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Anajo

Eine Augsburger Pop-Rock-Gruppe, oft auch als Indie-Pop-Band bezeichnet.

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Allgemeines

Anajo darf wie The Cannons?, Gift, Inferno, Croming Rose, Creeping Candies?, The Hydeparkas?, Generation N oder Impotenz zu den Augsburger Pop-Bands gezählt werden, die auch außerhalb von Augsburg bekannt wurden. Mit einigen ihrer Songs schaffte es die Band in die deutschen Top 100.

Die Jungs von Anajo schreiben "hittige" Popsongs. Dabei steht nicht eine Botschaft, eine Belehrung, die schwermütige Vertonung der Weltformel wie bei so vielen deutschen Bands im Vordergrund, sondern der Song. "Auf hohle Posen wird verzichtet, aber nicht auf Stil" (Anajo).

Anajo versteht sich weniger als deutsche, denn als internationale Band und sehen sich als Produzenten von Gitarrenpop-Kracher, die hervorragend auf ein Mixtape zwischen Guided by Voices und die BMX Bandits passen würden. An der Wiege der Anajo-Musik stehen Indie-Musik britischer Prägung und amerikanischer College Rock, aber daraus haben Anajo etwas Eigenständiges gemacht und lassen sich nur mit Anajo vergleichen.

Geschichte

Gegründet wurde Anajo 1999 von den zwei Schulfreunden Oliver Gottwald und Michael Schmidt. Sie gerieten durch eine aufkommende Deutschpop-Welle mit Bands wie "Wir sind Helden" oder "Juli" in die Öffentlichkeit. Zunächst hatten die beiden Schulfreunde noch in unterschiedlichen Bands gespielt, doch als sich diese auflösten, beschlossen sie eine eigene Band zu gründen und durch eine Anzeige stieß noch der Schlagzeuger Ingolf Nössner zu ihnen. Als Bandnamen wählten die drei Anajo, was von dem Bud-Spencer-Film "Banana Joe" abgeleitet wurde.

Die Musik ihrer ersten Auftritte in den Jahren nach der Gründung in Augsburg und Umgebung war noch stark von elektrischen Synthesizer-Sounds, der sich im Lauf der Jahre immer mehr verlor, als sich die Band zum Indie-Pop-Sound hinentwickelte und mehr Gitarren-Klänge einsetzte. Von Anfang an sang die Band deutsche Texte, die zwischen Fröhlichkeit und Melancholie schwanken.

Noch 1999 wurde eine Demo produziert und im Eigenvertrieb herausgebracht. Auf "Pop und die Welt" folgte 2000 "Geboren für die Stadt", 2002 "TanzTanzBand" und 2003 "Vorhang auf".

2003 konnte die Band einen ersten größeren Erfolg feiern. Ihr Song "Ich hol dich hier raus" kam in die Redaktions-Charst des Senders FM 4 (ORF/Österreich). So steigerte die Band ihre Bekanntheit und konnte in diesem Jahr mehr als 50 Konzerte in Deutschland und Österreich bestreiten.

Das erste Album ("Nah bei mir") wurde 2004 bei Tapete Records/Indigo veröffentlicht.

2006 ging die Band für das Goethe-Institut in Russland auf Tour und gab für die Robert-Bosch-Stiftung Konzerte in der Ukraine.

Das zweite Album "Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?" kam dann im Februar 2007 wieder bei Tapete Records heraus und eroberte sich Platz 51 der deutschen Album-Charts. Jetzt gab es auch Storys in bekannten Musikmagazinen. Die Single "Wenn du nur wüsstest" mit der Gastsängerin Suzie Kerstgens von der Band KLEE konnte bis Platz 58 hochkommen und war 2007 immerhin fünf Wochen in den Hitparaden.

Den Höhepunkt der Bandgeschichte erreichte Anajo mit dem Auftritt bei Stefan Raab. Beim Bundesvision Song Contest 2007 trat die Band mit dem Song "Wenn du nur wüsstest" für das Bundesland Bayern an und erreichte den 9. Platz.

Im Winter 2008 unternahm die Band eine strapaziöse Tour mit dem "Pop-Orchester" der Universität Augsburg. Fast ein Gewaltakt war die letzte Zusammenarbeit von Jürgen „Alaska“ Winter? mit Anajo auf dieser Orchester-Tour. Das Plakat zur Tour wurde stark einem Album von Udo Lindenberg, bei dem Mr. Panik mit seiner Crew im Tour-Bus lungert, nachempfunden. Als Bus-Fahrer bei Anajo durfte der Augsburger Drummer Alwin Rainer mit lässiger Pfeife im Mund fungieren. 2009 erschien bei Tapete Records eine DVD der Tour.

2010 kam es auf Einladung des Goethe-Instituts Moskau zu einer Neuauflage der Russlandtour. In diesem Jahr stieg auch Albrecht Schrader (key, har, mel) als Livemitglied bei der Band ein.

Im Februar 2011 brachten Anajo, die sich inzwischen von Jürgen "Alaska" Winter? getrennt hatten, das Album "Drei" heraus. Dazu ließen sie wissen: "Die magische Zahl, drei Akkorde, der Vater, der Sohn, der heilige Geist. Geben, hören, sagen! Die 3, die schönste, die majestätischste, die geheimnisvollste, ja, die Königin unter den Primzahlen." Das Album verzichtet fast komplett auf elektronische Sounds.

