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Arbeitsmarkt Augsburg

Allgemeines

Augsburgs Kompetenzfelder sind Faserverbund, IT, Mechatronik & Automation sowie Umwelt.

Faserverbundstoffe sind neue Materialien für den Maschinenbau, die Autoindustrie und die Luftfahrt. Sie bieten maximale Festigkeit und Steifheit bei minimalem Gewicht und haben Potentiale für die serielle Produktion. In Augsburg wird die gesamte Wertschöpfungskette dieser Faserverbundstoffe abgebildet, viele First-Mover der Branche sitzen in Augsburg und MAI Carbon? ist ein Spitzencluster für diesen Wirtschaftsbereich. Key Player sind hier

Mechatronik & Automation beschreibt die intelligente Verbindung von Maschinen, Elektronik und IT. In Augsburg ist der Sitz des Bayerischen Clusters für Mechatronik & Automation, weshalb hier wesentliche Grundlagenarbeit geleistet wird, Forschungseinrichtungen und spezialisierte Fachkräfte vor Ort sind.

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Augsburg ist Zentrum der bayerischen Umwelttechnologie mit Umwelteinrichtungen wie dem Umweltpark, Umweltgroßanlagen, Forschungseinrichtungen, Landesbehörden, Gründerzentren, Fachmessen und Netzwerken. Key Player sind auf diesem Gebiet

Im IT-Bereich ist Augsburg Standort der High-Tech-Offensive Bayern. Hier sind international führende Hersteller für Embedded Systems und Hardware, es gibt den Aiti-Park für junge IT-Unternehmen und eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen? vor Ort und einem Unternehmensnetzwerk.

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Ein weiterer wichtiger Zukunftsfaktor für die Augsburger Wirtschaft ist das Thema Ressourceneffizienz. Hier gibt es Ausbildungs-, Studien- und Forschungsmöglichkeiten sowie spezialisierte Fachkräfte.

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Entwicklung der letzten Jahre

Angesichts der Tatsache, dass Augsburg in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Textilindustrie eine komplette Branche verloren hat, was Zehntausende Arbeitsplätze kostete, ist die Entwicklung sehr gut, auch wenn Augsburg von der Arbeitslosenquote her etwa ein Prozent über dem bayerischen Durchschnitt liegt. Dazu kommt, dass der Augsburger Arbeitsmarkt sehr stark in der Produktion ist, ein Sektor, der in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts und in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts starke Rückgänge verzeichnen musste. Dennoch hat sich die Lage in den Jahren 2006 und 2007 verbessert.

Ein Rückschlag für die Entwicklung am Augsburger Arbeitsmarkt war die Weltwirtschaftskrise ab 2008. In ihr gehörten in Augsburg vor allem junge Menschen zu den Verlierern. So gab es 2009 über 60 Prozent mehr Arbeitslose unter 25 Jahren als ein Jahr zuvor. Im Herbst 2009 suchten etwa 3.000 junge Menschen in Augsburg nach Arbeit, 1.100 Jugendliche mehr als im gleichen Monat des Vorjahres.

Zahlen

Die Augsburger Allgemeine führt in ihrer Ausgabe vom 31. Oktober 2007 folgende Zahlenentwicklung des Augsburger Arbeitsmarkts auf:

1971 1.337 Arbeitslose
1976 10.640 Arbeitslose
1980 5.895 Arbeitslose
1983 16.779 Arbeitslose
1991 10.353 Arbeitslose
1997 25.333 Arbeitslose
2001 16.380 Arbeitslose

2005

2005 gründete sich die „Allianz für Augsburg“, in der Vertreter der IHK Schwaben, der Handwerkskammer für Schwaben, des DGB? und der Stadt vertreten sind. Ziel war es, die Tariftreue von Betrieben abzusichern. Die schlechte Ausgangslage für heimische Handwerksbetriebe und Bauunternehmen sollte damit beseitigt werden. Bei vielen Ausschreibungen konnten seriöse Firmen nicht mithalten, weil andere Anbieter Lohndumping betrieben, Tarife unterliefen oder entsprechende Subunternehmer beauftragten. Als erste Kommune in Schwaben wollte die Stadt damals streng die Tariftreue vorschreiben und kontrollieren. Die Augsburger Tariftreue-Regelung war gedeckt durch ein Landesvergabegesetz, das aber im Jahr 2009 von der bayerischen Staatsregierung aufgehoben wurde. Auch ein Volksbegehren für einen Mindestlohn wurde vom Bayerischen Verfassungsgerichtshof? nicht zugelassen. So kommt es immer wieder selbst in städtischen Wirtschaftsbetrieben zu Auseinandersetzungen um Tariflöhne.

2005 hatte Augsburg 30.046 Arbeitslose.

2007

Für den Oktober 2007 zählt man 11.606 Menschen ohne Arbeit in Augsburg.

Die Arbeitsagentur Augsburg? meldete, dass sich in den Jahren 2006 und 2007 die Lage für alle Berufsgruppen gebessert hat, darunter auch die Lage für Langzeitarbeitslose und für Arbeitssuchende über 55 Jahre.

Sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen waren im März 2007 insgesamt 204.629 bei der Arbeitsagentur Augsburg? gemeldet. Gute Chancen auf dem Augsburger Arbeitsmarkt sollen vor allem Ingenieure, Waren- und Dienstleistungskaufleute, Bürokaufleute, Kraftfahrer, Menschen in der Metall- und Elektroindustrie sowie in Gesundheitsberufen haben.

