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Allgemeines zur Wertach

Entstehung des Flusses

Der Zusammenfluss der Gebirgsbäche, die zur Wertach werden, liegt 1.078 Meter über NN, die Mündung in den Lech bei Augsburg auf 461 Meter über NN. Das Einzugsgebiet der Wertach beträgt 1.290 Quadratkilometer. Als Quelle der Wertach wird ein Brünnlein am nördlichen Abfall des Iseler? in den Allgäuer Alpen? (Kühgrundkopf?) in 1.440 Metern Höhe betrachtet. Es liegt auf der Wiedhag-Alpe?. Etwas oberhalb von Bad Hindelang ist die Wertach gut ausgeprägt.

Landschaftlich interessant ist der Bereich von Maria Rain? bei Nesselwang? bis Görisried?, bei Kaltenbrunn? gibt es sogar eine Hängebrücke über die Wertach. Die Gewässer Kaltenbrunnenbach und Eggbach vereinigen sich auf halber Strecke zwischen Oberjoch und Unterjoch auf dem Gemeindegebiet von Bad Hindelang zur Wertach.

Wie die anderen fließenden Gewässer des Gebietes von Iller? und Lech fließt die Wertach Richtung Donau? im Norden. Im Ursprungsgebiet der Wertach (Ostallgäu? und Oberallgäu?) herrschen niedrige Jahresdurchschnittstemperaturen. Dies und die hohen Durchschnittsniederschläge lassen hier nur die Grünlandwirtschaft zu, während flussabwärts Richtung Lech Ackerbau betrieben werden kann.

Der Lauf der Wertach

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Nach dem Gebirge fließt die Wertach nach Norden, wobei sie sich recht geradlinig parallel zum Lech hält. Nach ungefähr 133 Laufkilometern mündet sie dann auch in den Lech. Während der Lech im Durchschnitt etwa 80 Kubikmeter pro Sekunde führt, sind es bei der Wertach nur 18 Kubikmeter pro Sekunde.

Als Alpenfluss hatte die Wertach lange eine ständig wechselnde und schnelle Wasserführung. Deshalb gab es früher, vor der Regulierung der Wertach, viele Überschwemmungen. Die Regulierung der Wertach verkürzte den Lauf des Flusses und durch verschiedene Wehre wandelte man den Flusslauf in hintereinander liegende Stauseen um. Der erste Stausee ist der Grüntensee?, der in der Nähe der Marktgemeinde Wertach? liegt.

Folgende Orte und Städte liegen am Lauf der Wertach: Neben Oberjoch?, Unterjoch? und der Marktgemeinde Wertach? folgen Oy-Mittelberg?, Nesselwang?, Marktoberdorf?, Biessenhofen?, Kaufbeuren, Türkheim?, Ettringen?, Schwabmünchen, Großaitingen, Bobingen und Augsburg.

Nach dem Grüntensee? durchfließt die Wertach das Wertachtal?, das landschaftlich noch recht unberührt ist. Ab Marktoberdorf? verliert sie ihre Wildwasserromantik, denn ab hier wurde sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts begradigt. Um Marktoberdorf? fließt die Wertach durch das voralpine Becken, bei Kaufbeuren kommt sie auf die Hochebene Bayerisch-Schwabens.

Rechte Nebenflüsse sind Lobach, Geltnach, Gennach, Singold, linke Nebenflüsse sind Wertacher Starzlach, Waldbach und Kirnach. Bis zur Vereinigung mit dem Lech durchfließt die Wertach sieben Stauseen. Mit der Iller? ist die Wertach eine der großen Regenrinnen des Allgäus.

Landschaftlich schön sind der Wertachdurchbruch zwischen Görisried? und Leuterschach?, wo sich der Fluss 70 Meter in einen Molasserücken gräbt. Auwälder gibt es leider nur noch wenige Reste. Für Geologen ist die ehemalige Wertachgabel bei Türkheim? interessant, wo die Wertach nach der letzten Eiszeit teilweise durch das Flossachtal? floss, bevor sie sich dann endgültig ihren jetzigen Weg suchte. Der Talrand wurde schon früh besiedelt, eine Keltenschanze zeugt davon.

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