdient machten.

Friedenspreisträger

Weblinks


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