Am 17. März 2011 präsentierte die Band im Ostwerk ihr Album "Drei" dem Augsburger Publikum. Es wurde in Hamburg aufgenommen, an den Reglern stand Chris von Rautenkranz. Damals war Anajo eigentlich kein Trio mehr, jedenfalls saß mit Albrecht Schrader am Keyboard und Harmonium der erste Nicht-Augsburger für die Zeit der Tour mit in der Band.

Der Deutschlandfunk übertrug von Anajo eine Aufzeichnung des Live-Konzerts vom 26. März 2011 im Münchner Club Backstage.

Details

Die Texte der Band stammen von Oliver Gottwald und muten manchmal skurril an.

Anajo gilt als fantastische Live-Band, die es immer schafft, ihr Publikum in den Bann zu schlagen.

Mit dem Album "Drei" wurden die Songs der Band rauer und kantiger - sowohl auf der Ebene der Texte als auch auf der Ebene der Musik.

Mitglieder

  • Oliver Gottwald (voc, git)
  • Michael Schmidt (bs, key)
  • Ingolf Nössner (dr)
  • Albrecht Schrader (key, har, mel)

Anajo wurde lange Zeit von Jürgen "Alaska" Winter? (früher Musiker bei On the Rox, Unemployed Ministers und Blinker?) betreut. Er stellte für sie auch seine Echolot? -Tonstudios im Alten Hauptkrankenhaus zur Verfügung.

Diskografie

Alben

  • Nah bei mir (2004)
  • Hallo, wer kennt hier eigentlich wen? (2007)
  • Anajo und das Poporchester (2009)
  • Drei (2011)

EPs

  • Spätsommersonne (2006)

Singles

  • Ich hol Dich hier raus (2004)
  • Monika Tanzband (2005)
  • Wenn du nur wüsstest (2007)
  • Hallo, wer kennt hier eigentlich wen (2007)
  • Hotelboy (2007)
  • Jungs weinen nicht (2009)
  • Mädchenmusik (2010)

Diverses

  • Pop und die Welt (Demo, 1999)
  • Geboren für die Stadt (Demo, 2000)
  • TanzTanzBand (Demo, 2002)
  • Vorhang auf (Demo, 2003)

Auszeichnungen

Im Jahr 2000 wird das Trio Band des Jahres.

2002 gewinnen Anajo einen MTV-Newcomerwettbewerb und dürfen auf dem spanischen FIB-Festival auftreten.

Anfang 2003 nimmt die Rockstiftung Baden-Württemberg Anjajo in ihren Bandpool auf.

Die Band erhielt auf der Popkomm in Berlin am 20. September 2007 als beste bayerische Indieband den Bayerischen Musiklöwen von der Bayerischen Staatsregierung.

Presse

Anajo sind unkopierbar. Das liegt natürlich in erster Linie an Sänger Olli Gottwald, dessen immer im richtigen Moment auftretendes, emphatisches Kieksen im deutschen Popgeschäft nach wie vor unerreicht ist, aber eben auch im gewohnt souveränen Umgang mit umwerfenden Hooklines. (Michael Schuh im Februar 2007 auf laut.de)

Untergrund-Hits wie Vorhang auf, Ich hol dich hier raus und Monika Tanzband reihen sich aneinander und lassen staunen, wie viele fantastische Lieder diese Band nach nur zwei Alben bereits auf dem Konto hat. (Christian Schober 27. Januar 2008 in Laxmag)

Anajo sind aber keineswegs nur eine Art verkopfte Variante der Sportfreunde Stiller, wie schon behauptet wurde. Dazu sind sie zu subtil. Sie spielen einen melodischen, musikalisch abwechslungsreichen Gute-Laune-Pop, der seinen Tiefgang hinter einer Leichtigkeit versteckt, die man erst mal drauf haben muss. Lauter Ohrwürmer, die lyrische Langzeitwirkung entfalten. Nach fünf Mal hören kann man die Texte auswendig, ob man will oder nicht, denn gegen die geballte Macht des (Binnen-)Reims ist man machtlos: „Und was wahr ist, wird bald klar sein/ Weil es so nicht weitergeht/ Darum lös ich meinen Fahrschein/ Wenn dein Angebot noch steht/ Lass hier alles stehen und liegen/ Pack den Koffer noch im Gehen/ Nehm den nächsten Zug nach Süden/ Sag dem Nest auf Wiedersehen.“ Mut zum Gefühl und eine Eleganz, die ganz undandyhaft energiegeladen daherkommt – eine bemerkenswerte Kombinaton für eine deutsche Band. (Amazon.de-Redaktion)

„Man braucht Eier, um Mädchenmusik zu spielen“, sagen sich die Jungs von Anajo und machen genau das: Mädchenmusik. Immer mal wieder wurde ihre Musik in den vergangenen Jahren so oder ähnlich bezeichnet. Nun stehen Anajo dazu! Sie machen aus der Not eine Tugend, aus der scheinbaren Schwäche eine Stärke. (Christin 2011 auf musicattack.de)

Pop, Pomp und Melone: Das Dreiergespann Anajo aus Augsburg zählt zum deutschen Indie-Pop-Urgestein. Zappelige Tanzhits, Orchestervariationen, Mädchenlieder – Anajo haben fast alles drauf. (on3.de am 7. Februar 2011)

Adresse

Anajo-Management: office(@)anajo.de
Tapete Records: info(@)tapeterecords.de
Booking Deutschland - Tapete Booking: Carsten - carsten(@)tapeterecords.de und Sebastian - sebastian(@)tapeterecords.de
Booking Österreich - Easylistening: Schurli - schurli(@)easylistening.at

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