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Amazon

Allgemeines

Das Amazon-Logistik-Zentrum in Graben hat etwa 110.000 Quadratmeter Fläche. Im Gebäude wird von Medien über Elektronikartikel, Musikinstrumente, Tierbedarf, Artikel für Küche, Haus und Garten, Babyartikel, Spielzeug, Schuhe und Handtaschen, Bekleidung, Drogerie und Körperpflege, Schmuck und Uhren sowie Sportartikel und Auto-/Motorradzubehör das komplette Amazon-Sortiment abgewickelt. Dazu kommen noch die Lagerung, Verwaltung und der Versand von Verkaufspartner-Beständen. Gemietet wird das Lager von der Goodman-Gruppe, die das Lager für Amazon betreibt.

Amazon in Graben wird immer wieder bestreikt. In einer Pressemitteilung der LINKEN hieß es am 29. Oktober 2014 dazu: "Dabei wollen die Streikenden bei Amazon das Selbstverständliche durchsetzen, nämlich einen Tarifvertrag, der den Beschäftigten existenzsichernde Einkommen und faire Arbeitsbedingungen mit klaren Regeln zu Arbeitszeiten, Urlaub und Pausen bietet. Der Internethandel boomt und Amazon ist derzeit Monopolist. Vor allem wegen der niedrigen Preise und schnellen Lieferung. Aber beides wird auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen und zu Lasten der Gesellschaft. Denn neben Tausenden von Niedriglohnjobs werden die Kosten für die Logistik, also der steigende Verkehr, durch die Allgemeinheit finanziert bzw. letztlich subventioniert. Trotz Milliardenumsätzen zahlt Amazon in Deutschland fast keine Steuern. Solche Unternehmen schaden letztlich mehr als sie nützen. Da der Internethandel weiter boomen wird, ist es wichtig bei Amazon gute Arbeitsbedingungen und Löhne zu schaffen, damit die Menschen mit gutem Gewissen bestellen können."

Geschichte

2011 siedelte sich Amazon in Graben bei Augsburg an.

Im November 2011 berichtete die Augsburger Allgemeine, dass ein Großteil der Mitarbeiter vor ihrer Anstellung in Graben ein bis zwei Wochen auf Probe arbeiten mussten, ohne dass Amazon etwas dafür zu zahlen brauchte. Das Geld für die Probearbeiten zahlte die Arbeitsagentur, nicht Amazon. Von etwas mehr als 2.200 Beschäftigten im November 2011 bei Amazon, mussten fasst 1.300 Beschäftigte für Amazon kostenlos zur Probe arbeiten. Dazu nutzte man das Programm MAG („Maßnahme beim Arbeitgeber“), mit dem Menschen mit Vermittlungshemmnissen wieder ins Berufsleben eingegliedert werden sollen. Die Gewerkschaft ver.di? kritisierte an dem Vorgehen, dass die meisten nur einen Tag eingearbeitet worden seien, dann normal wie Aushilfen mitarbeiteten und nur bis Jahresende befristete Verträge bekamen.

Im Oktober 2012 wurde ein neuer Haltepunkt der Bahn (Graben Gewerbepark) an der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Landsberg? (Kneipp-Lechfeld-Bahn?) in Betrieb genommen, um Pendlern das Erreichen ihrer Arbeit bei Amazon zu erleichtern. Die Fahrzeiten richteten sich nach den Schichtwechselzeiten bei Amazon. Offiziell eingeweiht wurde der Haltepunkt im November 2012.

Seit Jahren hatte auch die Gewerkschaft Verdi? kritisiert, dass aus dem Ausland stammende Arbeiter schlecht bezahlt und von Sicherheitsfirmen überwacht bzw. gegängelt würden. Dagegen wollte Amazon nach dem Fernsehbeitrag umgehend vorgehen, da man Diskriminierung und Einschüchterung ablehne. Deshalb wollte Amazon seine Dienstleister und Sicherheitsfirmen überprüfen.

Details

Langfristig will Amazon in Graben etwa 1.000 feste Arbeitsplätze und etwa 2.000 saisonale Arbeitsplätze schaffen.

In der Amazon-Niederlassung Graben gibt es keine funktionierende Betriebsratsstruktur und kein Tarifverträge (Stand Ende 2011 laut der Gewerkschaft ver.di?).

Weblinks


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