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AKS-Areal

Das Gelände der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei AG innerhalb des Textilviertels.

Allgemeines

Es handelt sich um ehemaliges Gelände des Augsburger Textilviertels, das zu den größten dort gehört und etwa sieben Hektar groß ist. Es gehörte früher der Augsburger Kammgarn-Spinnerei AG. Heute ist auf dem Gelände u. a. das tim beheimatet, das als wichtigster Anziehungspunkt auf dem Gelände gelten kann. Ein Bebauungsplan sah auf dem Gelände Kultureinrichtungen, Gastronomie, Geschäfte und Wohnbebauung vor. In Planung war auch, dass das Stadtarchiv? und die Stadtarchäologie? auf das Gelände ziehen soll und eine breite Grünachse angelegt wird.

Links und rechts der Arthur-Piechler-Straße befanden sich auf dem Areal zwischen der Reichenbergerstraße? und der Lotzbeckstraße? die fabrikeigenen Arbeiterwohnungen der AKS.

Geschichte

Zwischen 1873 und 1939 wurden von der AKS auf dem Gelände, das heute als Kammgarnquartier bezeichnet wird und ein Teil des AKS-Areals ist, 44 Häuser für 355 Familien erbaut, so dass zeitweilig jeder Vierte der AKS-Belegschaft hier wohnte. Initiiert hatte den Bau der Arbeiterwohnungen der Fabrikdirektor Ernst Mehl, der eine religiös-pietätische Einstellung hatte und mit der Arbeiterkolonie seinen Beschäftigten helfen wollte.

In den 1980er Jahren riss man einen Teil der Arbeiterkolonie ab und sanierte den übrigen Teil der Wohnungen in mehreren Phasen. Dabei wandelte man sie in Eigentumswohnungen, um sie nicht wieder so herunterkommen zu lassen, wie das vor der Sanierung geschah.

Das Gelände ist aus der Insolvenz der Augsburger Kammgarn-Spinnerei AG hervorgegangen, nachdem 2002 die Spinnerei und 2004 die Färberei bankrott waren. Durch die Insolvenz dieser Betriebe wurde das Gelände im Jahr 2004 zur Industriebrache.

Im Bauausschuss? war das AKS-Areal im September 2008 Thema. Es sollte über einen Bebauungsplan abgestimmt werden, was aber verschoben wurde. Der Grund war Kritik an dem Bebauungsplan von Seiten des Arbeitskreises Textilviertel? und dem Architektenforum Zündstoff?. Eigentümer waren 2008 die Stadt Augsburg und die Schäfflerbachstraße Grundbesitz GmbH? die das Gelände neu ordnen und revitalisieren wollten.

Details

Die Arbeiter- und Meisterwohnungen der Augsburger Kammgarn-Spinnerei AG hatten durchschnittlich zwischen 30 und 40 Quadratmeter, während höhere Angestellte in ihren AKS-Wohnungen über deutlich mehr Wohnraum verfügten. Allerdings muss man bei dieser Wohnungsgröße bemerken, dass Bade- und Waschhaus, Doktorzimmer, Speisehaus und Säuglingsstation eigene Gebäude waren und von den Beschäftigten zusätzlich genutzt werden konnten.

Zum einen hatte die Arbeiterkolonie kleine Einfamilienhäuser mit Garten, zum anderen aber auch Blöcke von Mietshäusern.

Das AKS-Areal wird als Herzstück des Textilviertels gesehen. Laut Plänen aus dem Jahr 2008 sollten hier Wohnen, Kultur, Gewerbe und Dienstleistung eine Heimat finden. Neben dem Textilmuseum mit Stadtarchäologie und Stadtarchiv plante man im alten Sortiergebäude Betreutes Wohnen?, im Ballenhaus eine kulturelle Nutzung und im Kessel- und Maschinenhaus Ausstellungsflächen und Gastronomie. Außerdem plante man den Neubau eines Hotels und eines Discounters auf dem Gelände. So sollten auf dem Areal etwa 600 neue Arbeitsplätze und ungefähr 350 Wohnungen entstehen, neben etwa 60 Parkplätzen für das Textilmuseum.

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