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Altenhilfe der Stadt Augsburg

Allgemeines

Der städtische Eigenbetrieb beschäftigt in sieben Senioreneinrichtungen 620 Mitarbeiter und bietet etwa 800 Pflegeplätze an (Stand 2014). Die Augsburger Altenhilfe wirbt mit

  • qualifizierter Pflege und Betreuung
  • zukunftsweisenden Pflegekonzepten bei Demenz
  • Kurzzeit- und Verhinderungspflege
  • betreutem Wohnen mit ambulanter Pflege.

Geschichte

Im November 2012 stimmte der Stadtrat einstimmig für die Schließung des Anna-Hintermayr-Stifts? im Juli 2013, doch beschloss man im März 2013, das Altenheim? doch nicht aufzulösen.

Im Januar 2013 wurde die gebürtige Landsbergerin Susanne Greger Werkleiterin der Altenhilfe. Die Betriebswirtin war zuvor Entwicklungsleiterin und Stellvertreterin des Werkleiters. Im Jahr 2013 betrug das Defizit der städtischen Altenhilfe etwa 3,8 Mio €.

2014 gab der damals neu angetretene Sozialreferent? und 3. Bürgermeister? Dr. Stefan Kiefer? an, dieses Defizit durch eine Beschleunigung und Verbesserung der Arbeitsabläufe, die Modernisierung der städtischen Altenheime?, die Veränderung von bestehenden Verträgen und den Einsatz einer moderneren Pflegesoftware erreichen zu wollen.

In der Beschlussvorlage 14/02448 der nichtöffentlichen Stadtratssitzung am 20. November 2014 beschloss der Stadtrat mit absoluter Regierungsmehrheit den Auftrag für die Wirtschaftsprüfung 2014 für den Eigenbetrieb Altenhilfe an eine Unternehmensberaterfirma zu vergeben, die um 35% teurer war als das günstigste Angebot. Es handelte sich dabei um einen vierstelligen Mehrbetrag, den der Eigenbetrieb Altenhilfe 2014/2015 aufzuwenden hatte, was angesichts des damaligen Defizits des Eigenbetriebs in Höhe von 3.275.000 Euro dem Freien Wählern völlig unverständlich war, weshalb sie sich am 22. November 2014 in einer Pressemitteilung und einem Schreiben an Dr. Kurt Gribl folgendermaßen äußerten: "Grundlage der Vergabe war ein Kriterienkatalog mit Punktebewertung. Ausschlag für die Vergabe an den um 35% teureren Bieter war dessen Besserbewertung bei folgenden Bewertungen: Referenz, Reputation, Vernetzung, persönlicher Eindruck. Der um 35% günstigere Bieter wurde dabei um insgesamt 10% schlechter bewertet. Dabei ist bemerkenswert, dass es sich bei der günstigeren Firma um ein deutschlandweit mit 10 Standorten und 270 Mitarbeitern tätiges Beratungsunternehmen handelt. Die Nachfrage beim zuständigen Leiter der Vergabe ergaben nicht plausible Erklärungen. Die Plausibilität der Vergabe ist deshalb nicht gegeben, weil das günstigere Unternehmen eine, für den geforderten Prüfauftrag weit ausreichende Qualifikation nachweisen kann. Entsprechend wurde die Fachkompetenz um nur 1 Punkt niedriger und das Prüfungsteam gleich gut bewertet. Demnach wurde das günstigste Angebot bei gleichwertiger Qualität nicht berücksichtigt. Reputation, Referenzen und Vernetzung können bei der Vergabe nicht ausschlaggebend sein und viel weniger noch der willkürlich angesetzte „persönliche Eindruck“! Die Vergabe widerspricht mindestens der VOF im § 2 Grundsätze der Vergabe."

Details

Die Altenhilfe Augsburg hat zwölf Versorgungsregionen.

Aufsichtsgremium der städtischen Altenhilfe ist der Werkausschuss Altenhilfe?, dem zwölf Stadträte angehören.

