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Am Katzenstadel

Eine Straße im 4. Stadtbezirk Augsburgs (Georgs- und Kreuzviertel), der zum Planungsraum I (Innenstadt) und die Postleitzahl 86152 hat.

Allgemeines

Der Name der Straße hat nichts mit einem Stadel, also einer Scheune für Katzen zu tun. Früher wurden in Augsburg Mauerbrecher oder Schnellmaschinen "Katzen" genannt. Diese Kriegsgeräte wurden früher bei Belagerungen genutzt und von den Augsburgern hier in dieser Straße aufbewahrt.

Geschichte

Nachdem über Jahrhunderte hier Belagerungsgeräte aufbewahrt wurden, zog 1810 eine Feldbäckerei in die Straße, die in Augsburg stationierte Garnisonen zu versorgen hatte.

In der Nazizeit bedeutete der Straßenname nichts Gutes, denn schon gleich nach der Machtübernahme richteten die Nationalsozialisten? in der Straße das Gestapo? -Gefängnis ein und setzten ihre politischen Gegner in Augsburg hier fest. Meist bedeutete das nur den Durchgang in das KZ Dachau?.

Details

Am Katzenstadel 18 Augsburg
Wohl ehem. von Raunersches Fideikommißhaus Augsburg. 2014 by Jkü (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Katzenstadel 18: Bei diesem stattlichen Walmdachbau von Anfang des 18. Jahrhunderts handelt es sich wahrscheinlich um das ehemalige von Raunersche Fideikommisshaus. Das Gebäude ist mit Pilastern gegliedert und hat einen trapezoiden Grundriss, der in Nord-Süd-Richtung liegt. Das Erdgeschoss ist genutet, das Obergeschoß weist die Pilastergliederung auf. An der südlichen Schmalseite ist ein Aufzuggiebel angebracht. Das Gebäude ist im Westen von kleinen Häusern versperrt.

Am Katzenstadel 18a: Ehemaliges "Gießhaus". Wo heute die Straße "Am Katzenstadel" verläuft, stand früher das Augsburger Zeughaus. Nachdem es abgebrannt war, wurde es 1602/02 von dem damaligen Stadtbaumeister Elias Holl wieder aufgebaut. Vom damaligen hollschen Plan existiert noch eine Federzeichnung aus dem Jahr 1601, doch vom Hollbau selbst sind leider nur noch der wuchtige Kanonenbohrturm mit Zeltdach und Laterne sowie eine zweigeschossige Halle mit zwei Schiffen und drei Kreuzgratgewölbe-Jochen übrig geblieben.

Lage


Weblinks


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