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Alberth, Frieder

Ein Augsburger Dipl. Finanzwirt (FH), Dipl. Soz.päd (FH), Dipl. Pädagoge. Langjähriger Leiter der AIDS-Hilfe Augsburg, engagierter Bekämpfer von AIDS in Osteuropa. Ein Pionier der Aidshilfebewegung in Deutschland.

Leben und Wirken

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Geboren wurde Frieder Alberth 1952 in Heubach im Ostalbkreis. Die Kindheit und Jugend verbrachte er in Nürtingen. Nach der Mittelschule besuchte er die Höhere Handelsschule in Stuttgart und erlernte im Finanzamt Reutlingen den Beruf des Steuerinspektors. Nach der Ausbildung zum Diplomfinanzwirt an der Finanzfachhochschule des Landes Baden-Württemberg (September 1970 - August 1973) absolvierte er den Zivildienst beim Roten Kreuz in Nürtingen. Anschließend studierte er Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Reutlingen (April 1975 - Juli 1979) und Pädagogik an der Universität Tübingen (April 1981 - Juli 1990), wo er das Diplom in diesem Fach erwarb.

Vom Juli 1979 - Juli 1981 war Frieder Alberth als Berater in Teilzeit im Jugendgemeinschaftswerk Nürtingen tätig (Betreuung von jugendlichen Spätaussiedlern), von Oktober 1979 - Dezember 1982 als Freiberufler in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Sozialer Beratungsdienst e.V., Göppingen, von Juni 1981 - November 1985 arbeitete er als Hilfspfleger im Kreiskrankenhaus Nürtingen.

Im Jahr 1982/1983 gründete Frieder Alberth den Arbeitskreis Leben e. V., eine Krisenberatungsstelle für Suizidgefährdete. In diesem Verein war er von April 1983 - September 2001 tätig. Als in der Beratungsstelle in Göppingen Personalstellen gekürzt wurden und die Zusammenarbeit mit Honorarkräften beendet wurde, entstand in Tübingen der erste Arbeitskreis Leben e. V., um Menschen in einer Lebenskrise beizustehen. Durch persönliche Beziehungen von Frieder Alberth zur Adventgemeinde konnte ein Förderer für den Start eines neuen Projektes in Nürtingen und Kirchheim gefunden werden. Das deutsche Vereinsrecht fordert sieben Gründungsmitglieder und so trafen sich im Wohnzimmer von Frieder Alberth Anfang 1983 sieben AKL-Gründer. Gleich nach der Gründung wurden die ersten Gruppen für ehrenamtliche Krisenbegleiter angeboten.

Beruflich erwarb Frieder Alberth in der Sozialarbeit und Beratung, aber auch im Finanzbereich und beim Aufbau von Nichtregierungsorganisationen über viele Jahre hinweg wichtige Erfahrungen.

1985 zog Frieder Alberth aus familiären Gründen nach Augsburg in den Stadtteil Firnhaberau um. Sogleich engagierte er sich in der Augsburger AIDS-Hilfe, wo er als Koordinator und später auch als Geschäftsführer arbeitete.

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Mit Kollegen aus der AIDS-Hilfe-Bewegung gründete Frieder Alberth im April 2001 den Verein Connect plus e. V. in Berlin, der heute seinen Sitz in Augsburg hat. Die Arbeit dieses Vereins finanzierte er zunächst aus eigener Tasche, wofür er Kredite aufnahm und seine Lebensversicherung auflöste. Nach einem Jahr geht ihm das Geld aus, Alberth macht Schulden und engagiert sich weiter. Ihm hilft dabei sein Gottvertrauen, das er durch eine religiöse Erziehung mitbekommen hat. Als Trainer, Dozent und Projektleiter beriet er im Rahmen verschiedener Qualifizierungs- und Beratungsprojekte zahlreiche AIDS-Einrichtungen, AIDS-Zentren und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) in der Ukraine, in Russland, in Rumänien, Ungarn und in Belarus. Dabei arbeitete er mit verschiedenen deutschen Organisationen der AIDS- und Entwicklungszusammenarbeit zusammen, unter anderem mit dem Bundesgesundheitsministerium, der GTZ, der Robert-Bosch-Stiftung, der Aktion Mensch und anderen.

Auch heute liegt der Schwerpunkt seiner Projekte noch in der Entwicklung von Curricula und der Ausbildung von Sozialarbeitern oder medizinischem Personal. Frieder Alberth organisierte und organisiert im osteuropäischen Raum Fortbildungen für Sozialarbeiter, Arzte, Pflegepersonal, für Ehrenamtliche und im Rahmen der Selbsthilfe für Menschen, die mit HIV und AIDS leben.

Seit Jahren arbeitet er mit großem Engagement im HIV-AIDS-Bereich, in den letzten Jahren besonders in der Ukraine.

Auszeichnungen

2004 wurde Frieder Alberth für sein vielfältiges Engagement mit dem deutschen Medienpreis BAMBI geehrt (zusammen mit Elton John). Die Nachricht über diese Auszeichnung erreichte ihn in Sibirien, wo er Ärzte über den Umgang mit aidskranken Schwangeren aufklärte.

2006 war er einer der sechs Kandidaten für den „Panter-Preis“ der taz, der "Helden des Alltags" auszeichnet.

Presse

Über Frieder Alberth und seine Arbeit wurden mehrere TV-Dokumentationen erstellt und gesendet: „Aids kennt keine Grenzen“ (2005 – Focus TV), „Erste Hilfe für Odessa“ (2006 - BR), „Volles Risiko – Ein Mann im Einsatz gegen AIDS“ (2007 – SWR), „Aids –Brennpunkt am Schwarzen Meer“ (2008 - SAT 1).

Sonstiges

Frieder Alberth ist mit Heike Gall-Alberth verheiratet, die als Rechtsanwältin und Mediatorin für Familienrecht in Augsburg eine eigene Kanzlei hat. Zusammen adoptierte das Ehepaar drei Kinder aus Brasilien (David, geb. 1985, Sarah, geb. 1986 und Jonathan, geb. 1989). 1993 bekamen die Ehepartner ihr viertes Kind, Judith.

Adresse

Cross Culture Consulting
Frieder Alberth
Schillstraße 151
86169 Augsburg

E-Mail: f.alberth(@)gmx.de

Weblinks


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