Grundsätzlich schwierig ist, dass der Eigenbetrieb Altenhilfe zwar die Einrichtungen der Altenhilfe betreibt, die Immobilien jedoch Stiftungen gehören und beide Bereiche verschiedenen Referaten in der Stadtverwaltung zugeordnet sind, so dass es immer wieder zu Reibungsverlusten oder Konflikten kommen kann.

Einrichtungen

Gute Berufschancen

Die Altenhilfe der Stadt Augsburg bietet jungen Menschen nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern im täglichen Umgang mit alten Menschen auch immer neue Herausforderungen: sowohl in der Anwendung moderner Technik als auch in körperlichen Arbeiten. Voraussetzung ist der Quali plus abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Realschulabschluss.. Um sich examinierte Altenpflegerin oder examinierter Altenpfleger nennen zu können, muss man dazu noch etwa 4.600 Stunden praktische und theoretische Ausbildung hinter sich bringen. Durch Weiterbildungen kann man zur Pflegedienst- oder Heimleitung aufsteigen. Die Chancen, sich in pflegefachlichen, medizinischen und sozialpsychologischen Inhalten weiterbilden zu können, sind hier groß.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die städtische Altenhilfe legt Wert auf ein betriebliches Gesundheitsmanagement, in das sich Peronal, Personalrat und Führungskräfte gemeinsam einbringen. Durch die getroffenen Maßnahmen soll die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten und gefördert werden. Das soll vor allem durch eine gute Führung erreicht werden. Andere Maßnahmen sind Mitspracherechte der Mitarbeiter (etwa bei der Dienstplangestaltung), Fortbildungen der Mitarbeiter und Gesundheitskurse wie etwa Entspannung, Rückenschonung etc.

Probleme

Laut einer Pressemitteilung der Ausschussgemeinschaft von Freien Wählern, Die Linke?, oedp? und Polit-WG vom 16. Oktober 2015 habe es in den letzten Jahrzehnten unter verschiedenen Stadtregierungen Versagen und finanzielle Probleme in der Altenhilfe der Stadt Augsburg gegeben. Wörtlich: "Unter Sozialreferent (2001-2008) Dr. Konrad Hummel (SPD) häuften sich personelle und finanzielle Probleme bedrohlich an. Sozialreferent (2008-2014) Max Weinkamm baute in seiner Amtszeit 200 Pflegeplätze ab und bescherte der Stadt Augsburg 2013 das Haus Lechrain, welches durch Pflegeprobleme auffiel, chronisch unterbelegt ist und im Jahr 2014 mit 1,6 Mio Euro Defizit abgeschlossen hat. Durch einen 25-jährigen Pachtvertrag wird das Haus Lechrain der Stadt in zukunft noch viele Millionen Euro kosten wird ...

Was Frau Heinrich (damalige Augsburger SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat) allerdings als „Fachwirtin für Finanzberatung“ aus dem Jahresbericht 2014 der Altenhilfe herausliest gleicht den Erklärungsnöten „ahnungsloser“ Banker von ins Strudeln geratenen Kreditinstituten: Sie spricht von sinkenden Defiziten der Altenhilfe, wo 2014 das höchste Defizit (4.2 Mio Euro) seit Jahren, wenn nicht überhaupt, erzielt wurde. Sie führt als besondere Leistung den Ausgleich eines Fehlbetrages von 5,1 Mio Euro aus Haushaltsmitteln (nicht aus Mitteln des Eigenbetriebs) an, der aus haushaltsrechtlichen Gründen alternativlos und verpflichtend ist und Schulden aus dem Jahr 2008 tilgt. Sie beziffert das Defizit 2014 mit 21,7 Mio. Euro und lässt dabei „sonstige Verbindlichkeiten“ z.B. bei Kreditinstituten in Höhe von 3,2 Mio Euro einfach unter den Tisch fallen.

Schließlich beklagt Frau Heinrich „den Schmerz der SPD“ z.B. mit der Entscheidung für die Schließung des Jakobsstifts und vergisst dabei den Schmerz der Senioren und ihren Angehörigen, die damit aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden."

Weblinks


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