In Augsburg lag 2007 die Leiharbeiterquote bei 6,6 %, was eine der höchsten Quoten in ganz Bayern war.

2008

Die Arbeitslosenquote im Oktober 2008 in Augsburg lag bei 6,7 Prozent, im Landkreis Augsburg bei 2,8 Prozent und im Landkreis Aichach-Friedberg bei 2,5 Prozent. Bayern hatte eine Durchschnittsarbeitslosenquote von 3,6 Prozent. Mit 3,2 Prozent lag Schwaben unter dieser Quote.

Nach dem Niedergang der Textilindustrie? kam nach 2008 auch der Maschinenbau, eine der tragenden Säulen der schwäbischen Wirtschaft, in die Krise bzw. in eine Phase der Rationalisierung und Umstrukturierung, was Augsburg und die Region betraf.

2009

Im Frühjahr 2009 lag die Arbeitslosigkeit im Landkreis Augsburg trotz Wirtschaftskrise lediglich bei 3,9 % (Vorjahres-April: 3,3 %), sprich es waren insgesamt 4.968 Menschen arbeitslos.

2010

Während des Jahres 2010 holte die Metall- und Elektroindustrie Schwabens nach der Krise im Jahr 2008 wieder auf. Ende des Jahres glaubten Verantwortliche, in 2011 wieder auf das Niveau vor der Krise kommen zu können.

Im Verarbeitenden Gewerbe arbeiteten überproportional viele Augsburger im Maschinenbau, verglichen mit Bayern und Deutschland. Auch in den Bereichen Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, Herstellung von Textilien, Herstellung von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von Ton-, Bild- und Datenträgern lag Augsburg über dem Durchschnitt Bayerns und des Bundes.

2011

Im April 2011 waren in der Region Augsburg 16.288 Menschen arbeitslos – 15,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 4.233 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos - 1.470 Personen oder 25,8 Prozent weniger als im April 2010. Allerdings wies die IG Bauen-Agrar-Umwelt? darauf hin, das die Arbeitslosigkeit unter älteren Menschen in Augsburg höher war als offiziell angegeben. 284 ältere Arbeitslose seien nicht angegeben worden, weil sie ein Jahr lang kein Stellenangebot bekommen hatten, älter als 58 Jahre und Hartz-IV-Empfänger waren.

Das BIP pro Augsburger betrug 42.495 €, je Augsburger Erwerbstätiger 62.743 €. Es gab 179.682 Erwerbstätige in Augsburg. Etwa 22 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten im Verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe 3 %, in Handel, KFZ-Instandhaltung, Reparatur 13 %, in Verkehr und Lagerei 5 %, Information und Kommunikation 4 %, Gesundheits- und Sozialwesen 15 % und in sonstigen Bereichen 38 %.

2012

Im Juli 2012 stieg die Arbeitslosigkeit in Augsburg gegenüber dem Vormonat um fast 20 % auf etwa 14.500 Menschen (Quote 4,2 %). Im Vergleich zum Juli 2011 waren es mehr als 800 Menschen weniger.

Augsburg zählte 130.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon waren 68.507 Einpendler und 36.503 Auspendler. Das BIP zu Marktpreisen betrug 11.638 Mio. €.

2013

Im Juni 2013 waren in Augsburg und den beiden Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg etwa 14.500 Menschen arbeitslos, was einer Quote von 4,1 Prozent entsprach. Dabei nahm aber die Arbeitslosigkeit bei über 50jährigen zu. Jede vierte freie Stelle kam schon von einer Zeitarbeitsfirma?. Im Landkreis Aichach-Friedberg betrug die Arbeitslosenquote nur 2,2 Prozent. Im Bereich der Lehrstellen im Bereich der Arbeitsagentur Augsburg? kamen auf 100 Bewerber 117 freie Stellen.

Die Arbeitslosenquote in Augsburg lag Ende Oktober 2013 bei 6 Prozent.

2014

2015

Im Dezember 2015 waren in Schwaben 32.976 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote im Dezember 2015 lag also mit 3,2 Prozent unter dem bayerischen Durchschnittswert.

2016

Der Arbeitsmarkt in Schwaben zeigte sich im Januar 2016 besonders widerstandsfähig. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent hatte Schwaben neben Unterfranken die niedrigste Arbeitslosenquote aller Regierungsbezirke in Bayern. Auch der saisonal übliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat fiel mit nur 0,5 Prozentpunkten nirgends niedriger aus.

Im März 2016 waren in Bayerisch-Schwaben rund 36.500 Menschen arbeitslos gemeldet, ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent. Trotz betrieblicher Umstrukturierungsmaßnahmen, Standortschließungen und Insolvenzen in den letzten Jahren lag die Arbeitslosenquote mit 3,6 Prozent weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres.

2017

Die Stadt Augsburg lag mit 5,3 % zwar über dem bayerischen Durchschnitt, die Arbeitslosenquote hat sich in den vergangenen 10 Jahren aber mehr als halbiert. Im Landkreis Augsburg lag die Arbeitslosenquote bei 2,3 % - das war nahe an der Vollbeschäftigung.

Ausbildungssituation

Die Ausbildungssituation in Augsburg und Umgebung ist generell gut, aber natürlich muss jede Branche eigens betrachtet werden. Dazu finden sie unter Ausbildung in Augsburg und der Region weitere Informationen.

Details

Monatlich aktualisierte Grafiken zu Jobs und Arbeitsmarkt in Augsburg finden sich bei MyJobNextDoor.

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Initiativen

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